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Mütter und Töchter

   Kinostart: 28.04.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Sensibles Ensembledrama um drei Frauen verschiedenen Alters. Eine verbitterte Frau um die 50, die in ihrer Jugend ihre Tochter zur Adoption freigegeben hat, ihre Tochter, die mit ihren Gefühlen nicht umgehen kann, und eine Frau, die ein Kind adoptieren will.

Karen ist Physiotherapeutin und pflegt abends ihre Mutter, die sie dazu brachte, als 14-Jährige ihre Tochter nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Seitdem fühlt sie sich schuldig. Nach dem Tod der Mutter begibt sie sich auf die Suche nach dem Kind. Elizabeth ist eine exzellente Anwältin, die mit ihrem Chef ein sexuell aufregendes Verhältnis ohne Liebe anfängt. Als sie schwanger wird, bricht sie die Liaison ab, stirbt bei der Geburt. Die glücklich verheiratete Lucy kann keine Kinder bekommen und darf das Baby von Elizabeth adoptieren.

Nach dem Tod ihrer Mutter sucht Karen nach dem Kind, das sie 14-jährig zur Adoption freigeben musste. Rodrigo García verwebt kunstvoll dieses und zwei weitere Frauenschicksale. Dabei glänzen Annette Bening und Naomi Watts.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Ein Film über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter – in Anbetracht der Tatsache, dass jeder zumindest mal eine Mutter hatte, mutet das Drama von Rodrigo García fast schon banal an. Aber García ist natürlich nicht der erste Regisseur/Drehbuchautor, der auf die Idee kommt, etwas Alltägliches leinwandtauglich aufzubauschen.

      García hat sich also dazu entschlossen, drei Frauenschicksale exemplarisch herauszugreifen; verdichtet die Ereignisse und treibt den Grad der Emotionalität praktisch auf die Spitze des Möglichen, aber ohne dabei in den Kitschsumpf abzustürzen. Da die Protagonistinnen aber nicht nur (werdende) Mütter, sondern auch Töchter sind, deren Beziehungen zur Mutter ebenfalls zumindest angerissen werden und neue Facetten dieses Verwandtschaftsgrads aufzeigen und natürlich durch den episodischen Erzählcharakter, fungiert dieser ausgewählte Ausschnitt als pars pro toto. Vor allem die Unterschiedlichkeiten in den Beziehungen zwischen den Protagonistinnen und ihren Müttern ist sehr schön skizziert: Zum einen das komplizierte Verhältnis zwischen Karen und ihrer Mutter, das deutlich von der erzwungenen Adoptionsfreigabe überschattet wird, zum anderen natürlich die Bindung zwischen Elizabeth und ihrer Mutter, die sich nicht kennt, was eine Bindung in Elizabeths Realität schlicht und ergreifend unmöglich macht. Für den Zuschauer ist aber absolut spürbar, dass es in ihrem Unterbewusstsein ganz anders aussieht. Nicht zu vergessen Lucys Mutter. Diese Figur wiederum vereint Eigenschaften in sich, die wir auf jeden Fall alle schon bei unseren Müttern registriert haben dürften – hin wieder jedenfalls: Sie ist peinlich (als sie mit Hilfe des Anrufbeantworters singend versucht, ihre Tochter ans Telefon zu locken. Dummerweise hat die aber gerade Sex mit ihrem Ehemann und verliert daraufhin die Lust), sie weiß immer alles besser und hat am Ende sogar noch Recht…

      Insofern funktioniert das Aufbauschen also. Was hingegen leider nicht funktioniert, ist der Versuch, gegen Ende des Films die drei Erzählstränge an einem Punkt zusammenlaufen zu lassen. Zu Beginn wird bereits suggeriert, dass es sich bei Karen und Elizabeth um Mutter und Tochter handelt, das macht selbstverständlich Sinn und ja, grundsätzlich ist man als Zuschauer auch geneigt zu akzeptieren, wie die Geschichte mit Lucy noch in einen direkten Zusammenhang gebracht wird. Zu konstruiert wirken allerdings die Aspekte, die damit zusammenhängen, hier an dieser Stelle aber nicht verraten werden sollen. Grundsätzlich hätte die Ordensschwester als einziges Bindeglied der drei Episoden aber eigentlich schon ausgereicht.

      Wunderbar konsequent ist García hingegen in der Darstellung der Väter. Die sind nämlich ausnahmslos abwesend oder verschwinden und sind zumindest was ihre Funktion als Erzieher betrifft anscheinend auch nicht von Nöten. Die einzige männliche Figur, die auch noch am Ende der Filmhandlung präsent ist, ist Paco. Obwohl er auch Vater ist, fungiert aber in erster Linie als Karens Ehemann. Hier zeigt sich ein weiteres Problem in der Inszenierung: García suggeriert deutlich, dass die Abwesenheit des Vaters für ein Mädchen beziehungsweise für eine Frau keine Konsequenzen hat, da sie sich von der Existenz des Vaters sowieso nicht beeinflussen lässt. Muss eine Frau stattdessen ohne Mutter aufwachsen, wird aus ihr so eine verkorkste Person wie Elizabeth – egoistisch, rastlos, gefühlskalt und sogar richtig gemein. Eigenschaften, die Naomi Watts überzeugend darstellt. Der Film beeindruckt generell vor allem durch seine Schauspielerinnen, denen auch die Kamera unendlich viel Raum zum Agieren lässt, da sie lediglich stillstehend das Geschehen beobachtet.

      Fazit: Ein hoch emotionales Drama über die Bedeutsamkeit der Mutterliebe - ohne Kitschsumpf, aber mit anderen kleinen Patzern. Das hervorragende Schauspielerensemble entschädigt allerdings für vieles.
    2. Mütter und Töchter: Sensibles Ensembledrama um drei Frauen verschiedenen Alters. Eine verbitterte Frau um die 50, die in ihrer Jugend ihre Tochter zur Adoption freigegeben hat, ihre Tochter, die mit ihren Gefühlen nicht umgehen kann, und eine Frau, die ein Kind adoptieren will.

      Schicksalhaftes Drama über eine Mutter, die versucht, ihre vor 30 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter zu finden.

      Das Schicksal verbindet die Lebenswege dreier Frauen, die nichts voneinander wissen. Karen ist Physiotherapeutin und pflegt abends ihre Mutter, die sie dazu brachte, als 14Jährige ihre nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Seitdem fühlt sie sich schuldig und wütend auf sich selbst, sperrt sich gegen Beziehungen und empfindet große Sehnsucht nach ihrem Kind, das sie nie aufwachsen sehen durfte. Nach dem Tod der Mutter begibt sie sich auf die Suche nach ihm. Elizabeth ist eine exzellente, aber bindungsunfähige Anwältin, die sich auf die Karriere stürzt und mit ihrem farbigen Chef ein sexuell aufregendes Verhältnis ohne Liebe anfängt. Schnell wird klar, dass sie die Tochter von Karen ist. Als sie schwanger wird, bricht sie die Liaison ab, stirbt bei der Geburt. Die glücklich verheiratete Lucy kann keine Kinder bekommen und darf nach einigen Schwierigkeiten das Baby von Elizabeth adoptieren. Zwischen den Frauen steht als ruhender Pol Ordensschwester Joanne die Adoptivkinder vermittelt und am Ende in ihren Akten einen Brief entdeckt, der viel Leid hätte verhindern können.

      Die Gefahr eines in Sentimentalität abrutschenden Dramas umschifft Rodrigo García, Sohn des Nobelpreisträgers und Schriftstellers Gabriel Garcá Marquéz, gelassen. Vor allem das kunstvolle Verweben der drei Geschichten und die optimale Besetzung verhindern einen zu starken Druck auf die Tränendrüse. Annette Bening toppt als in sich zerrissene Frau, die nicht ahnt, dass ihre Tochter ebenfalls in Los Angeles lebt, noch ihre Performance in „The Kids Are All Right“, Naomi Watts überzeugt als zutiefst emotional zerrüttete und verletzte Person, die sich in Zynismus und Coolness flüchtet. Während Benings Figur im Verlauf der Handlung offener wird, verschließt sich Watts zunehmend in Härte. Die Fokussierung auf diese beiden Frauen hätte genug Stoff geboten und hält auch den Zuschauer Dreiviertel des Films gefangen. Nicht unbedingt zwingend ist die Einführung von Lucy, gut gespielt von Kerry Washington als künftige Adoptivmutter zwischen Unsicherheit, Hoffnung und dem eisernen Willen nach einem Kind. Durch Lucy bricht der in sich geschlossene und intime Kreis. Auf die Fragen, was bedeutet Familie, welche Relevanz haben biologische Eltern, geht Adoption mit Identitätsverlust einher, vermeidet García trotz großer Gefühle eine erlösende und damit falsche Antwort. mk.

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