Filmhandlung und Hintergrund

TV-Psychothriller mit Katharina Böhm und Maja Maranow als rivalisierende Schwestern.

Vor 18 Jahren ist Katrin nach Amerika geflohen. Ihr Vater hatte gehofft, sie werde mit ihrer Schwester Manuela die Firma übernehmen. Doch dann begann Manuela ein Verhältnis mit Katrins Freund Christian, die beiden heirateten, und Katrin wanderte aus. Jahre später wurde auch ihr Exfreund verjagt, weil er angeblich in die Kasse gegriffen hatte. Kaum ist Katrin zurückgekehrt, wird sie beinahe ermordet. Kurz drauf stirbt Christian. Irgendjemand will verhindern, dass eine alte Schuld aufgedeckt wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mord in bester Familie: TV-Psychothriller mit Katharina Böhm und Maja Maranow als rivalisierende Schwestern.

    „Mord in bester Familie“: Das klingt eher nach Überschrift oder Inhaltsangabe. Tatsächlich wirkt die Handlung des Films wie die Umsetzung einer Vorgabe: Wie lassen sich die Genres Krimi und Tragödie miteinander verknüpfen? Antwort: indem ein Familienvater soweit getrieben wird, dass er ein nicht wiedergutzumachendes Verbrechen begeht.

    Die Handlung (Drehbuch: Peter Petersen und Regisseur Johannes Grieser) beginnt mit einem bewährten Versatzstück vieler Melodramen: Ein Familienmitglied kommt heim und setzt damit Mechanismen in Gang, die schließlich zur Auflösung der konservativen Strukturen führen. Eine alte Schuld kommt an den Tag, alte Schulden werden beglichen: Man kennt das aus vielen Filmen dieser Art. Zum Krimi wird so eine Geschichte, wenn Schuldige und Schuldner die Rollen tauschen.

    Die Rolle der Heimkehrerin spielt hier eine Frau Mitte vierzig, die vor 18 Jahren vor ihrer Familie nach Amerika geflohen ist. Damals war Katrin (Katharina Böhm), Tochter des ostbayerischen Sägewerksbesitzers Lorenz (Otto Mellies), mit Christian Bergmann (Thomas Sarbacher) liiert. Doch der begann ein Verhältnis mit ihrer Schwester Manuela (Maja Maranow), machte ihr ein Kind und heiratete sie. Damit zerplatzte der Traum des alten Lorenz, der immer gehofft hatte, die Töchter würden sein Lebenswerk gemeinsam fortführen. Zudem war das junge Glück nicht von Dauer: Jahre später jagte Lorenz seinen Schwiegersohn davon, weil der angeblich eine halbe Million unterschlagen hatte. Durch Katrins Rückkehr brechen all die alten Wunden auf; auch Bergmann treibt sich wieder im Dorf rum. Als sie nachts in der Nähe der familiären Jagdhütte in die Tiefe gestoßen wird und nur durch Glück überlebt, fällt der Verdacht prompt auf ihren Ex-Liebhaber. Kurz drauf bekommt er das beste Alibi, das man nur haben kann: Er wird selbst ermordet.

    Die Krimi-Elemente sind zwar ganz entscheidend für die Spannung, die vor allem durch Musik und Kameraführung (Volker Tittel) entsteht; aber im Vordergrund stehen sie trotzdem nicht. „Mord in bester Familie“ ist in erster Linie ein über weite Strecken mit Bedacht erzähltes Melodram, das vom Kontrast zwischen den beiden Schwestern lebt. Auch das ist ein beliebtes Versatzstück: Weltoffenheit gegen Bodenständigkeit, Romantik gegen Pragmatismus, Flexibilität gegen Konservatismus. Prompt fürchten Manuela und ihr Verlobter Jens (Max Herbrechter), der Prokurist der Firma, Katrin wolle ihren Erbanteil, was den Ruin des Sägewerks bedeuten würde. Und über allem thront der todkranke Patriarch. Die Hauptdarstellerinnen Maranow und Böhm verkörpern die beiden Schwestern überzeugend, und die Theaterlegende Otto Mellies versieht den alten Lorenz mit viel verletzter Würde. Trotzdem hat die besten Momente ein Schauspieler, der eigentlich nur eine Randfigur spielt. Kein Krimi ohne Kommissar, und aus dieser Rolle holt Martin Feifel viel mehr raus, als eigentlich drin steckt. tpg.

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