Filmhandlung und Hintergrund

Burkharda Meyer will Sängerin werden und schummelt sich zu diesem Zweck auf einen Luxusliner. Dort geht es in Hera-Lind-Manier (gleichnamiger Roman) drunter und drüber, Leichen inklusive.

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Kritikerrezensionen

  • Mord an Bord: Burkharda Meyer will Sängerin werden und schummelt sich zu diesem Zweck auf einen Luxusliner. Dort geht es in Hera-Lind-Manier (gleichnamiger Roman) drunter und drüber, Leichen inklusive.

    „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ heißt ein Bestseller von Gaby Hauptmann. Das Motto könnte auch für diesen Film nach einem Roman von Hera Lind Pate gestanden haben, denn die Männer sind durch die Bank entweder vertrottelt, lüstern oder bösartig; schlimmstenfalls alles zusammen. Doch natürlich gibt es da eine Frau, die unerschrocken unter den Wichtigtuern aufräumt, auch wenn sie eigentlich bloß eine naive Hausfrau aus einem brandenburgischen Dorf ist: Aufgrund einer Verwechslung landet Burkharda Meyer als Sängerin auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff.

    Hätte sich die stets grell gekleidete und ebenso geschminkte Kirchenchor-Sängerin (Barbara Wussow) mit ihren Darbietungen bei „Deutschland sucht den Superstar“ vorgestellt, Dieter Bohlen hätte ihr vermutlich das Talent einer Kreischsäge attestiert. Doch dank der geduldigen Unterstützung ihres Pianisten (Stefan Jürgens) wird aus der Krähe eine Nachtigall; zumindest akustisch. Optisch bleibt Wussow bei der Besetzung ein kompletter Fehlgriff, denn nach der angeblich erotischen Ausstrahlung, mit der Burkharda unfreiwillig der kompletten Männerwelt auf dem Schiff den Kopf verdreht, forscht man vergeblich: Als untalentierte Sängerin ist die Schauspielerin äußerst überzeugend, die verführerische Sirene hingegen glaubt man ihre keine Sekunde lang. Dass also der künstlerische Leiter der Darbietungen an Bord (Axel Pape) sie unbedingt in sein Bett zerren muss, ist an Burkhardas Zöpfen herbeigezogen. Etwas seltsam wirken auch ihre ständigen Selbstgespräche, wie die Geschichte ohnehin eine Ansammlung von konstruierten Unwahrscheinlichkeiten ist, die aber immerhin ganz amüsante Folgen haben. Burkhardas Dezimierung des Männergeschlechts erfolgt überwiegend aus Versehen, trifft aber stets die richtigen: Die Gattinnen der unsanft Verblichenen sind froh, ihre lästigen schlechteren Hälften endlich los zu sein. Wenig glaubwürdig ist hingegen die wundersame Wandlung von Burkhardas Stimme; und für eine Brandenburgerin klingt sie seltsam österreichisch. Kein Wunder: Die gebürtige Münchenerin Barbara Wussow lebt seit geraumer Zeit in Wien. tpg.

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