Moon

  1. Ø 4.4
   2009

Moon: Herausragendes Science-Fiction-Drama in der Tradition von "2001" und "Silent Running", in dem ein einsamer Mann drei Jahre auf einer Raumstation auf dem Mond verbringt und langsam durchzudrehen beginnt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Moon: Herausragendes Science-Fiction-Drama in der Tradition von "2001" und "Silent Running", in dem ein einsamer Mann drei Jahre auf einer Raumstation auf dem Mond verbringt und langsam durchzudrehen beginnt.

Seit drei Jahren ist Sam Bell auf der dunklen Seite des Mondes stationiert. Allein überwacht er dort für Lunar Industries die Förderung von Rohstoffen, die die Energieprobleme auf der Erde lösen. Drei Wochen noch, dann soll er wieder abgelöst und heimgeschickt werden – zu seiner Frau und seiner Tochter, die vor seiner Mission eine schwere Zeit zu durchleben hatten. Für Sam ist es höchste Zeit, nach Hause zu kommen: Er leidet schwer an Lagerkoller und glaubt bisweilen, sich selbst zu sehen. Nach einem Unfall wird er gerettet – von einem Mann, der tatsächlich so aussieht wie er und behauptet, er sei Sam Bell.

Seit drei Jahren ist Sam Bell auf der dunklen Seite des Mondes stationiert. Allein überwacht er dort für Lunar Industries die Förderung von Rohstoffen, die die Energieprobleme auf der Erde lösen. Drei Wochen noch, dann soll er wieder abgelöst und heimgeschickt werden. Für Sam ist es höchste Zeit, nach Hause zu kommen: Er leidet schwer an Lagerkoller und glaubt bisweilen, sich selbst zu sehen. Nach einem Unfall wird er gerettet – von einem Mann, der genau so aussieht wie er und auch behauptet, er sei Sam Bell.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Rückkehr klassischer siebziger Jahre-Science Fiction; „Moon“ beweist, dass im Weltraum auch ohne Laserschwerter spannende Entdeckungen möglich sind.
  • Es war eines der Highlights der Festivalsaison 2009: Das Science-Fiction-Drama „Moon“ von Duncan Jones, der mit seinem Langfilm-Regiedebüt eine beeindruckende Visitenkarte hinterlässt.

    Sam Bell (Sam Rockwell) hat einen drei Jahresvertrag mit Lunar Enterprises unterschrieben und arbeitet auf deren Mondbasis als Techniker und Mädchen für alles. Außer ihm beheimatet die futuristische Anlage nur noch den Roboter GERTY, der unverkennbar an HAL 9000 aus Stanley Kubricks „2001 – Odysee im Weltraum“ angelegt ist. Bells Einsamkeit wird lediglich durch tägliche Videokontakte zur Erde gebrochen, bei denen er mit seiner Familie oder seinen Arbeitgebern Neuigkeiten austauscht. Ansonsten bestimmt Tristesse seinen Alltag. Trotz der vor allem psychischen Belastung hat Bell die drei Jahre erstaunlich gut hinter sich gebracht und freut sich auf seine Ablösung, die ihn in zwei Wochen erlösen und seine Rückkehr auf die Erde ermöglichen soll. Da hat er auf einer Kontrollfahrt auf der Mondoberfläche einen Unfall. Zunächst ohnmächtig, wacht er in der Station wieder auf. Als er das weit von der Anlage entfernt verunglückte Fahrzeug aufsucht, entdeckt er in der Kabine einen Verwundeten. Wieder zurück in der Basis nimmt er den Helm des Ohnmächtigen ab und traut seinen Augen nicht: Der Gerettete sieht genauso aus wie er.

    Jones, der Sohn von David Bowie, geht das ungewöhnliche Treffen zunächst als ruhig inszeniertes Kammerspiel an, in dem er nicht nur die beiden Gestrandeten, sondern auch den Zuschauer mehrere Lösungsmöglichkeiten für das Geschehene durchdenken lässt. Je mehr der wahre Grund für Bells Doppelgänger deutlich wird, wechselt er den Ton hin zum Suspense-geladenen Genrestück, wobei er, ganz im Geiste seiner Inspirationsquellen von Kubrick über Douglas Trumbull bis zu Andrej Tarkowski, das Publikum gleichzeitig mit philosophischen Fragen fordert. Das exzellente Produktionsdesign, und die grandiosen Bildkompositionen, denen man das Minibudget von nur fünf Mio. Dollar zu keiner Sekunde ansieht, unterstützen dabei perfekt die ruhig, aber stets konzentriert erzählte Geschichte, die zum Schluss ihre ganze Wucht entfaltet. Das großartige Science-Fiction-Drama lebt dabei nicht zuletzt von der starken Performance Rockwells, der mit seiner Doppelrolle erneut bekräftigt, dass er derzeit einer der talentiertesten Vertreter seines Faches ist. mahe.
  • Das Science-Fiction Kino wurde bereits mehrere Mal für tot erklärt. Doch es sind Filme wie Moon, die uns eines Besseren belehren und dem Genre neues Leben einhauchen.

    Eindeutig an Filme wie 2001: Odyssee im Weltraum angelehnt, leistet Moon mehr, als nur eine bloße Referenz seiner Vorgänger zu sein. Sam Rockwell, der schon in Filmen wie Per Anhalter durch die Galaxis oder Galaxy Quest ins Weltraum flog, findet sich dieses Mal in einem Psychodrama wieder, bei dem er weit über das hinaus wächst, was er bisher gezeigt hat. Der Film, der sich an Filmen wie Lost in Space, Mission to Mars, Solaris oder eben 2001 orientiert, vermag es trotz seiner zahlreichen Zitate, eine komplett neue Geschichte zu erzählen, deren Tiefgründigkeit durch Mark und Bein geht.

    Schon bald stellt sich nicht mehr die Frage warum Raumstationen klinisch weiß sein müssen, oder ob GERTY das Nachfolgemodell von HAL ist. Natürlich unterstellt man dem Roboter teuflische Absichten, dazu sind wir durch unsere Sehgewohnheiten zu genormt. Doch Moon gelingt der Drahtseilakt Gebrauch von diesen Erwartungshaltungen zu machen und sich ebenso schnell wieder von ihnen zu distanzieren.

    Und ehe man sich versieht, ist man in der spannenden Geschichte gefangen, deren Bandbreite von der Frage nach der Einzigartigkeit des Individuums bis zum Sinn des Lebens reicht.

    Die Tiefgründigkeit der Antworten, die der Film gibt, sei einmal dahingestellt. Doch am Ende bleibt vor allem die Einsicht, dass aus einem vermeintlichen Kammerspiel großes Kino werden kann.

    Regisseur Duncan Jones, dessen Vater David Bowie ist, legt hiermit ein beachtliches Filmdebüt ab.

    Fazit: Bewegendes Psychodrama, das die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellt.
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