Monkeybone

Kinostart: 28.06.2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Fantasyspaß über einen komatösen Trickzeichner, dessen Stelle auf der Erde von einem von ihm erfundenen Comicäffchen eingenommen wird.

Trickzeichner Stu Miley hat großen Erfolg mit seiner Schöpfung Monkeybone, ein künstlerisches Ventil für seine eigene unterdrückte Sexualität. Ein Autounfall versetzt Stu in ein Koma und er landet in einer bizarren Zwischenwelt. Sein Alter Ego Mokeybone hingegen stellt in seinem Körper auf der Erde Unfug an. Es kommt zum chaotischen Face/Off der duellierenden Persönlichkeitsaspekte.

Stu Miley könnte glücklicher nicht sein: Endlich hat er dank der bezaubernden Julie seine Depressionen überwunden und steht als Comic-Zeichner mit der Figur des respektlosen Äffchens „Monkeybone“ vor dem Durchbruch. Jetzt fehlt ihm nur noch Julies Ja-Wort. Da verunglücken die beiden mit dem Auto schwer. Während die unverletzte Julie um Stus Leben zittert, findet der sich in der unheimlichen Komawelt „Downtown“ wieder. Dort begegnet er nicht nur seinen schlimmsten Traum-Figuren, sondern auch dem Plagegeist Monkeybone…

Stu Miley steht als Comic-Zeichner mit der Figur des respektlosen Äffchens „Monkeybone“ vor dem Durchbruch, als er mit seiner Verlobten Julie im Auto verunglückt. Er findet sich in der unheimlichen Komawelt „Downtown“ wieder, wo er unter anderen auch Monkeybone begegnet. Unter der Regie von Kino-Innovator Henry Selick („Nightmare Before Christmas“) entstand eine originelle Fantasy-Komödie für Freunde des schrägen Humors.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Monkeybone: Fantasyspaß über einen komatösen Trickzeichner, dessen Stelle auf der Erde von einem von ihm erfundenen Comicäffchen eingenommen wird.

    Nachdem Filme wie „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „Beetlejuice“ oder „Cool World“ bereits unterschiedlich erfolgreich die Brücker zwischen realer und Fantasywelt schlugen, fügt nun Henry Selick Live-Action- und Animationsfilm zusammen. Beim Titel des mild makaberen, Freud-angehauchten Spaßes handelt es sich um eine Referenz auf das sexuelle Tier in der Hose des Mannes. Diese in Gestalt eines Affens zum Leben erweckte Libido gehört „Die Mumie“-Star Brendan Fraser als schüchterner Cartoonzeichner, der im Koma in einer bizarren Zwischenwelt landet. Sein lästig-lasterhaftes Alter Ego hingegen macht sich auf die Erde in seinem Körper breit und stiftet allerhand Unfug.

    Regisseur Henry Selick sind fantasievolle Traumgespinste nicht fremd, inszenierte er doch die beiden meisterhaft realisieren Puppentrickfilm-Märchen „Nightmare Before Christmas“ und „James und der Riesenpfirsich“. Wurde er beim ersten dieser einfallsreichen Projekte vom „Twisted Mister“ Tim Burton („Sleepy Hollow“) in Produzentenfunktion gelenkt, übernimmt diese Aufgabe bei Selicks erstem kompletten Ausflug in die mit Stopmotion gekoppelte Liveaction nun Chris Columbus („Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“). Der Unterschied im Erzählton ist nicht zu übersehen. So paaren sich surreale Romantik und morbider Witz mit Holzhammerhumor der Marke „Infantil und analfixiert“ und vorpubertärer Anzüglichkeiten zu einer kuriosen Mixtur. Das Drehbuch wurde von „Batman“-Skripter Sam Hamm nach der Comicstory „Downtown“ adaptiert, die viel Gewicht auf die züchtige Romanze zwischen dem Protagonisten und seiner Verlobten legt, was für die kleinen Zuschauer wohl weniger interessant sein dürfte.

    Kindermagnet und Allround-Familienfavorit Fraser spielte bereits in „George, der aus dem Dschungel kam“ und „Dudley Do-Right“ Rollen, die auf Zeichentrickfiguren basierten, so dass es ihm nicht schwerfällt, neben einem computeranimierten Affen zu agieren und zu bestehen. Er ist hier der introvertierte Trickzeichner Stu Miley, dessen von ihm kreierte TV-Serie kurz vor dem Durchbruch steht. Er will dem ganzen Trubel entfliehen und fällt nach einem Autounfall ins Koma. Seine Verlobte Julie (Bridget Fonda) versucht verzweifelt ihn aufzuwecken, da Stus Schwester ihn nach drei Monaten von der Beatmungsmaschine abkappen will. Währenddessen befindet Stu sich in einer von „Beetlejuice“ inspirierten Unter(bewusstseins)welt, in der sich seltsame Kreaturen, darunter seine Schöpfung Monkeybone, Rose McGowan als sexy Kätzchen und Stephen King als er selbst, tummeln und er mit dem Tod in Gestalt von Whoopi Goldberg Bekanntschaft macht. Er stiehlt einen Freischein zurück zur Erde, doch sein hinterlistiges Alter Ego Monkeybone kommt ihm zuvor. Julie ist vom affigen Verhalten ihres wieder erwachten Verlobten wenig angetan. Bei einer pompösen Wohltätigkeitsveranstaltung, zu der Stu im Körper einer Leiche („SNL“-Komiker Chris Kattan zieht als eine ihre Organe verlierende Leiche den groteskesten Gag des Films durch) erscheint, kommt es zum chaotischen „Face/Off“ zwischen den beiden sich duellierenden Persönlichkeitsaspekten.

    Im Ansatz lässt sich durchaus der von Selick beabsichtigte Film erkennen. Doch ganz offensichtlich haben bei der Umsetzung womöglich zu viele Kinoköche im Stoff gerührt, so dass Charme und Drama hier in einem kakophonischen Durcheinander ertränkt werden. So kann „Mnkeybone“ weder als psychologische Erwachsenen-Fantasy noch als pfiffige Kiddiekomödie wirklich überzeugen. Das ist schade, denn die visuelle und technische Umsetzung lässt mehr erhoffen. ara.

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