Mona Lisas Lächeln

   Kinostart: 22.01.2004

Mona Lisa Smile: Julia Roberts tritt in die Fußstapfen von Robin Williams und den Traditionen an einem Mädchen-College in einem einfühlsamen Drama à la "Der Club der toten Dichter" mutig entgegen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Julia Roberts tritt in die Fußstapfen von Robin Williams und den Traditionen an einem Mädchen-College in einem einfühlsamen Drama à la "Der Club der toten Dichter" mutig entgegen.

In den frühen 50er Jahren kommt die Dozentin Katherine Watson (Julia Roberts) vom liberalen Berkeley College an die ebenso noble wie erzkonservative Privatuni Wellesley. Ihre Aufgabe ist es, die ausschließlich weibliche Studentenschaft in Kunstgeschichte zu unterrichten. Doch schon bald gerät sie mit den autoritär-verkorksten Verhältnissen in Konflikt und schlägt sich Karrierenachteilen zum Trotz auf die Seite der nach intellektueller Freiheit und Selbstbestimmung strebenden Jugend.

Kirsten Dunst

Katherine Watson unterrichtet 1953 Kunstgeschichte am renommierten Mädchen-College Wellesley. Entschlossen tritt sie der altmodischen Gesellschaftsmoral der Institution entgegen und inspiriert ihre traditionsbewussten Studentinnen, sich mutig und selbstbewusst den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Das Mädchen-College Wellesley ist Amerikas Kaderschmiede der Eliten. Dorthin wird in den 50er Jahren inmitten der restriktiven McCarthy-Ära die liberale Kunstdozentin Katherine Watson berufen. Schon bald stellt diese entsetzt fest, dass sie es nicht mit der zukünftigen intellektuellen Elite des Landes zu tun hat, sondern quasi mit einem lebendigen Genpool, der einzig zur Erhöhung der Chancen auf dem heißumkämpften Heiratsmarkt eine fundierte Ausbildung erhält. Ein Affront für die emanzipierte Pädagogin, gegen den sie rebelliert.

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Kritikerrezensionen

  • Mona Lisas Lächeln: Julia Roberts tritt in die Fußstapfen von Robin Williams und den Traditionen an einem Mädchen-College in einem einfühlsamen Drama à la "Der Club der toten Dichter" mutig entgegen.

    Die crème de la crème der weiblichen Gesellschaft studierte Jahrzehnte am berühmten und behüteten Wellesley-College in Massachusetts, unter ihnen Hillary Rodham Clinton, Diane Sawyer, Ali McGraw und sogar Madame Chiang Kai-Shek. Wenn auf dieser Insel der scheinbar Seligen fernab der harten Außenwelt in den prüden „Fifties“ Julia Roberts als aufgeschlossene Kunstgeschichts-Lehrerin Katherine Watson landet, prallen Tradition und Moderne aufeinander. Ein Konflikt, der in Kopf, Herz und Bauch trifft.

    Als es 1994 in der Dokumentation „Hillarys Jahrgang“ über das Nobelinternat Wellesley hieß, „die Reise dieser Frauen unterscheidet sich von der aller vorhergehenden Generationen, denn sie durchlebten eine Zeit tiefgreifender und aufwühlender Veränderungen, vor allem hinsichtlich ihrer Rolle als Frau“, erinnerte sich sicherlich nicht nur die damalige First Lady, Wellesley Jahrgang 1969, gerne an die Zeit, als sie mit Träumen im Gepäck das College verließ. Auch die frühere Außenministerin Madeleine Albright, die zehn Jahre vorher dort studierte und noch die volle Dosis strenger Erziehung abkriegte, amüsiert sich im Nachhinein über den hohen Stellenwert der Suche nach einem Ehemann.

    Noch früher, Anfang der 50er Jahre siedelt Mike Newell die Handlung an - in einer Epoche, da ein Verlobungsring am Finger als Statussymbol galt und nicht selten wissenschaftlichen Karrieren in der Sackgasse Küche, Kinder, Kirche endeten. Dieses konventionelle Denken hat die junge, freigeistige Lehrerin Katherine Watson aus Kalifornien schon längst ad acta gelegt. Die Berkeley-Absolventin will ihren Schülerinnen nicht nur Kenntnisse über Kunst beibringen, sondern auch die Kunst selbstständigen Lebens. „Mona Lisas Lächeln“ löst im Unterricht die Frage aus, ob die berühmte Louvre-Dame wirklich glücklich war oder mit der rätselhaften Mimik nur gesellschaftliche Forderungen erfüllte. Soviel Skepsis gepaart mit neuen Lehrmethoden stößt bei der stockkonservativen Internatsleitung auf wenig Gegenliebe, der Ruf nach intellektueller Freiheit irritiert auch an Disziplin gewöhnte Schülerinnen. Vor allem die frisch verheiratete Betty (Kirsten Dunst als hinterhältiges Biest) fühlt sich persönlich angegriffen, glaubt sie doch, das Glück an der Seite des Gatten gepachtet zu haben (bis zum bösen Aufwachen). Anonyme Briefe, Anfeindungen, böse Blicke - trotz aller Widrigkeiten kämpft die Dozentin mutig gegen Engstirnigkeit und scheinheilige Moral, warnt ihre Schützlinge vor dem direkten Weg vom Buch zum Babybauch. Und hat Erfolg. Sie gewinnt das Vertrauen und die Zuneigung der Mädchen, von denen vor allem die unbezähmbare Giselle (Maggie Gyllenhaal verführerisch wie in „Secretary“) oder die aufgeweckte Joan, die sich trotz Verlobung für ein Jura-Studium an der Yale-Universität bewirbt, gebannt ihren rebellischen Worten lauschen. Und auch die Liebe kommt mit dem netten Kollegen nicht zu kurz.

    Manchmal glaubt man ihn zu riechen, den moralischen Mief der 50er Jahren, wenn die Möbel in hellem Chintz passend zu den Tapeten glänzen und das ordentlich fest gezurrte Bett jeglicher Lust einen Dämpfer versetzt, lange Schulkorridore die Luft zum Atmen nehmen. Aber das Fehlen männlicher Kommilitonen schaffte auch eine Sicherheitszone, die den Studentinnen Freiraum zur Entfaltung erlaubt - bis auf die Wochenenden, wo es geschminkt auf die Pirsch geht.

    Mike Newell inszeniert den hochkarätig besetzten Reigen mit Oscar-Preisträgerin Julia Roberts als verletzbarer und sensibler Idealistin mit Charisma, an ihrer Seite profiliert sich Hollywoods junge Stargarde - weiblich, wild, wagemutig. Nicht nur wer bei Peter Weirs „Club der toten Dichter“ weinte, sollte in dieser sanfteren und charmanten Variante gut aufgehoben sein. mk.

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