Mörderherz

Filmhandlung und Hintergrund

Der Empfänger eines Spenderherzens kommt nicht damit zurecht, dass sein neues Organ möglicherweise von einem Mörder stammt.

Der schwer herzkranke Daniel Elsner bekommt durch eine Transplantation die Chance, wieder ein gesundes und aktives Leben mit seiner jungen Frau Lisa zu führen. Obwohl er sich von der Operation körperlich gut erholt, kann sich Daniel nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ein fremdes Herz in seiner Brust schlägt. Als ihm sein Arzt die Auskunft über die Identität des Spenders verweigert, stellt Elsner eigene Recherchen an. Vieles deutet darauf hin, dass sein Herz von einem jungen Motorradfahrer stammt, der kurz vor dem tödlichen Unfall einen Doppelmord begangen haben soll.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mörderherz: Der Empfänger eines Spenderherzens kommt nicht damit zurecht, dass sein neues Organ möglicherweise von einem Mörder stammt.

    „Das Herz ist nur eine Pumpe“ - den Satz, den ihm sein Arzt Dr. Graf ständig sagt, mag Daniel Elsner nicht akzeptieren. So begibt sich Christian Görlitz‘ Film (produziert von NFP tv für SWR/Arte) gemeinsam mit seiner Hauptfigur auf die Suche nach der tieferen Dimension hinter dem Austausch des Herzens als Zentrum des Körpers und des Lebens.

    Dem studierten Psychologen Görlitz, der sein Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von Brigitte Blobel verfasste, gelingen dabei eindringliche Bilder. Die vielschichtige Handlung gibt dem Zuschauer über 90 Minuten viele Rätsel auf und lässt auch am Ende einige Aspekte offen. Hauptdarsteller Günther Maria Halmer überzeugt als innerlich zerrissener Daniel Elsner, der seine neu gewonnene körperliche Gesundheit letztlich der psychischen Belastung durch die Herztransplantation opfern muss. Nicht von ungefähr brachte ihm u.a. diese Rolle 2003 eine Nominierung für den Grimme-Preis ein.

    Autor/Regisseur Görlitz zeichnet seine Geschichte in überwiegend ruhigen, sensiblen Bilder, verleiht aber den Operations- und Traumsequenzen durch stilisierte Videoästhetik besonderes Gewicht. Elemente des Psychothrillers und des Geisterfilms werden hier geschickt angedeutet, gleichzeitig ein meilenweiter Abstand zu den sterilen Operationssaal-Szenarien der gängigen Arzt- und Krankenschwester-Serien gehalten. Mit der Geschichte des Mörders, der bei einem Verkehrsunfall selbst getötet wird, zieht sich zudem ein Handlungsstrang aus dem eher traditionellen Krimigenre durch den Film. Insgesamt ist „Mörderherz“ ein atmosphärisch dichtes Fernsehdrama, in dem Routinier Halmer den Zuschauer in seinen Bann zieht. Angesichts seiner überragenden schauspielerischen Leistung rückt die übrige Besetzung zwangsläufig in den Hintergrund, muss sich aber keineswegs verstecken. Dies gilt vor allem für Julia Stemberger als Elsners Frau, Ken Duken als Freund des mutmaßlichen Mörders und Ingo Naujoks als Nachbar der Ermordeten, dem im dramatischen Finale eine tragende Rolle zukommt. jl.

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