Filmhandlung und Hintergrund

Visuell bestechendes Science-Fiction-Movie von Brian De Palma, der eine Rettungsmission auf dem Mars nach verschollenen Astronauten suchen lässt.

Im Jahr 2020 gelingt es den Astronauten der Mars-One-Mission, Fuß auf den roten Planeten zu setzen. Bei der Erkundung einer Unregelmäßigkeit werden sie von einem Wirbelsturm angegriffen. Im letzten Moment gelingt es dem Kommandanten, eine kryptische Meldung an die Erdstation zu schicken. In Windeseile wird eine Rettungsmission zusammengestellt, die auf dem Mars nach Überlebenden forschen soll.

Im Jahr 2020 gelingt es US-Astronauten unter Leitung von Mission Commander Luke Graham, erfolgreich auf dem roten Planeten zu landen. Gleich auf dem ersten Erkundungsgang geraten sie jedoch in einen heftigen Wirbelsturm. Es gelingt ihnen gerade noch, einen Hilferuf Richtung Erde zu schicken. Dort wird eiligst eine Crew zusammengestellt, die auf dem Mars nach Überlebenden suchen soll. Mit an Bord auf dem beschwerlichen Sechs-Monate-Trip: Commander Woody Blake, sein Co-Pilot Jim McConnell sowie zwei Wissenschaftler.

Nachdem es im Jahr 2020 US-Astronauten gelingt, auf dem Mars zu landen, geraten sie in einen heftigen Wirbelsturm. Eiligst wird auf der Erde eine Mannschaft zusammengestellt, die auf dem roten Planeten nach Überlebenden suchen soll. Visuell beeindruckendes Sci-Fi-Debüt des Thriller-Spezialisten Brian De Palma.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Mit dem effektverliebten Sci-Fi-Streifen "Mission to Mars" betritt Thrillerregisseur Brian DePalma neue Gefilde, so wie er es bereits bei "Mission: Impossible" tat. Auch hier kann er Hitchcock nicht zitieren - und genausowenig kreativ sein. "Mission to Mars" ist ein reines Studioprojekt, das sich nur mit dem Namen eines bekannten Regisseurs schmückt, ohne dass der Film, wäre von jemand anderem Regie geführt worden, großartig anders ausgesehen hätte.

      Entstanden ist eine Mischung aus "2001", "Explorers" und "Apollo 13", die am Anfang vor allem optisch voll überzeugen kann, dann jedoch am Ende nicht nur nachlässt, sondern deren Inhalt sich gar in Luft aufzulösen droht.

      Am Anfang stehen wunderbare Farben und Effekte, eine grandiose Kamerafahrt durch das Space Shuttle, die vor amerikanischem Patriotismus triefenden Dialoge übersieht man mal gnädig, ein anscheinend fesselnder Film. Doch dann die Auflösung und das Auftauchen der Marsianer. Hier fängt die Story an, auseinander zu bröckeln - und zwar mit einer rasanten Geschwindigkeit.

      Aus dem Finale muss man wohl schließen, dass die Drehbuchautoren hier selber nicht wussten, wie ihre Story überhaupt enden soll und sie daher das Ende aus allen möglichen ähnlichen Produktionen zusammensetzten, um einen kitschig-unglaubwürdigen Sci-Fi-Fantasy-Evolutionsbrei daraus zu machen.

      Ebenso lassen die anfänglich perfekten Effekte völlig nach. Das Alien sieht aus, als wäre es einem Disney-Animationsfilm entsprungen, der zudem nicht kinotauglich war - eine überaus deutliche und schlecht gemachte Computeranimation.

      Auch das Darstellerpotential wird nicht ausgeschöpft, so wird der traurig dreinblickende Gary Sinise vom störrischen und brillianten Tim Robbins selbst nach dessen Filmtod irgendwie noch untergebuttert, obwohl Robbins selber nicht mehr in Erscheinung tritt. Insgesamt nette Effekte, die mich dann wohl auch dazu bewegen werden, mir den Film auf DVD zuzulegen, aber die Story ist zum davonlaufen.

      Fazit: Nette Effekte aber eine wirklich schlechte Story, bei der die Drehbuchautoren scheinbar selbst nicht wussten, wie sie sie gestalten sollten.
    2. Mission to Mars: Visuell bestechendes Science-Fiction-Movie von Brian De Palma, der eine Rettungsmission auf dem Mars nach verschollenen Astronauten suchen lässt.

      Faszinierende Begegnung mit der eigenen Art: In der ersten großen Mars-Mission made in Hollywood in diesem Jahr (Warners „Red Planet“ folgt im Spätherbst) stoßen Gary Sinise, Tim Robbins und Connie Nielsen bei einem Rettungseinsatz auf dem roten Planeten auf die Ursprünge der Menschheit. Optisch als Hommage an Kubricks „2001“ angelegt, orientiert sich diese Odyssee im Weltraum inhaltlich mehr an James Camerons „Abyss“ - ohne allerdings dessen Tiefe und Emotionalität zu erreichen. Dass diese Mission Impossible im Weltenraum unterhaltsam und spannend bleibt, ist Brian De Palma zu verdanken, der nichts von seinem Sinn für visuelles Flair und beeindruckenden Suspense verloren hat.

      Die Bilder mögen immer wieder auf Kubrick verweisen, Thriller-Spezialist De Palma kann auch in seinem ersten Ausflug ins Science-Fiction-Genre nicht verleugnen, dass sein filmischer Gottvater Alfred Hitchcock ist - und bis auf weiteres bleibt. Für den ewig kühlen Stilisten und Pragmatiker ist dieser mit Gefahren gespickte Ausflug auf den erdnächsten Planeten vor allem eine ideale Spielwiese, sich seinem Film und der sich stellenden Aufgaben wie ein Mathematiker mit kühlem Verstand zu nähern. Filmtechnisch ist „Mission to Mars“ dementsprechend - und wie nicht anders zu erwarten - von Anfang bis Ende ein Genuss. Atemberaubend, wie er Stephen H. Burums bestechende Kamera wie die Darsteller an Bord ihres Raumschiffs sich schwere- und mühelos um die eigene Achse drehen lässt. Aufregend, wie er in einer ausgedehnten Sequenz im Weltall den meisterlichen Einbruch von Tom Cruise und Co. in „Mission: Impossible“ in die futuristische CIA-Zentrale noch einmal übertrifft, indem er auf jede Lösung eines Problems unweigerlich eine noch größere Katastrophe folgen lässt, bis sich die Mars-Crew in eine unausweichliche Situation manövriert hat. Aber mit Ausnahme der sehr schönen Szene, in der Tim Robbins und die dänische Entdeckung Connie Nielsen zu den Klängen von Van Halens „Dance the Night Away“ im schwerelos rotierenden Raum tanzen, bleibt „Mission to Mars“ eiskalt wie die endlosen Weiten des Alls, in denen sich ein Großteil der Action abspielt. Daran ändert auch Ennio Morricones wild wogender und auf Dauer enervierender Score nichts: Emotion war noch nie die Forté De Palmas, der offensichtlich eine innigere Beziehung mit seinem technischen Stab pflegt als mit seinen Darstellern. Während der Regisseur nämlich immer dann zu großer Form aufläuft, wenn er virtuose Illusionen schaffen kann, wie bei einem bedrohlichen Mars-Sandsturm mit Eigenleben gleich zu Beginn des Films, bleiben fähige Leute wie Gary Sinise, Robbins oder Don Cheadle auf sich allein gestellt, wenn sie sich mit den nur bedingt begnadeten Dialogen des bestenfalls funktionalen Drehbuchs abmühen. Denkbar simpel verbinden die Autoren die Handlungsfäden, nachdem die erste NASA-Crew auf dem Mars im Jahr 2021 vermeintlich samt und sonders von besagtem Sandsturm verschlungen wird. De Palmas bedächtiger Rhythmus auf dem Weg zur Entschlüsselung des Geheimnisses eines gigantischen, gesichtsförmigen Felsen trägt dazu bei, dass „Mission to Mars“ in den USA nicht das ganz große Boxoffice-Ereignis geworden ist. Anstatt in erwarteter Event-Manier zu überwältigen und mitzureißen, verlangt diese bisweilen fast kontemplative Variation des „Unheimliche Begegnung“- oder „E.T.“-Themas von den guten Außerirdischen eine behutsame Annäherung. Denn ein entrückt schöner Film, von De Palma sozusagen „dressed to kill“, ist „M2M“ allemal - auch wenn er sich wichtiger nimmt, als er eigentlich ist. ts.

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