Minnesota

Filmhandlung und Hintergrund

Zwischen schwarzer Komödie und Krimi pendelnder Brüderkampf um eine attraktive Frau auf der Suche nach Liebe und Zukunft.

Um ihre Schulden bei einem Gangster zu begleichen, läßt sich die attraktive und abgebrühte Freddie zur Ehe mit dem drögen Buchhalter Sam zwingen. Auf der tristen Hochzeit greift sie mit Sams plötzlich auftauchenden Bruder nach ihrer letzten Chance auf Liebe und ein besseres Leben. Doch der ausgebootete Sam zeigt sich erwartet nachtragend.

Eigentlich träumt die abgebrühte Freddie von einem besseren Leben als Showgirl. Da sie aber dem Kleingangster Red einige Dollars schuldet, wird sie von diesem in die Ehe mit dem tumben Buchhalter Sam gezwungen. Doch schon auf der Hochzeit wird Freddie untreu. Unverfroren macht sie sich an Sams gerade aus dem Knast entlassenen Bruder Jjaks heran, der gemeinsam mit seiner Schwägerin auch schon kurz darauf das Weite sucht. Doch der gehörnte Gatte denkt gar nicht daran, seine frischgebackene Braut ohne Gegenwehr ziehen zu lassen.

Wegen ihrer unbezahlbaren Schulden bei dem Gangster Red läßt sich die abgebrühte Freddie auf eine arrangierte Heirat mit dem langweiligen Sam ein. Doch schon in der Hochzeitsnacht packt sie der Drang nach Freiheit und sie flüchtet mit dem Bruder des Gatten, der sie daraufhin verfolgt. Actionreiche Komödie mit durchaus dramatischen Untertönen.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Minnesota: Zwischen schwarzer Komödie und Krimi pendelnder Brüderkampf um eine attraktive Frau auf der Suche nach Liebe und Zukunft.

    Ein klassischer Konflikt - eine explosive Frau als Zündstoff zwischen zwei Männern - bildet den erzählerischen Rahmen des Regiedebüts von Steve Baigelman. Etwas unentschlossen sucht „Minnesota“ dabei zwischen kriminellem Verliererdrama, schwarzer Komödie und sensibler Romanze seine Balance, ohne sie letztlich zu finden. Nicht Story oder Inszenierung, sondern die von Keanu Reeves prominent angeführte Besetzung bleibt somit der Trumpf dieses Erstlings bei seinem Vorhaben, Zuschauer für seine etwas sperrige Geschichte zu gewinnen.

    Die Einflüsse der letzten Jahre, die publikumswirksamen Genrezwitter der Tarantino-Schule, sind im Drehbuch des Kanadiers unübersehbar. Aber im Unterschied zu den Vorbildern fehlt es dem Skript an einer clever konstruierten Story und an wirklich tauglichen Identifikationsfiguren. Sympathie entwickelt man nachhaltig weder für die abgebrühte Freddie (Cameron Diaz aus „Die Maske“), die von einem besseren Leben als Showgirl träumt, aber zur Begleichung ihrer Schulden vom Kleingangster Red (Delroy Lindo) in die Ehe mit dem tumben Buchhalter Sam (Vincent D’Onofrio) getrieben wird - noch für dessen Bruder Jjaks (Keanu Reeves), einen Knastveteranen, der den Verführungskünsten seiner Schwägerin bereits auf der Hochzeit erliegt und mit ihr das Weite sucht. Baigelman müht sich redlich, dieses Trio als Gestrandete eines tristen Lebens in Minnesota zu zeichnen, die sich an ihre letzte Chance für eine bessere Existenz klammern. Aber weder Milieu noch die Verzweiflung der Figuren überzeugen, zumal Baigelman sie in einen unglaubwürdigen, nur in wenigen Momenten absurd-komischen Plot verstrickt, in dem der eifersüchtige und bestohlene Sam seine untreue Frau über den Haufen schießt, die Leiche bei seinem schlafenden Bruder deponiert, der wiederum am nächsten Morgen nach überstandener Überraschungsvisite der Cops den leblosen Körper in einem Wäldchen zu vermeintlich ewiger Ruhe bettet. Schwer nachvollziehbar, wie dieses doch unausgereifte Drehbuch, das mehr schräg sein will als es tatsächlich ist, Prominenz wie Keanu Reeves, Delroy Lindo oder Newcomerin Cameron Diaz für dieses Projekt einnehmen konnte. Der vorliegende, auch in seinen Dialogen oft blasse Film läßt jedenfalls kaum Rückschlüsse darauf zu und erweist sich trotz einiger lichter Momente insgesamt als Enttäuschung. kob.

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