Filmhandlung und Hintergrund

Dritter Film nach den "Dogma 95"- Regeln. Als Kellerpantomime mit Lachgarantie um einiges lockerer als seine zwei Vorgänger.

Unmittelbar nach seiner Hochzeit muß Yuppie Kresten zurück ins heimatliche Lolland, wo er sich um seinen debilen Bruder kümmern muß. Um den elterlichen Bauernhof einigermaßen bewohnbar zu machen, engagiert er eine Haushälterin, die in Wirklichkeit ein Luxuscallgirl aus Kopenhagen ist, die vor Telefonterror geflohen ist. Krestens Ehe zerbricht in dem Maße, in dem er sich auf seine Wurzeln besinnt und um den Bruder sorgt.

Yuppie Kresten muss zurück ins heimatliche Lolland. Er beginnt sich dort um seinen debilen Bruder und den verwaisten Bauernhof zu kümmern, engagiert eine Haushälterin, in die er sich verliebt – und seine noch frische Ehe beginnt zu zerbrechen. Hervorragender Film, der mit grandiosen Schauspielern, zielsicherer Inszenierung und gelungener Situationskomik nicht nur Fans von „Idioten“ und „Das Fest“ anspricht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mifune - Dogma 3: Dritter Film nach den "Dogma 95"- Regeln. Als Kellerpantomime mit Lachgarantie um einiges lockerer als seine zwei Vorgänger.

    Die dänischen Filme, die unter den Vorgaben des berühmten „Dogma ’95“ entstehen, mögen dem Kino nicht, wie gefordert, seine „Unschuld“ wiedergegeben haben, aber bislang sind sie alle höchst spannende, realitätsorientierte packende Studien über die Entscheidungszwänge des modernen Menschen und die Grauzonen seiner Psyche. Soren Kragh-Jacobsen, bisher vorwiegend mit Kinderfilmen hervorgetreten, gelingt mit seiner auf der Berlinale verdient ausgezeichneten Brüder-, Liebes- und Hurenballade eine freche, frische und frivole Seite neben den düsteren Kapiteln von „Das Fest“ und „Die Idioten“.

    Direkt nach seiner Hochzeit muß Yuppie Kresten, weil sein Vater gestorben ist, zurück ins heimatliche Lolland, wo er sich um seinen herzensguten debilen Bruder kümmern muß. Um den elterlichen Bauernhof einigermaßen bewohnbar zu machen, engagiert er eine Haushälterin, die in Wirklichkeit ein Luxuscallgirl aus Kopenhagen ist, die vor Telefonterror geflohen ist. Krestens Ehe zerbricht in dem Maße, in dem er sich auf seine Wurzeln besinnt und um den Bruder sorgt, und weil er sich erst uneingestanden in die Frau verliebt, deren aus dem Internat geflohener jüngerer Bruder das Quartett vervollständigt.

    Der betont lockere, lakonische und herzhaft unvoreingenommene Ton des Films, der mit jeder Menge Situationskomik, heiteren Landpartien im Geiste Jean Renoirs und grandiosen Schauspielerleistungen arbeitet, schlägt ebenso zu Buche wie Kragh-Jacobsens zielsichere, straffe und direkte Inszenierung. Der Titel bezieht sich auf den japanischen Schauspieler Toshiro Mifune in Akira Kurosawas Meisterwerk „Die sieben Samurai“: Kresten macht daraus eine herrliche Kellerpantomime mit Lachgarantie. Von den Schauspielern sei stellvertretend Ibbe Hjelje als Hure mit Energie und Widerhaken genannt, die das Bauernland gehörig aufmischt. Sie und die Orgasmus-Szene zu Beginn, die Meg Ryans Fake-Höhepunkt in den Schatten stellen, sollten ein größeres Publikum erreichen können. ger.

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