Miffo

Kinostart: 16.09.2004

Miffo: Romantische Liebeskomödie aus Schweden über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einem steifen Pastor und einer lebenshungrigen Querschnittsgelähmten.

Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Liebeskomödie aus Schweden über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einem steifen Pastor und einer lebenshungrigen Querschnittsgelähmten.

Das hat er jetzt davon, dass er nicht die von den Eltern gewünschte Karriere als Anwalt anstrebte: In seiner neuen Gemeinde, einem sozialen Brennpunkt ersten Ranges, predigt Nachwuchspfarrer Tobias Carling (Jonas Karlsson) in der Kirche vor insgesamt fünf Menschen! Davon unverdrossen beschließt Carling, die Leute eben daheim zu bekehren. Auf einem dieser Hausbesuche verliebt er sich prompt in die ziemlich süße, doch leider auch äußerst trinkfreudige Rollstuhlfahrerin Carola (Livia Millhagen).

Abgründiger und alkoholgetränkter skandinavischer Humor zieht sich wie ein roter Faden durch die in jeder Hinsicht unorthodoxe Liebeskomödie des jungen schwedischen Regisseurs Daniel Lind Lagerlöf. „Miffo“ bedeutet im übrigen im schwedischen Slang soviel wie Schwachkopf oder Idiot.

Tobias ist ein frischgebackener junger Pastor, der mit viel Elan und gutem Willen eine Gemeinde in einer heruntergekommenen Betonvorstadt übernimmt. Nach kurzer Zeit muss er feststellen, dass seine gutbürgerliche Erziehung nicht unbedingt die beste Vorbereitung auf die Realität war. Da begegnet er der ausgesprochen lebensbejahenden, querschnittsgelähmten Carola und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen - ganz im Gegensatz zu seiner spießigen Familie.

Der frischgebackene, hoch motivierte Jungpriester Tobias übernimmt die Gemeinde eines heruntergekommenen Vororts. Doch seine Schäfchen haben mit der Kirche nicht viel am Hut. Dem Nachwuchsgeistlichen bleibt also nichts anderes übrig, als seine Gemeinde vom Christentum zu überzeugen. Da trifft er auf die querschnittsgelähmte Sozialhilfeempfängerin Carola. Sie raucht, trinkt, flucht und erobert Tobias‘ Herz im Sturm. Liebe auf den ersten Blick, wären da nicht noch Tobias Exfreundin sowie seine spießigen Eltern.

Bilderstrecke starten(9 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Miffo

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Miffo: Romantische Liebeskomödie aus Schweden über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einem steifen Pastor und einer lebenshungrigen Querschnittsgelähmten.

    Querschnittslähmung, Armut, Alkoholabhängigkeit, die Suche nach Gott - schwere Themen verpackt diese romantische Erfolgskomödie aus Schweden mit dem berühmten trockenen nordischen Humor und luftig leichter Lakonie, die es so einfach macht, Tragik und Komik in der Balance zu halten. „Miffo“ hat im schwedischen Slang die Bedeutung „Freak“ oder „Idiot“, und dass die Hauptfigur aus Liebe bisweilen wie einer handelt, ist so nah an der Realität wie die Inszenierung des jungen Regisseurs Daniel Lind Lagerlöf und das Drehbuch seiner Partnerin Malin Lind Lagerlöf, die damit im letzten Jahr beim Hollywood Film Festival und beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg gewannen.

    Tobias (Jonas Karlsson) ist ein frischgebackener junger Pastor aus gutbürgerlichem Elternhaus, der mit viel Elan und gutem Willen eine Gemeinde in einer heruntergekommenen Betonvorstadt übernimmt, und hier zur Not auch bereitwillig Klinken putzt, wenn die Bewohner Gottes Ruf nicht folgen wollen. Zu denen gehört auch die lebenslustige, querschnittsgelähmte Sozialhilfeempfängerin Carola (Livia Millhagen), die Tobias eines Tages die Tür öffnet, ihn unversehens anpumpt, wie ein Schlot raucht, wie ein Loch trinkt und wie der Teufel flucht. Für Tobias Liebe auf den ersten Blick! Der junge Geistliche hat aber außerdem noch ein Talent für Fettnäpfchen jeglicher Art, eine Ex-Freundin, die auf eine zweite Chance hofft und spießige Eltern, die mit Carola an seiner Seite gar nicht einverstanden sind.

    Das schwedische Filmemacher-Team Daniel und Malin Lind Lagerlöf, bekannt geworden mit dem Ausbrecher-Film „Vägen ut“, beweist ein gutes Gespür für Timing, das mal mit flinken Schwenks, Jump-Cuts oder langen Einstellungen und ungewöhnlichen Kameraperspektiven perfekt umgesetzt wird - inklusive des „göttlichen“ Blicks aus der Vogelperspektive auf die Schäfchen, die sich das Leben auf der Erde allzu schwer machen. Denn das Absurde an der zweifellos skandinavischen Komödie liegt in diesem Fall nicht zwingend im Ensemble skurriler Charaktere, sondern darin, dass der privilegierte Sohn aus gutem Haus mit dort gemachten Problemen so viel schwerer zu kämpfen hat als eine querschnittsgelähmte Sozialhilfeempfängerin im verarmten Vorstadtghetto. Da wirkt der gut Situierte plötzlich selber wie der „freakige“ Außenseiter, dessen wohl geordnetes Leben mit einem Mal völlig aus den Bahnen läuft. „Miffo“ rückt mit seiner entrückten Leichtigkeit alles „Unnormale“ zurecht, lässt die Leidtragende statt selbstmitleidig ein Ausbund an Fröhlichkeit sein, den Geistlichen ein höchst frivoles Privatleben führen und macht als bewegende und mit einem traumhaften Happy End versehene Variante der schwedischen Tragikomödie um Genreklischees mit glaubhaften Charakteren und optimistischer Haltung einen ganz weiten Bogen. deg.

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Miffo