Metropolis (restaurierte Fassung von 2010)

Kinostart: 12.05.2011

Filmhandlung und Hintergrund

Von der Murnau-Stiftung und ihren Partnern restaurierte Fassung des Klassikers, die eine 2008 in Argentinien entdeckte originale Verleihkopie von 1927 zur Grundlage hat. Der um rund 20 Minuten längere Film wurde u. a. mithilfe der Originalmusik von Gottfried Huppertz neu geschnitten.

Metropolis ist zweigeteilt: Während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, der Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die „Unterstadt“, weil er sich in Maria, die „Heilige der Unterdrückten“, verliebt hat. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der Erfinder Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können. Der Plan geht zunächst auf: die aufgebrachte Menge fängt an, die Maschinen zu zerstören.

In der Stadt Metropolis revoltieren nach einer Intrige die unterdrückten Arbeiter gegen die auf der Oberfläche lebenden Reichen. Um rund 20 Minuten restaurierte Fassung des Science-Fiction-Klassikers von Fritz Lang aus dem Jahr 1927.

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Darsteller und Crew

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  • Fritz Lang
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  • Gustav Fröhlich
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  • Brigitte Helm
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  • Alfred Abel
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  • Rudolf Klein-Rogge
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  • Theodor Loos
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  • Erwin Biswanger
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  • Olaf Storm
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  • Hanns Leo Reich
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  • Heinrich Gotho
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  • Margarete Lanner
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  • Max Dietze
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  • Walter Kühle
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  • Arthur Reinhardt
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  • Erwin Vater
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  • Grete Berger
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  • Olly Böheim
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  • Ellen Frey
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  • Lisa Gray
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  • Rose Lichtenstein
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  • Helene Weigel
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  • Beatrice Garga
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  • Annie Hintze
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  • Helen von Münchhofen
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  • Hilde Woitscheff
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  • Fritz Alberti
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  • Ilse Davidsohn
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  • Thea von Harbou
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  • Erich Pommer
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  • Karl Freund
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  • Günther Rittau
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  • Konstantin Tschet
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  • Helmar Lerski
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  • Gottfried Huppertz
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  • Frank Strobel
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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      METROPOLIS von Fritz Lang aus dem Jahr 1927 gehört zu den einflussreichsten Klassikern und wurde als erster Film ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Die Schreckensvision einer mechanisierten Massen- und Klassengesellschaft wurde zum Stil prägenden Vorbild für Science-Fiction-Filme und die Popkultur. So spannend wie der Film ist seine Geschichte. Bereits vor dem Kinostart wurde METROPOLIS das Opfer von Verstümmelungen, die Premierenfassung galt trotz intensiver Recherchen über Jahrzehnte hinweg als verschollen und verloren. Erst als 2008 Filmmaterial in Buenos Aires entdeckt wurde, ließ sich das Meisterwerk mit mehr als 20 bisher fehlenden Minuten nahezu vollständig rekonstruieren. Die Murnau-Stiftung und ihre Partner leisteten dabei Pionierarbeit, denn das gefundene Material, das auf eine argentinische Verleihkopie aus den 1920er Jahren zurück geht und in den 70ern mangelhaft umkopiert worden war, musste in bisher neuartiger Weise digital restauriert werden. Die Mühe hat sich gelohnt: Durch die wieder eingefügten Einstellungen erklären sich einzelne Figuren überraschend neu in ihrer Funktion für die Geschichte. Szenen wie die Überschwemmung der Stadt mit der finalen Verfolgungsjagd erhalten bedeutend mehr Spannung. Die deutliche Kenntlichkeit des alten Materials macht die Wiederherstellung des legendären filmischen Torsos sichtbar. Auch die neu-editierte Originalmusik von Gottfried Huppert trägt dazu bei, dass METROPOLIS zu einem neuen Filmerlebnis wird.

      Jurybegründung:

      Es ist eines der einflussreichsten Werke der Filmgeschichte. Ridley Scotts BLADE RUNNER wäre ohne das Vorbild METROPOLIS unmöglich gewesen, das Labor von Rotwang findet sich in den FRANKENSTEIN-Verfilmungen wieder, in Godards ALPHAVILLE und Kubricks DR. STRANGELOVE sind Verweise auf diesen Monumentalfilm -- den seit seiner Premiere niemand so sehen konnte, wie Fritz Lang ihn gedreht und geschnitten hat. METROPOLIS wurde gleich nach der Uraufführung drastisch gekürzt, ein Viertel des Film galt als verloren, und über Jahrzehnte wurde versucht, ihn so vollständig wie möglich zu restaurieren. Vor einigen Jahren war dann der Fund eines 16mm Negativs in Buenos Aires der Durchbruch, und nun gibt es eine nahezu vollständige Fassung von METROPOLIS, bei der die wiederentdeckten Fragmente zwar an ihrer Bildqualität klar erkennbar sind, sich aber dennoch erstaunlich gut in das restliche Material einfügen. Denn durch sie fließt die Erzählung viel besser. Dramaturgische Holprigkeiten, die bisher als Schwächen bei Drehbuch und Inszenierung angesehen wurden, sind verschwunden. So wird etwa nun die Motivation von Rotwangs Rache durch seine kultische Verehrung von Hel, die ihn für Federsen verließ und bei der Geburt von Freder starb, verständlich. Die Handlungsstränge um den Arbeiter Nr. 11811, Fredersens entlassenen Sekretär Josaphat und Fredersens Spion den Schmalen geben dem Film eine epische Qualität, die ihm bisher fehlte. Besonders überrascht, dass auch spannende Sequenzen mit beträchtlichem Show-Wert wie etwa die Rettung der Kinder aus der überfluteten Arbeiterstadt oder Marias Flucht vor dem rasenden Mob damals der Schere zum Opfer fielen. Wenn hierbei Maria für ihr Ebenbild, den Maschinenmenschen, gehalten wird, spiegelt dies die frühere Verwechslung von Johann mit dem Arbeiter Nr. 11811 durch den Schmalen wider, und auch dieser Rhythmus des Erzählens ging durch die Kürzungen verloren. So ist es dank der sorgfältigen Restaurierung möglich, nun einen komplexeren und besseren Film zu sehen, der zudem sehr durch die Originalmusik von Gottfried Huppertz gewinnt, die 1926 bei der Uraufführung gespielt wurde und ausgehend von einem Klavierauszug und Manuskripten des Komponisten neu aufgelegt und vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin eingespielt wurde. Die restaurierte Fassung von Fritz Langs METROPOLIS ist ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Und dass zum Glück nicht versucht wurde, die Risse (unterschiedliche Bildqualität) und Lücken (die immer noch fehlende Sequenz, auf die mit Zwischentiteln hingewiesen wird) zu kaschieren, verstärkt nur die Aura des Films.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Metropolis (restaurierte Fassung von 2010): Von der Murnau-Stiftung und ihren Partnern restaurierte Fassung des Klassikers, die eine 2008 in Argentinien entdeckte originale Verleihkopie von 1927 zur Grundlage hat. Der um rund 20 Minuten längere Film wurde u. a. mithilfe der Originalmusik von Gottfried Huppertz neu geschnitten.

      Von der Murnau-Stiftung und ihren Partnern restaurierte Fassung des Klassikers von Fritz Lang, die eine 2008 in Argentinien entdeckte originale Verleihkopie von 1927 zur Grundlage hat. Der um rund 20 Minuten längere Film wurde u. a. mithilfe der Originalmusik von Gottfried Huppertz neu geschnitten. Ein Genuss für jeden Cineasten.

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