Messerscharf - Tödliche Wege der Liebe

  1. Ø 0
   2002
Messerscharf - Tödliche Wege der Liebe Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Messerscharf - Tödliche Wege der Liebe: Profilerin Michelle zieht nach einer schweren psychischen Krise bei einem völlig Unbekannten in dessen Berliner Wohnung ein. Doch die Verdachtsmomente verstärken sich, dass es sich bei ihm um einen gesuchten Messermörder handelt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Profiler“ sind Menschen, die sich perfekt in die Psyche eines Täters versetzen können. In Kino und Fernsehen werden sie meist eingesetzt, um Serienmörder zu jagen. Doch BKA-Profilerin Michelle Eisner (Ann-Kathrin Kramer), die für Sat.1 schon vor drei Jahren im Milieu der Callboys ermittelte, hat einen Fehler gemacht: Weil sie einen Kindermörder wieder laufen ließ, ist ein kleiner Junge gestorben. Jetzt ist sie ganz unten. Deshalb wird sie eingeführt wie sonst im Kino nur ganz abgewrackte Privatdetektive: Als man sie zum ersten Mal sieht, liegt sie als Schnapsleiche inmitten eines Haufen leerer Flaschen. Als nächstes fährt sie zur Beerdigung des Kindes nach Berlin, nur um dort in der Gosse zu landen.

    Prompt läuft Michelle in der Hauptstadt dem nächsten Serienkiller geradewegs in die Arme: Seit einiger Zeit werden reihenweise Prostituierte ermordet. Und ausgerechnet der einsame Schriftsteller Hielmann (Peter Lohmeyer), der Michelle bei sich aufnimmt, scheint der Täter zu sein: Die Opfer haben allesamt bei ihm genächtigt. Außerdem wurden sie auf dem Gelände just jener maroden Fabrik zu Tode gequält, die ihm und seinem Bruder (Heinrich Schmieder) gehört. Und der ist auch nicht ohne: Seine Freundin (Catrin Striebeck) klagt immer wieder über seine sadistischen Anwandlungen, zumal er – wie der Mörder – eine Vorliebe für Messer hat. Der Reiz der Geschichte entwickelt sich nun auf zwei Ebenen: Michelle verguckt sich ein bisschen in den Schriftsteller, der sich des Nachts immer wieder aus dem Haus schleicht; und selbstredend gerät sie auch selbst in Gefahr.

    Angeliki Antoniou inszeniert den Film ohne die üblichen Schockeffekte. Dafür ist der Ekeleffekt mitunter um so größer: Detailliert wird geschildert, wie der Mörder seine Opfern misshandelt. Wenn man bedenkt, dass bei Filmen um diese Uhrzeit Rücksicht auf Zwölfjährige genommen werden soll (ganz zu schweigen von vielen kleineren Kindern, die dann noch zuschauen), ist das teilweise ganz schön starker Tobak. Sehenswert ist „Messerscharf“ dennoch, weil der Film seine Geschichte (Drehbuch: Britta Stöckle) immer wieder mit optischen Mitteln erzählt. Ganz stark ist zum Beispiel eine Szene, in der die Beamtin mit dem Gedanken spielt, sich vor eine S-Bahn zu stürzen. Doch sie spielt sich ausschließlich im Kopf des Zuschauers ab; zu sehen sind allein Kramer und die S-Bahn. tpg.

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