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Melinda und Melinda (2004) Film merken

Originaltitel: Melinda and Melinda
Melinda und Melinda Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Melinda und Melinda: Witzige Komödie von Woody Allen, der eine tragische und eine komische Beziehungsgeschichte aus denselben Personenkonstellationen entwirft.

In einem Lokal in Chinatown erörtern zwei Paare anhand plastischer Beispiele die unterschiedliche Wahrnehmung der Liebe als wahlweise eine heiter-schöne oder tragisch-deprimierende Angelegenheit. In Beispiel Nummer 1 verlässt die Heldin Melinda Mann und Kind wegen eines Windhundes und tröstet sich mit Drogen über die erfolglose Suche nach Mr. Right hinweg. In der zweiten Variante muss sich die stets für ein Abenteuer empfängliche Melinda zwischen dem Mann der Träume oder dem Ehemann der besten Freundin entscheiden.

Woody Allen

In einem Restaurant in Chinatown diskutieren zwei intellektuelle Paare über die Mysterien der Liebe – darüber, warum das Leben für den einen wunderbar, für den anderen schrecklich scheint. Daraus entspinnt sich eine tragische und eine komische Geschichte: In der ersten platzt die hübsche Melinda unangemeldet in das Haus einer Collegefreundin, nachdem sie Mann und zwei Kinder wegen eines windigen Fotografen verlassen hat, der sie prompt sitzen ließ. In der zweiten stört Melinda als nettes girl next door die selbe Situation.

Ein Gespräch über die Mysterien der Liebe und die Tatsache, dass es Optimisten und Pessimisten gibt, bildet den Rahmen für zwei Episoden, die sich um eine Hauptfigur ranken. Die titelgebende Melinda platzt jeweils in eine kleine Dinner-Party hinein. Im tragischen Segment verkörpert sie eine alte Freundin der zwei anwesenden Frauen, im komischen eine Fremde, die gerade 28 Schlaftabletten geschluckt hat. Es folgen jeweils ihre Aufnahme in der Wohnung, endlose Wortgefechte und eine (unglückliche) Liebesaffäre.

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Kritikerrezensionen

  • Warum sehen wir das Leben mal als Komödie, mal als Tragödie, wann ist das Glas halb voll, wann ist es halb leer? Diese existenzielle Frage bewegt ein paar sophisticated People in Manhattan. Aus der Vorgabe – eine junge Frau versucht ihr verpfuschtes Leben wieder in Ordnung zu bringen – entwickeln sich zwei völlig verschiedene Stories. Woody Allens seit langem witzigstes Werk feiert in Hof Deutschlandpremiere.

    In einem winzigen Restaurant in Chinatown diskutieren zwei intellektuelle Paare über Gott und die Welt, und natürlich über die Mysterien der Liebe, woran es liegen kann, warum das Leben für den einen wunderbar, für den anderen schrecklich scheint. Daraus entspinnt sich die Geschichte der “doppelten” Melinda. In der tragischen Variante platzt die hübsche Blonde unangemeldet in ein Dinner, was die verwöhnte Laurel, verheiratet mit einem Schluckspecht von Schauspieler, für einen möglichen Produzenten gibt. Die ungebetene Besucherin und College-Freundin der Hausherrin verließ Mann und zwei Kinder im Mittelwesten wegen eines windigen Fotografen (der sie prompt sitzen ließ), tröstet sich mit Alkohol und Pillen und sucht verzweifelt Mr. Right.

    In der komischen Variante ist Melinda das nette girl next door, das ebenfalls unangemeldet das Dinner ihrer Nachbarn stört, einer ehrgeizigen Regisseurin und ihrem arbeitslosen Schauspieler-Gatten Hobie. Die Handlung springt zwischen den beiden Konstellationen hin und her, zwischendurch dürfen auch die sich an fernöstlichen Köstlichkeiten delektierenden klugen Köpfe ihren Senf dazugeben. In der tragischen Version lehnt das Mädel den ihr auf dem Tablett präsentierten netten, aber langweiligen Zahnarzt ab und verliebt sich statt dessen in einen charmanten Piano-Player, der sich nach einer kurzen Affäre zur ebenso musikliebenden Laurel hingezogen fühlt und bei der Düpierten eine Depression auslöst. Ganz anders die Abfolge bei der positiv denkenden Neu-New Yorkerin. Sie vergnügt sich mit einem sexy Typen zum Entsetzen von Hobie, der sich nach ehelicher Trennung nichts Schöneres vorstellen kann als eine Beziehung mit Frau Nachbarin – was natürlich erst nach einigen Irrwegen klappt.

    Woody Allens Manhattan ist wieder Schauplatz von Liebeshändel, Seitensprung, Scheidung und Neuanfang, dem ganz verflixten und normalen Gefühlschaos. Dabei entpuppt sich Radha Mitchell in der Doppelrolle als moderne Kim Novak, ob hysterische Heulsuse oder lebenslustige Lady, sie kriegt beides hin. Will Ferrell mimt Allens Alter Ego als verbal und liebesmäßig ungeschickter Hobie, dem immer die falschen Worte zum falschen Zeitpunkt einfallen. Freuen darf man sich über die politische Unkorrektheit, wenn Allen sich über das “shopping und lunching” der 5th Avenue-Damen lustig macht, seine kommunikationsunfähigen Helden trinken, qualmen und die Ehe fröhlich brechen lässt. “Melinda und Melinda” wird bevölkert von Menschen, die man wegen ihrer Schwächen einfach mögen muss. Ein pfiffiges Allen-Movie: Beste Ironie, treffsichere Dialoge, skurriles Personal, jazzige Klänge. Nach diesem Film ist das Glas halbvoll. mk.

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