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Meine Tochter Anne Frank

   Kinostart: 18.02.2015
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Doku-Drama ist die erste große deutsche Verfilmung der kurzen Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens aus Frankfurt.

Der Kaufmann Otto Frank kehrte 1945 aus dem Vernichtungslager Auschwitz in die Niederlande zurück. Seine Frau Edith und seine beiden Töchter Margot und Anne überlebten den Holocaust nicht. Kurze Zeit später wurde Otto Frank das Tagebuch seiner jüngsten Tochter Anne übergeben, das man im ehemaligen Versteck der Familie gefunden hatte. Anne beschreibt darin den Alltag im Hinterhaus-Versteck, erzählt von ihren Ängsten und Sorgen, aber auch vom Erwachsenwerden, der ersten Liebe und Träumen für die Zukunft. Durch ihr Vermächtnis lernt Otto Frank seine geliebte Tochter ganz neu kennen.

Doku-Drama über das Leben der jungen Jüdin Anne Frank aus der Sicht ihres Vaters Otto Frank.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Meine Tochter Anne Frank: Das Doku-Drama ist die erste große deutsche Verfilmung der kurzen Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens aus Frankfurt.

    Raymond Ley hat für sein großartiges Dokudrama neue Perspektiven und mit der jungen Mala Emde eine tolle Hauptdarstellerin gefunden.

    Die weltberühmte Geschichte von Anne Frank ist dank eines Bühnenstücks, diverser Spielfilme und verschiedener Dokumentationen derart hinlänglich bekannt, dass eine weitere Verfilmung eigentlich unnötig erscheint. Auch das Drehbuch von Hannah und Raymond Ley kann die Geschichte des Mädchens nicht neu erfinden, schildert sie aber aus einem ungewohnten Blickwinkel: Anne Frank bleibt selbstverständlich Erzählerin und somit zentrale Figur der Handlung, doch ihr Vater nimmt ungleich mehr Raum ein als in den anderen Filmen. Auf diese Weise kann auch das Nachkriegsgeschehen berücksichtigt werden, denn Otto Frank, eindrücklich und mit viel Sympathie von Götz Schubert verkörpert, ist der einzige aus der Familie, der die Deportation in ein Vernichtungslager überlebt hat. Die eigentliche Spielhandlung beginnt mit seiner Rückkehr aus Auschwitz nach Amsterdam im August 1945. Er besucht das Versteck, das sich die Franks über zwei Jahre lang mit vier weiteren Personen geteilt haben, und erinnert sich, wie seine lebhafte Tochter ihr Zimmer umgehend mit Fotos von Filmstars dekoriert hat. Mit einem einfachen, aber brillanten Effekt sorgt Ley dafür, dass die beiden Zeitebenen miteinander verschmelzen: Vater Frank steht vor der Wand, tritt einen Schritt zurück, seine Tochter kommt ins Bild und klebt die Fotos auf eine Glaswand vor der Kamera. Dieser Metaebene bedient sich der Film immer wieder, wenn Anne beispielsweise auf ihrem Bett sitzt und die Wände ringsherum zu Projektionsfläche etwa für Wochenschaubilder werden. Die Verquickung von Spielszenen und zeitgenössischem Material sind oft die Schwachstelle von Dokudramen, weil gute Dokumentaristen nicht automatisch auch gute Regisseure sind. Bei Ley (zuletzt „Eine mörderische Entscheidung“) sind die Szenen im Versteck jedoch weit mehr als bloß eine Illustration der Tagebucheintragungen. All das macht „Meine Tochter Anne Frank“ zu einem wichtigen und herausragenden Film. Zum Fernsehereignis aber wird das Werk durch die Hauptdarstellerin: Die praktisch unbekannte Mala Emde gibt der jungen Frau ein Gesicht, das gleichzeitig bekannt wirkt und doch aufregend neu ist. Abgerundet wird das Dokudrama durch Interviews mit Menschen, die Anne kannten, die meisten Schulfreundinnen. Natürlich ist „Meine Tochter Anne Frank“ letztlich tieftraurig. Trotzdem ist der Film erstaunlich kurzweilig; die neunzig Minuten verfliegen im Nu. tpg.

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