Meine Heimat Afrika

  

Filmhandlung und Hintergrund

In Namibia gedrehtes TV-Abenteuerdrama mit Christine Neubauer in der Hauptrolle.

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Kritikerrezensionen

  • Meine Heimat Afrika: In Namibia gedrehtes TV-Abenteuerdrama mit Christine Neubauer in der Hauptrolle.

    Es seien „die Augen ihrer Ahnen“, sagt ein alter Afrikaner über die namibischen Turmaline, und natürlich ist der Fundort der bunten Kristalle daher ein heiliger Ort. Aber das kapiert der weiße Geschäftemacher Ron Lehndorf (Michael Roll) einfach nicht. Er will das Land rund um eine frühere Diamantenmine kaufen, um darauf einen Erlebnispark zu errichten.

    Das ist zwar absurd, weil sich in das gottverlassene Kaff ohnehin keine Touristen verirren, doch die Ignoranz gegenüber den Traditionen der Eingeborenen ist Voraussetzung für einen der beiden zentralen Konflikte dieser Geschichte. Es ist der reizvollere Teil, denn er bietet Einblicke in eine ebenso exotische wie faszinierende Kultur.

    Doch auch die zweite Ebene des Drehbuchs (Susanne Beck, Thomas Eifeler) ist nicht uninteressant: Jahrzehnte nach ihrem Umzug von Namibia nach Deutschland erfährt Lehrerin Hanna (Christine Neubauer), dass ihr Vater keineswegs, wie die Mutter immer behauptet hat, vor langer Zeit gestorben ist. Er hat im Gegenteil immer wieder versucht, Kontakt mit Hanna aufzunehmen, doch ihre Mutter hat das konsequent unterbunden. Nun ist der Vater tatsächlich tot, Hanna kommt zu spät zur Beerdigung und erfährt außerdem zu ihrer Verblüffung, dass sie eine jüngere Schwester (Dennenesch Zoudé) hat. Sumah freut sich über Papas Erbe, ein großzügiges Grundstück, weil sie mit dem Verkaufserlös endlich aus ihrem öden Alltag ausbrechen kann. Zu Suhmas Leidwesen will Hanna das Land behalten, schließlich steht dort ihr Elternhaus. Gatte Andreas (Bernhard Schir) hat ebenfalls kein Verständnis für Hannas Entschluss; allerdings hütet er auch ein Geheimnis, dessen Enthüllung das Ende der Ehe bedeuten könnte.

    In der Regel gibt es zwei Gründe, warum deutsche Produzenten im Ausland drehen: Meistens ist es billiger, und die fremdartigen Landschaften bieten einen zusätzlichen optischen Reiz. Von letzterem kann in diesem Fall keine Rede sein: Die Gegend, durch die Christine Neubauer unverdrossen stapft, ist ein unwirtlich staubiger, ständig stürmischer Winkel Afrikas. Tatsächlich muss der Drehort diesmal auch nicht durch irgendwelche Alibis legitimiert werden: Die Geschichte ist durchaus glaubhaft. Dass das Land bis zum Ersten Weltkrieg deutsche Kolonie war („Deutsch Südwest“), ist allerdings keine hinreichende Erklärung für das fließende Deutsch, dass die Eingeborenen beherrschen. Andererseits lernt man auf diese Weise vom weisen Moses (Chris April), dass in Afrika „nicht alles schwarz oder weiß ist, es ist viel komplizierter.“ tpg.

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