Mein Mann, ein Mörder

  1. Ø 3.8
   2013
Mein Mann, ein Mörder Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Mein Mann, ein Mörder: Thrillerdrama um eine Ehefrau, die ihren Mann des Mordes an seiner Geliebten verdächtigt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Klassischer Thriller mit Überraschungseffekt: Veronica Ferres und Ulrich Noethen ergänzen sich in diesem sehenswerten Katz-und-Maus-Spiel vortrefflich.

    Im Gegensatz zum Arbeitstitel („Das Herz ist eine leichte Beute“), der eine romantische Komödie vermuten ließ, kommt „Mein Mann, ein Mörder“ der Sache schon näher, trifft den Kern dieses raffiniert konzipierten Dramas jedoch ebenfalls nur ungenau. Im Grunde ist das Etikett ohnehin völlig nebensächlich, weil Lancelot von Naso nach „Waffenstillstand“ und „Die Braut im Schnee“ erneut ein bemerkenswerter Film gelungen ist. Wie die Arbeiten zuvor besticht auch dieser atmosphärisch vielschichtige Ehekrimi durch herausragende darstellerische Leistungen. Vom sorgfältigen Entwurf der Hauptfiguren profitiert vor allem Ulrich Noethen, dessen Rolle angenehm kontrastreich ist: Paul Frei bringt Führungskräften bei, wie sie unter Druck stark sein können, eine Eigenschaft, die er selbst auch ganz gut brauchen könnte, denn jeder Widerstand erlahmt, sobald seine Geliebte (Esther Zimmering) die sprichwörtlichen Waffen einer Frau einsetzt. Nora Novak heißt sie, ein Name wie ein Pseudonym, das nicht ohne Grund Assoziationen an die großen Klassiker des Spannungskinos weckt: Die Dame ist ein Luder, das ein ziemlich böses Spiel mit seinem Opfer treibt. Natürlich ist Paul verheiratet, doch das Verhängnis dieser Affäre nimmt einen ganz anderen Verlauf, als man es aus vielen anderen Filmen dieser Art kennt: Von einer Liebesreise nach Prag kehrt er allein zurück, angeblich hat er Schluss gemacht, und zwar endgültig, wie Noras mehrfach als Zwischenschnitt eingefügter Sturz aus dem Fenster nahe legt. Kurz drauf taucht Noras Ex-Freund (Mehdi Nebbou) mit Beweisen für ihren Tod auf und verlangt viel Geld für sein Schweigen.

    Von Naso erzählt die Geschichte längst nicht geradlinig, auch wenn sich die Handlung fein säuberlich in drei Akte aufteilen lässt. Großen Anteil an der optischen Qualität des Films (Kamera: Felix Cramer) haben die vielen Außenaufnahmen etwa auf dem Münchener Hauptbahnhof oder im Zoo, ganz zu schweigen von einer wichtigen Szene in der Oper. Äußerst gelungen ist auch eine Zugsequenz, als Minette den vermeintlich in Frankfurt weilenden Gatten kurzerhand bis in den Speisewagen nach Prag verfolgt. Den größten Reiz macht jedoch das Katz-und-Maus-Spiel des Ehepaars aus, zumal es die Rollen mehrfach tauscht. Ein stiller Thriller, großartig gespielt und inszeniert, der am Schluss, wie es sich für das Genre gehört, noch einen Überraschungseffekt zu bieten hat. tpg.

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