Filmhandlung und Hintergrund

Schräge Versuchsanordnung in Sachen Liebe und Sexualität von Bertrand Blier.

Marie ist eine schöne, junge Hure, die ihren Beruf fast bis zur Selbstaufgabe liebt. Eines Nachts nimmt sie den vor ihrer Wohnung liegenden Clochard Jeannot auf, versorgt und verliebt sich in ihn. Schon bald wird Jeannot ihr Zuhälter, hält sich eine dralle Maniküre als Geliebte und wirft Maries Einnahmen fürs Lotterleben hinaus. Nach der Trennung von Jeannot lernt Marie den Arbeitslosen Jean-François kennen.

Marie liebt es, eine Hure zu sein. Als sie eines Tages den Penner Jeannot vor ihrer Haustür findet, nimmt sie ihn auf, pflegt ihn – und verliebt sich in ihn. Die beiden beginnen ein Verhältnis und Jeannot wird Maries Zuhälter. Ihr Glück wird jedoch empfindlich gestört, als Jeannot anfängt, auch die beiden Nachbarsmädchen Sanguine und Melissa unter seine Obhut zu nehmen. Von der Liebe enttäuscht, nimmt Marie Jeannots Verhaftung schließlich kaum noch wahr. Doch nach fünf Jahren steht ihr Ex-Liebhaber plötzlich wieder vor der Tür.

Die Hure Marie verliebt sich in den Penner Jeannot. Doch dieser hat bald nur noch Interesse daran, ihren Körper anderen Männern anzubieten. Enttäuscht zieht sich die „heilige Hure“ zurück. Außergewöhnliche Milieustudie, die mit einem silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

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Kritikerrezensionen

  • Mein Mann: Schräge Versuchsanordnung in Sachen Liebe und Sexualität von Bertrand Blier.

    „Mon homme“ ist eine der verrückten filmischen Versuchsanordnungen des schrägen Lebens, für die Autor und Regisseur Bertrand Blier („Abendanzug“, „Zu schön für dich“) zurecht berühmt ist. Seine neueste Kreation aus dem Hause Liebe und Sexualität in Zeiten des postmodernen Paris geht dem Klischeebild der Hure mit dem großen Herzen und der Realität der Prostitution nach: in delikaten Bildern, süffisant und mit wunderbaren Schauspielern.

    Marie (Anouk Grinberg, 1990 für „Merci la vie“ entdeckt) ist eine junge und schöne Hure, die ihren Beruf liebt, die gut ist in ihrem Gewerbe und die Männer liebt: leidenschaftlich bis zur Selbsthingabe. Eines Nachts nimmt sie den vor der Treppe zu ihrer Wohnung liegenden Clochard Jeannot (Gérard Lanvin) auf, versorgt ihn und verliebt sich in den Mann mit der Vorliebe für die Hundestellung. Als sich Jeannot anbietet, ihr Zuhälter zu werden, ändert sich ihr Leben dramatisch. Denn als Lude gewinnt Jeannot schnell Format, hält sich die dralle Maniküre Sanguine (Valeria Bruni-Tedeschi, die Drehbuchautorin aus „Les Menteurs“ BF 9/96) als Geliebte und wirft Maries satte Gewinne fürs Lotterleben raus: Gefängnis, Trennung. Marie lernt den arbeitslosen Jean-François („Husar auf dem Dach“ Olivier Martinez) kennen: zwei Kinder, Entfremdung. Da taucht Jeannot, nach Knast und Witwenerfahrung mit Sabine Azéma wieder auf: Er bittet um Vergebung – alle Frauen. Bliers Schauspielern zuzusehen, ist ein Genuß, bis zur letzten Nebenrolle vollendete Charaktere: Gérard Lavin, einer der leading men Galliens, hat eine großartige Metamorphose von der Weinleiche mit Schläfenblut bis zum „Mac“ (Lude) zu meistern. Kontrovers im Thema – können Huren lieben oder gar mit Kunden einen Orgasmus haben -, witzig in den Dialogen, ausgesucht elegant in der Kamera, ironisch in der Musikauswahl („Barry White, das ist Prostitutionsmusik“) und mit kleinen Verfremdungseffekten (Publikumsansprachen, Vorblenden): Der ideale Filmstoff für Filmkunsthäuser, Gilde-Kinos und Programmkinos. ger.

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