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Mein Leben in Rosarot

   Kinostart: 06.11.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Sensible und liebenswerte Geschichte eines Siebenjährigen, der lieber ein Mädchen wäre. Mit Poesie erzählt.

Der kleine Ludovic möchte viel lieber ein Mädchen als ein Junge sein. Und davon läßt er sich durch nichts abbringen. Seine Eltern sind zwar sehr großzügig und verständnisvoll, doch als ihr Kleiner bei einer Einweihungsfeier im Kleidchen auftaucht, reagieren Nachbarn und Bekannte mit Ablehnung und Ausgrenzung. Sein Vater verliert schließlich sogar seinen Job.

Ludovic möchte viel lieber ein Mädchen statt eines Jungens sein, träumt sich deshalb in seine eigene Welt und läuft auch des öfteren in Mädchenkleidern rum. Das Tabuthema wurde in einem Feel-Good-Movie sehr sensibel und mit Poesie umgesetzt.

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Darsteller und Crew

  • Michèle Laroque
    Michèle Laroque
    Infos zum Star
  • Jean-Philippe Écoffey
    Jean-Philippe Écoffey
  • Hélène Vincent
    Hélène Vincent
  • Georges du Fresne
    Georges du Fresne
  • Daniel Hanssens
    Daniel Hanssens
  • Laurence Bibot
    Laurence Bibot
  • Jean-François Gallotte
    Jean-François Gallotte
  • Caroline Baehr
    Caroline Baehr
  • Julien Riviere
    Julien Riviere
  • Marie Bunel
    Marie Bunel
  • Alain Berliner
    Alain Berliner
  • Chris Vander Stappen
    Chris Vander Stappen
  • Carole Scotta
    Carole Scotta
  • Yves Capé
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  • Sandrine Deegen
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  • Dominique Dalcan
    Dominique Dalcan

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mein Leben in Rosarot: Sensible und liebenswerte Geschichte eines Siebenjährigen, der lieber ein Mädchen wäre. Mit Poesie erzählt.

    Der erste lange Spielfilm des Belgiers Alain Berliner entwickelte sich bei der „Quinzaine“ schnell zum Geheimtip. Die liebenswerte Geschichte des siebenjährigen Ludovic, der so gerne ein Mädchen wäre, eroberte die Herzen im Sturm. Aber auch die Einkäufer standen Schlange: Der Film mit einem Budget von 21 Mio. Frs wurde schon während des Festivals für 14 Mio. Frs in 25 Länder verkauft.

    Das Thema kindlicher Suche nach sexueller Identität, die Frage, was tun, wenn der Junge in Mädchenkleidern herumläuft, sich schminkt und mit Puppen statt mit Panzern spielt, gilt als filmisches Tabu. Der 34jährige Regisseur ließ sich nicht davon abschrecken, behandelt das diffizile Sujet mit Fingerspitzengefühl, Ernsthaftigkeit und einer ungewohnten Prise Poesie.

    Die Eltern des siebenjährigen Ludovic, die noch zwei andere, „ganz normale“ Kinder haben, tolerieren das ungewöhnliche Verhalten ihres Sprößlings, halten es für eine vorübergehende Phase. Auch als der Junge als Mädchen verkleidet bei der Einweihungsparty des neuen Hauses in einem schicken Pariser Vorort auftaucht und die bürgerlichen Nachbarn irritiert, gehen sie mit ein paar Scherzen über die peinliche Situation hinweg. Kritisch wird es, als Ludovic überall hartnäckig verkündet, er wolle ein Mädchen sein und Jerome, den Sohn von Papas Boß, heiraten. Die beiden inszenieren sogar eine Heiratszeremonie zum Entsetzen von Jeromes Eltern, die ihren Filius jeglichen Umgang mit dem kleinen Unhold verbieten. Weder mit Strenge noch mit Nachsicht läßt sich Ludovic auf den richtigen Weg führen, bringt die ganze Familie, die unter Anfeindungen und Diskriminierung leidet, in Mißkredit und den Vater letztendlich um den Job.

    Insgesamt 13 Versionen schrieb der Belgier gemeinsam mit Chris Vander Stappen, das Resultat ist eine gelungene, wundersame Mischung aus Drama und Komödie mit Soap-Opera-Elementen (immer wieder flüchtet sich der Junge in eine Serien- und Barbiepuppen-Traumwelt). Spielerisch geht es um die Definition des Geschlechts, um Vorurteile gegenüber dem Anderssein, aber auch um Magie, Märchen und Hoffnung.

    Warum die Festlegung auf traditionelles Rollenverhalten, warum eigentlich immer Rosa für Mädchen und Blau für Jungen? Alain Berliner kriegt die Kurve zu einem optimistischen Ende, ohne den pädagogischen Holzhammer zu schwingen oder moralische Philosophien zum Besten zu geben. „Ma vie en rose“ lebt nicht zuletzt von seinem entzückend-dickköpfigen Hauptdarsteller (George Du Fresne), von seiner Originalität und Heiterkeit sowie einer bewußten Oberflächlichkeit. Der Film liefert keine Patentrezepte, die Antworten auf offene Fragen muß der Zuschauer, der rundum glücklich aus dem Kino kommt, schon selber finden. mk.
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