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Mein ganz gewöhnliches Leben

Kinostart: 04.07.2005

Filmhandlung und Hintergrund

Gewalt an Schulen und Stigmatisierung von Außenseitern sind Probleme, die in Filmen wie „Harte Jungs“ und anderen Schulkomöden nicht wirklich behandelt werden. Regisseur, Autor und Produzent Dominik Bechtel hat mit viel Unterstützung von Freunden, Familie und Interessierten einen Film inszeniert, der das Dreieck Schüler - Eltern - Lehrer kritisch behandelt und durch Verfremdungstechnik und Originalität besticht....

Für die anderen ist es einfach nur Schule, für Ben (Niklas Kohrt) ist es die Hölle. Tag für Tag wird der äußerlich unauffällige Teenager von bösen Jungs aus seiner Jahrgangsstufe gequält und gedemütigt. Weder die Lehrer noch die Eltern ahnen etwas davon, die einen, weil sie nicht genau genug hinsehen und -hören, die anderen, weil sie Bens Notlügen glauben. Der fürchtet eine Verschlimmerung der Situation, falls etwas rauskommt. Als plötzlich doch ein Lehrer hinsieht und prompt das falsche vermutet, muss etwas passieren.

Mobbing auf dem Schulhof als Thema eines realitätsnahen Außenseiterdramas aus berufener Jungfilmerhand.

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Darsteller und Crew

  • Niklas Kohrt
    Niklas Kohrt
  • Gabor Biedermann
    Gabor Biedermann
  • Sabine von Maydell
    Sabine von Maydell
  • Jim Boeven
    Jim Boeven
  • Sophie Bristell
    Sophie Bristell
  • David Ruland
    David Ruland
  • Simone Hoffmann
    Simone Hoffmann
  • Heinz Simon Keller
    Heinz Simon Keller
  • Arno Martin
    Arno Martin
  • Magnus Schmitz
    Magnus Schmitz
  • Carl Rolshoven
    Carl Rolshoven
  • Wencke Matthai
    Wencke Matthai
  • Eva Steffen
    Eva Steffen
  • Dominik Bechtel
    Dominik Bechtel
  • Julia Gehrlein
    Julia Gehrlein
  • Alex Reichert
    Alex Reichert
  • Thomas Barbu
    Thomas Barbu

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Kritikerrezensionen

  • Gewalt an Schulen und Stigmatisierung von Außenseitern sind Probleme, die in Filmen wie „Harte Jungs“ und anderen Schulkomöden nicht wirklich behandelt werden. Regisseur, Autor und Produzent Dominik Bechtel hat mit viel Unterstützung von Freunden, Familie und Interessierten einen Film inszeniert, der das Dreieck Schüler - Eltern - Lehrer kritisch behandelt und durch Verfremdungstechnik und Originalität besticht.

    Im Off-Kommentar erzählt der kurz vor dem Abitur stehende Ben Müller, 17, seine Schul-Geschichte. Sein Leben lang war er Opfer, hat es mit schlechtem Timing versäumt, sich in eine Gruppe zu integrieren. Statt dessen lauern Schulschläger auf ihn, die ihm die tägliche Dosis Prügel verpassen. Ben verheimlicht die Angriffe, rüstet sich mit einem Unfall-Set aus und glaubt, nicht zu reagieren würde in Kino, Disco und Schulhof die Brutalos abhalten. Als ein überengagierter Lehrer Bens Verletzungen entdeckt, glaubt der Pädagoge, der Junge würde von den Eltern misshandelt, was Ben im letzten Augenblick, bevor das hechelnde Jugendamt eingreift, richtig stellen kann. Ben besteht das Abitur.

    Im Epilog berichtet Ben, wie er nach erfolgreicher Absolvierung einer Lawschool als Richter über einen der damaligen Täter, der ihn nicht wieder erkannte, urteilen musste. Bechtel inszeniert seine ironische Ballade mit satirischer Absicht. Inserts (z.B. MAUS= Medizinisches Alltags-Unfall-Set)und Fantasieszenen (Kuss auf dem Schulhof) wechseln mit Fachgesprächen, Lehrern, die Ben demütigen, und Frühstücksgespräche mit den gutmütigen aber nicht wirklich interessierten Eltern. Der Soundtrack von Ear Extention, No Fate und 3-Satz sorgt für Rock-Stimmung, es gibt sogar Outtakes im Nachspann. Der in Saarbrücken am Otto-Hahn-Gynmasium entstandene Film ist ideal für den Einsatz in der Bildungsarbeit, die Programmkinos auf der Schulkinoschiene leisten könnten. ger.

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