Filmhandlung und Hintergrund

Die Sicherheit und Beständigkeit suchende Clara steht unversehens zwischen zwei Männern, was ihren ganzen wohldurchdachten Lebensplan über den Haufen zu werfen droht.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mehr als nur Sex: Die Sicherheit und Beständigkeit suchende Clara steht unversehens zwischen zwei Männern, was ihren ganzen wohldurchdachten Lebensplan über den Haufen zu werfen droht.

    Manchmal machen einem die Gefühle einen Strich durch die Rechnung und werfen die ganze schöne Lebensplanung einfach über den Haufen. Weil Clara (Anneke Kim Sarnau) ihren Freund Paul (Thomas Sarbacher), einen etwas langweiligen Museumskurator, beim Seitensprung ertappt, will sie es ihm mit gleicher Münze heimzahlen: ein Techtelmechtel mit dem leicht aufdringlichen, irgendwie aber trotzdem ganz charmanten italienischen Möbelverkäufer Leo (Claudio Caiolo), und sie sind quitt. Beim ersten Anlauf geht’s noch schief, weil Leo, der durchaus ehrenwerte Absichten hat, ihren Plan durchschaut. Und beim zweiten Mal stellt Clara fest: Das war mehr als nur Sex.

    Autorin Güzin Kar reichert ihre eigentlich einfache Geschichte mit vielen hübschen Einfällen an, die in der Inszenierung durch Claudia Garde aber oftmals seltsam kraftlos wirken. Viele Pointen funktionieren einfach nicht, weil Garde sie entweder zu umständlich oder aber zu beiläufig umsetzt. Die Darsteller, allen voran die erst kürzlich mit einem Grimme-Preis ausgezeichnete Anneke Kim Sarnau, spielen zwar vorzüglich, scheitern aber immer wieder an der Klischeehaftigkeit ihrer Figuren. Das gilt gerade für die eindimensionalen Nebenrollen, etwa Claras Mutter (Gisela Schneeberger) als trotzigem Alt-Hippie, der von Anfang an die Verbitterung ins Gesicht geschrieben ist. Auch Claras Freundinnen kommen kaum über die Funktion der Stichwortgeberin hinaus. Und dass die Hauptfigur eine Hochzeitsagentur besitzt (wie Jennifer Lopez in dem Kinofilm „The Wedding-Planner“), was ja eigentlich der Gag an der Sache ist – Clara arrangiert das Glück allein für andere -, spielt fast keine Rolle.

    Dennoch hat „Mehr als nur Sex“ viele sehenswerte Momente. Gerade das Zusammenspiel von Sarnau und Caiolo sorgt für einige schöne Szenen, zumal der Italiener als Charmeur alter Schule die Herzen der Zuschauerinnen spätestens mit dem Schwimmbad voller Teelichter im Sturm erobern dürfte. tpg.

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