Meeresfrüchte

  1. Ø 4
   2005
Meeresfrüchte Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Meeresfrüchte: Erotische Komödie, in der der Sommerurlaub einer Familie unerwartete sexuelle Begegnungen hervor bringt.

Zum ersten Mal reist Marc (Gilbert Melki) mit Frau Beatrix (Valeria Bruni-Tedeschi) und den Kindern im Sommerurlaub in das idyllische Haus am Mittelmeer, in dem er als Teenager die Ferien verbrachte. Tochter Laura (Sabrina Seyvecou) hofft dabei auf ihren Freund, der sie aus der Familien-Tristesse befreien soll. Ihr pubertierender Bruder Charly (Romain Torres) freut sich auf die Ankunft seines schwulen Freundes Martin (Édouard Collin), der sich in ihn verliebt. Und unerwarteterweise taucht der Liebhaber (Jacques Bonnaffé) von Beatrix auf.

Erfrischende Komödie, in der ein Familienurlaub als emotionale Achterbahnfahrt mit sexuellen Befreiungsschlägen endet; mit hervorragendem Ensemble und bezaubernder Leichtigkeit erzählt, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Zum ersten Mal reist Marc mit Frau Beatrix und Kindern im Sommerurlaub in das Haus am Mittelmeer, in dem er als Teenager die Ferien verbrachte. Tochter Laura hofft dabei auf ihren Freund, der sie mit seinem Motorrad aus der Familien-Tristesse befreien soll, ihr Bruder Charly freut sich auf die Ankunft seines schwulen Kollegen Martin. Und unerwarteter Weise taucht der Liebhaber von Beatrix auf.

Raus aus Paris und rein in die entspannende Sommerfrische – das ist zumindest der Plan von Béatrix und deren Mann Marc. Doch der Urlaub wird heiß in vielerlei Hinsicht, geht es doch emotional und sexuell drunter und drüber im schmucken Häuschen. Nachdem die Tochter sich mit dem Freund nach Portugal verzogen hat, trudelt Béatrix‘ Lover überraschend ein. Sohn Charly hingegen empfängt einen Freund, der ihn vor Entscheidungen in Sachen sexueller Orientierung stellt. Und Papa Marc? Der hat natürlich auch Leichen im Keller.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine französische Sommer-Urlaubskomödie: Das bedeutet natürlich Sex, und zwar in allen Varianten. Natürlich wird dabei vor allem darüber gesprochen, und natürlich gibt es verschiedene Liebespaare, die sich in diesem Reigen finden und wieder verlieren und dann doch zusammenkommen.
    Eine Familie im Urlaub: Dabei treten verschiedene Arten von Sexualität zu Tage, und klar: Jeder hat vom anderen eine Meinung, die sich dann als falsch herausstellt. Getragen aber wird der Film von dem großen umspannenden Missverständnis um die vermeintliche Homosexualität von Charly, dem Sohn. Das sorgt immer wieder für schöne Passagen – es ist ein schöner, warmer Humor in diesem Film, in dem es keinen Bösewicht gibt, keine Eifersucht, sondern nur verschiedene Missverständnisse, die sich am Ende lösen, und verschiedene Wege, die allumfassende Toleranz zu erreichen, die am Schluss alle als große Familie unter einem Dach leben lassen.
    Langweilig ist der Film nicht, obwohl ein Konflikt fehlt, der die Charaktere ernsthaft beschäftigen könnte: Es ist die Sommerleichtigkeit, die den Film charmant macht, in seinen Drehungen und Wendungen rund um die warme Dusche, die den Figuren viel Erleichterung schafft, oder um die Meeresfrüchte mit ihren aphrodisierenden Wirkungen, die die Libido und auch die verschiedenen Launen steigen lassen. Die werden gerne auch mal besungen, dann wandelt sich der Film in ein Musical, die Familie formt sich zur improvisierten Choreographie für die Kamera: Der Zuschauer soll Anteil nehmen an der guten Laune, die der Film schafft. Die Farben sind warm und fröhlich, aber nicht heiß und grell, und die Schauspieler sind attraktiv und spielfreudig – obwohl der Film für kleines Budget in sehr kurzer Zeit (und bei kaltem Wetter) gedreht wurde. Allen voran Valéria Bruni-Tedeschi, die die Beatrix ganz lässig spielt – Beatrix hat eine holländische Mutter, da ist die Libertinage schon angeboren, und in ihr erfüllt sich auch die Botschaft in dieser schönen Sommer-Fantasie um Toleranz und Liebe.

    Fazit: Lockere und leichte Sommerkomödie aus Frankreich – zum Ausspannen in heißen Sommernächten.
  • Sommer, Sonne, Südfrankreich und „Meeresfrüchte“, die als Aphrodisiakum gelten – da müssen Hormone in Wallung geraten. Und das tun sie nicht zu knapp in Olivier Ducastels und Jacques Martineaus sich schnell drehendem Liebeskarussell, bei dem Mann und Frau in diversen Konstellationen Gefühl und Trieb freien Lauf lassen. Trotz sexueller Irrfahrt und Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel kommen irgendwie doch alle ihre Kosten.

    Endlich Ferien! Für eine Pariser Familie heißt das Entspannung an der Mittelmeerküste, fernab vom Großstadtgewimmel. Marc und seine Frau Béatrix träumen von einer Auffrischung des Ehealltags, Tochter Laura freut sich auf den Freund, der sie aus dem für sie langweiligen Urlaub erlöst und mit auf einen Portugal-Trip nimmt, ihr Bruder Charly wartet auf seinen in ihn verliebten Freund Martin (Charly ist aber nicht schwul, sondern entdeckt gerade erst die Sexualität). Das allein wäre schon genug Konfliktstoff. Damit nicht genug, amüsiert sich die Hausherrin (Valérie Bruni-Tedeschi mal so richtig locker als tabulose Holländerin) mit einem virilen Liebhaber, der sie auffordert, ihren Mann Marc zu verlassen. Der interessiert sich seltsamerweise für den Kumpel seines Sohnes und dessen Duschgewohnheiten, entdeckt Gefühle für einen muskulösen Klempner (ganz cool und gleichzeitig sentimental: Jean-Marc Barr), den er in seiner Jugend schon mal mehr als gut kannte und der ausgerechnet seinem Filius das Cruisen beibringt. Dass der Junge sich auch noch den sexuellen Avancen von Martin erwehren muss, fällt da schon fast nicht mehr auf. Soweit alles klar? Egal, wer mit wem auch immer, ob unterdrückte, ausgelebte oder scheinbare Homosexualität – es geht rund. Jedenfalls treibt es die Protagonisten in der Hitze der Nacht, aber auch am hellichten Tag, zu Sexspielchen auf Klippen und unter Bäumen, im wahrsten Sinne des Wortes zwischen Tür und Angel oder in die Büsche. Dazu gibt es in dieser trotz aller Probleme leichten Komödie noch fröhliche und äußerst komische, aber auch gewöhnungsbedürftige Gesangseinlagen. Und wenn sie den Überblick verliert, greift Madame auch schon mal zum beruhigenden Joint. Die beiden Regisseure, denen zu Beginn eine Schwulenversion von Francois Truffauts „Die Frau nebenan“ vorschwebte, entschieden sich für einen Auflug ins bürgerlich determinierte Sodom und Gomorrha, vermeiden trotz ständiger sexueller Anspielungen vulgäre Untiefen. Das Resultat ist eine etwas andere Familien-Utopie – ob homo-, bi- oder heterosexuell, am Ende des emotionalen Dauerlaufs findet jeder Topf seinen Deckel. Ein Sommerfilm. Und die Grillen zirpen dazu. mk.

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