Mea Culpa - Im Auge des Verbrechens (2014)

Originaltitel: Mea Culpa
Mea Culpa - Im Auge des Verbrechens Poster

Videos und Bilder

Filmhandlung und Hintergrund

Mea Culpa - Im Auge des Verbrechens: Düsterer Mix aus Drama und Thriller um einen ehemaligen Polizisten, der Schuld auf sich geladen hat und alles tut, um seinen Sohn zu schützen.

Franck und Simon waren als Polizisten ein gutes Team und privat beste Kumpels – bis ein folgenschwerer Autounfall ihre Freundschaft jäh beendete. Nach mehreren Jahren im Gefängnis hat Simon seinen Job verloren und arbeitet nun als gebrochener Mann bei einer Sicherheitsfirma. Als sein Sohn zufällig Zeuge eines Mordes wird und die Gangster daraufhin versuchen ihn auszuschalten, macht Simon gemeinsam mit Franck Jagd auf die Killer. Der Beginn einer gnadenlosen Hatz mit Dutzenden von Verletzten und Toten, die in einem Showdown im dahinrasenden TGV endet.

Ein ehemaliger Polizisten hat Schuld auf sich geladen und unternimmt alles, um seinen Sohn zu schützen. Atemlose Dauerhatz, von Regisseur Fred Cavayé souverän und mit großer Bravour auf Hochglanz getrimmt.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Für seinen vierten Kinofilm "Mea Culpa – Im Auge des Verbrechens" geht Thriller-Spezialist Fred Cavayé ganz auf Nummer Sicher. Dafür engagierte er nicht nur mit Vincent Lindon und Gilles Lellouche die Hauptdarsteller seiner Kassenhits "Ohne Schuld", neuverfilmt als "72 Stunden" mit Russell Crowe, und "Point Blank – Aus kurzer Distanz". Zudem griff er ein weiteres Mal Themen wie Korruption, Misstrauen und den Schutz der Familie vor Bedrohungen auf. Motive wie Männerfreundschaft, Schuld und Sühne dürften dagegen stärker auf Ideenlieferant Oliver Marchal zurück gehen, der als Ex-Polizist, Regisseur, Autor und Darsteller in Krimis wie "Gangsters" oder "A Gang Story" schon häufiger Noir-Elementen variierte.

    In Cavayés Arbeiten müssen Väter stets über sich hinaus wachsen, um ihre Familie zusammen zu halten, sich vor den Augen der Kinder bewähren oder Angehörige aus den Händen von Kriminellen retten. Wo aber schon "Point Bank" auf eine dünne Story baute, was angesichts der atemlosen Inszenierung weniger ins Gewicht fiel, machen sich in "Mea Clupa" schon deutlicher Wiederholungen und Stereotypen breit. Cavayé und sein Co-Autor Guillaume Lemans verknüpfen den Plot eines schuldig gewordenen Polizisten mit der bewährten Ausgangssituation des "einzigen Zeugen", der von einer mächtigen Organisation gejagt wird. Hinzu kommen die Mechanismen des Buddy Movie, wobei in diesem Fall ein Unglücksfall zum Zerwürfnis beiträgt und das Bündnis zu zerstören droht. Zwar dienen Frauen in Cavayés Männerkino als Antriebsmotor der Konflikte, doch tauchen die häufig prominent besetzten Damen lediglich am Rande auf.

    Die Protagonisten gehen ein gefährliches Spiel aus Vertrauen, Verrat, Täuschung und Überlebenswut ein. Cavayés Stärken liegen in der Inszenierung von Tempo, Bewegung und Action, verbunden mit seinem Gespür für düstere Atmosphäre und nächtliche Schauplätze. Weniger hinterfragen sollte man allerdings manche Storyvote. Nach einem Mordanschlag direkt vor dem Polizeigebäude nimmt Simon allein die Verfolgung eines der Motorradfahrer auf, später gefolgt von seinem Freund Franck. Erst als die explosive Auseinandersetzung in einer leerstehenden Markthalle entschieden ist, lässt sich der restliche Polizeiapparat blicken. Solche Ungereimtheiten häufen sich auf Dauer, was die Glaubwürdigkeit beeinträchtigt. Selbst an der französischen Kinokasse konnte sich trotz Starpower "Mea Culpa – Im Auge des Verbrechens" im Gegensatz zu den früheren, bei uns nur auf DVD erschienen Thrillern nicht durchsetzen. Vielleicht sollte es Fred Cavayé demnächst einmal mit einer anderen Stilrichtung versuchen.

    Fazit: Mit dem Polizei-Thriller "Mea Culpa – Im Auge des Verbrechens" gelang perfekt inszeniertes, fesselndes Actionkino um Freundschaft, Sühne und Familienbande, wobei der Stoff nicht gerade vor Originalität strotzt.
  • In Fred Cavayés hartem, auf Nonstop-Action ausgerichtetem Thriller tut ein schuldgeplagter Ex-Polizist alles, um seinen Sohn vor Gangstern zu schützen.

    Der französische Action-Regisseur Fred Cavayé bleibt sich und seinem Stil auch bei seiner dritten langen Regiearbeit “Mea Culpa” treu. Auf Adrenalin und gnadenlose Härte stehen wie schon bei “Ohne Schuld” und “Point Blank – Aus kurzer Distanz” die Zeichen, Vincent Lindon und Gilles Lellouche übernehmen erneut die Hauptrollen. (Ex-)Buddies spielen sie, ihre Gegner sind glatzköpfige, bärtige und ultrabrutale Drogenganoven, die prinzipiell zuerst schießen ehe sie fragen. “Mea Culpa” ist ein prototypischer 80er-Jahre Krimi, eine einzige lange Verfolgungsjagd, die von spektakulären Schauwerten lebt.

    Impressionistisch mutet der Anfang an, eine glückliche Strandszene – Wackelkamera, lachende Gesichter, ausgelassene Stimmung. Die Hauptpersonen werden vorgestellt. Flic Franck (Lellouche), Simon (Lindon), dessen Frau Alice (Nadine Labaki) und ihr gemeinsamer Sohn Théo (Max Baissette de Malglaive). Im folgenden tödlichen Autounfall liegt der Grund der Schuld des Titels. Ein Zeitsprung bringt die Story in die Gegenwart. Eine Bande zieht mordend durch die Hafenstadt Toulon, verfolgt von Franck und dessen Kollegen. Ratlosigkeit herrscht, es fehlen Motive und Zeugen. Bis Théo während eines Stierkampfs einen Mord beobachtet.

    Wer nach Glaubwürdigkeit fragt, ist fehl am Platz. Cavayé, der mit Guillaume Lemans das Skript geschrieben hat, schert sich nur marginal um Plausibilität. Ihn interessieren Thrill und Tempo. Ein Gangster auf einem Roller jagt den Jungen, der ihm wieselflink immer wieder knapp entwischt. Simon hetzt den beiden nach. Meisterlich ist diese Szene, die in einem nervenzehrenden Versteckspiel in einer leeren Markthalle gipfelt, von Benjamin Weill geschnitten. In einem Nachtclub kommt es zu einer wüsten Schießerei, faustgroße Löcher reißen Kugeln in Türen und Wände, das Finale findet in einem dahinrasenden TGV statt – “French Connection” auf Gleisen.

    Es wird geschlagen, gelaufen, geboxt und Blut gespuckt. Lindon und Lelloche “harmonieren” so gut wie einst Mel Gibson und Danny Glover, passend grau und regennass sind Danny Elsens (“Die Bluthochzeit”) Bilder, peitschend und atemlos treibt Cliff Martinez’ (“Drive”) Score die Handlung voran. Für die (wenigen) emotionalen Momente ist primär die libanesische Schönheit Labaki (“Rock the Casbah”) zuständig, zum Schluss sind alle Rechnungen beglichen – was bedingt, dass ein echte Happy End ausbleibt. Ein nachtschwarzer, konsequent umgesetzter “policier”. geh.

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