May

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Filmhandlung und Hintergrund

Psycho-Horrorfilm über eine pathologisch-gestörte Außenseiterin, die sich ihren Traummann im Wortsinne selber bastelt.

Außenseiterin May arbeitet in einer Tierklinik und lebt alleine mit ihrer einzig wahren Freundin: einer handgearbeiteten Puppe, die sie von ihrer Mutter als Kind bekam. Als es ihr nicht gelingt, den perfekten Mann zu finden, beschließt sie Mamas Rat zu folgen und sich diesen selbst zu konstruieren - aus Teilen verschiedener Einzelpersonen.

Die seit frühester Kindheit wegen einer kleinen Verunstaltung von mitleidlosen Zeitgenossen ausgegrenzte May fristet ihr Dasein als verkannte Chirurgieassistenz einer Tierklinik, wo sie als Fußabstreiferin dient. Einzige Konstante ihres einsamen Lebens bildet eine hinter Glas ruhende Puppe ihrer verschiedenen Mutter. Als die verschüchterte Außenseiterin vom anfangs interessierten Adam abgewiesen wird und ihre lesbischen Kollegin in ihr nur ein Lustobjekt sieht, brennen ihr die Sicherungen durch.

Mauerblümchen May mutiert zur blutrünstigen Psychopathin, als ihre erwachenden Gefühle von einem Freund in spe unerwidert bleiben. Brillant-verstörende Studie über die Komplizenschaft von Liebe und Schmerz, die sich zum modernen „Frankenstein“ aufschwingt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • May: Psycho-Horrorfilm über eine pathologisch-gestörte Außenseiterin, die sich ihren Traummann im Wortsinne selber bastelt.

    Regisseur und Drehbuchautor Lucky McKees gruselig-ironisches Spielfilmdebüt, das Einflüsse von „Ekel“ über „Frankenstein“ bis „Audition“ erkennen lässt, gefiel mit seiner smarten Inszenierung bereits dem Publikum des Sundance-Filmfestivals: McKee erzählt die Geschichte einer Vereinsamung mit den Mitteln des Horrorfilms und taucht den Zuschauer in das pathologisch-gestörte Universum einer jungen Frau zwischen Mauerblümchen und blutlüsterner Psychopathin.

    Als kleines Mädchen mit Augenklappe von den Anderen stets verhöhnt und als Freak abgestempelt, bleibt May (Angela Bettis aus „Durchgeknallt“ - jetzt genau dies) auch als junge Frau eine einsame Außenseiterin, deren soziale Kontakte über ihre Arbeit in einer Tierklinik mit Spezialgebiet Amputationen nicht hinausgehen. Getreu des mütterlichen Rats „Wenn du keinen Freund finden kannst, dann mach dir einen“ greift die stets von einzelnen Körperteilen ihrer Mitmenschen mehr als von deren Gesamterscheinung faszinierte May schließlich zum Skalpell - und bastelt sich ihren Traummann nach dem Vorbild der handgearbeiteten Puppe, die ihr einst die kluge Mama schenkte.

    McKees Griff in die psychoanalytische Trickkiste gibt sich mit einer simplen Diagnose nicht zufrieden: „May“ - der Film wie dessen bizarrer Hauptcharakter - erlaubt einen Blick in das komplexe Seelenleben einer Vereinsamten und Zurückgewiesenen, die mit elfenhafter Erscheinung und spöttischem Blick mit dominierenden Eltern, gescheiterter Sozialisation und fetischistischer Ausprägung Freudsche und Lacansche Schlüsselkonzepte personifiziert und dies nicht nur nach vollzogener und lustvoller Killer-Orgie sichtbar macht. Angela Bettis gelingt tatsächlich eine - beinahe möchte man sagen - nachvollziehbare und nie comichafte Darstellung einer rundum stimmigen Psychopathin, deren sich anbahnende Beziehung zu einem attraktiven Automechaniker ein abruptes Ende findet, als sie auf seine Küsse mit Bissen reagiert, und die der Hals ihrer lesbischen Kollegin oder auch die Beine von deren Freundin weitaus mehr faszinieren als ihre zärtliche Zuneigung. Mit einem gruselig-harmlosen Wiegenlied ausklingend, ist „May“ am Ende der geradezu herzzerreißende Horrortrip eines Psychos, der in der Welt da draußen niemals eine Chance bekommt. cm.

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