Filmhandlung und Hintergrund

Gerard Butler in einem starken Surfer-Drama nach der wahren Geschichte um einen 16-Jährigen, der in den Wellentürmen Nordkaliforniens zur Big-Wave-Legende wurde.

Jay Moriarity war noch ein Kind, als ihn „Frosty“ Hesson aus der Brandung an der nordkalifornischen Küste zog. Sieben Jahre später träumt der 16-jährige Surfer von den Wellengiganten, von den Mavericks, die Hesson und andere Surfveteranen alljährlich zu meistern versuchen. Trotz großer Bedenken lässt sich Hesson überreden, den Jungen zu coachen. Doch die Saison zum Surfen der Mavericks ist kurz, und Jay muss körperlich, mental und emotional ein hartes Training durchstehen, um dort auch überleben zu können.

Ein 16-Jähriger träumt davon, die nordkalifornischen Wellentürme zu meistern, und muss dafür aber ein hartes Training überstehen. Auf einer wahren Geschichte basierendes Drama über einen 16-Jährigen, der zur Sportlegende wurde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Bond-Veteran Michael Apted ("Die Welt ist nicht genug", "Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte") teilte sich für "Mavericks" den Regiestuhl mit Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "In den Schuhen meiner Schwester"). Zwei durchaus renommierte Namen. Doch bei ihrer gemeinsamen Verfilmung des Lebens der Surflegende Jay Moriarity, der mit nur 23 Jahren vor den Malediven ums Leben kam, scheinen sich nicht unbedingt zwei Visionäre gegenseitig zu neuen Höchstleistungen angetrieben haben. Eher schon ist die Arbeit ein reichlich unausgegorener Mix aus beeindruckenden Naturbildern und einer äußerst hölzernen Figurendramaturgie.

      Es gelingt Apted und Hanson durchaus eindrucksvoll, die düstere, laute Bedrohlichkeit des wilden Meeres einzufangen. Die unbezähmbaren Wellen-Ungetüme, die dunkelblau, beinahe schwarz und schaumgekrönt die Leinwand tosend in jeder Richtung ausfüllen - gedreht wurde vor Ort in Santa Cruz - bleiben im Gedächtnis. Womöglich haben die Filmemacher sich an anderer Stelle dafür zu viel vorgenommen: "Mavericks" erzählt auch von der Zerbrechlichkeit von Familien, von abwesenden Vätern und deren Ersatzfiguren, doch diese Verhältnisse bleiben allzu grob skizziert.
      Das allmähliche Zusammenwachsen von Frosty und Jay nimmt angemessen viel Raum im Film ein, dafür wird Jays überforderte Mutter vom Drehbuch arg an den Rand gedrängt. Frostys zwei leibliche Kinder scheinen mit Jays Erscheinen geradezu aus dessen Leben getreten zu sein. Da hätte man sich ein wenig mehr Sorgfalt gewünscht und ein paar Szenen weniger, die in der Pizzabude, bei nächtlichen illegalen Pool-Bädern oder bei Strandpartys am Lagerfeuer spielen.

      So aber zerfällt die Inszenierung zweier Regisseure in zwei seltsam disparate Bestandteile: eine archaische, vormenschliche, beinahe spirituelle Welt der Naturgewalten und eine am Reißbrett entworfene Gegenwart mit Teenager-Konflikten aus dem Drehbuchseminar. In diesen beiden Universen muss Jay gleichzeitig erwachsen werden - da wäre wohl jeder überfordert.

      Fazit: "Mavericks" ist Surffilm und Coming-of-Age Tragikomödie in einem. Während das Wellenreiten und die Verlockung des ungestümen Meeres auf der Leinwand durchaus ihre Faszination entfalten, flüchtet das überambitionierte Drehbuch sich bei der Charakterzeichnung viel zu häufig in Klischees.
    2. Mavericks - Lebe deinen Traum: Gerard Butler in einem starken Surfer-Drama nach der wahren Geschichte um einen 16-Jährigen, der in den Wellentürmen Nordkaliforniens zur Big-Wave-Legende wurde.

      Mit einem warmherzigen Surf- und Familiendrama erinnern Curtis Hanson und Michael Apted an den Beginn der Big-Wave-Euphorie und eine 16-jährige Board-Legende.

      Hanson, der aus gesundheitlichen Gründen in den letzten drei Drehwochen von seinem Kollegen Apted ersetzt wurde, und Star Gerard Butler, der bei den Dreharbeiten die Gewalt der Wellen zu spüren bekam, brachten große Opfer für diesen Film, der sich in der Stunde des größten Triumphs auch einer in den letzten Bildern nachgereichten Tragödie stellen muss. Erzählt wird von „Mavericks“, von echten Indivualisten und Draufgängern, aber auch vom gleichnamigen Surfpoint an der kalifornischen Küste, an dem sich alljährlich die höchsten Wellen auftürmen. Dort wurde der 16-jährige Jay Moriarity zum Mythos - durch einen der spektakulärsten Kammstürze aller Zeiten, den man auf einigen Web-Portalen noch bestaunen kann.

      Moriaritys Aufstieg zum Big-Wave-Master, der auch die Veteranen beeindruckte, bettet das Drehbuch etwas formelhaft in eine Konflikt-Melange ein. Das Spektrum umfasst Väter, die ihre Familien verlassen, Mütter, die in miese Beziehungen und zum Alkohol flüchten, Freunde, die von Drogen verführt werden, und Bullies, die das Leben mit dem Baseballschläger begleiten. In dieser Ballung nötig hätte das die Story eigentlich nicht, die trotzdem ihren Fokus in der Leidenschaft fürs Surfen und der Freundschaft zwischen Jay (Jonny Weston) und seinem Mentor „Frosty“ Hesson (Butler) findet. Ein Hauch von Mr. Miyagi und „Karate Kid“ ist spürbar, wenn Hesson den Nachbarjungen in zwölf Wochen auf das Überleben in den Wellengiganten vorbereitet und dabei seinen eigenen Kindern ein besserer Vater wird.

      Vom Surferdude mit Flachhirn, wie ihn Sean Penn in „Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald“ zum Kult machte, ist der charismatische Butler, der vor diesem Film kaum surfen konnte, weit entfernt, ist stattdessen der Schule der Surf-Philosophen zuzuordnen. Mit der wehmütigen Erinnerung an eine vergangene Ära, aber auch dem Funfaktor von John Milius‘ Klassiker „Tag der Entscheidung“ kann „Mavericks“ zwar nicht mithalten, aber auf dem Wasser, vor allem im Finale, das die Hierarchie im Verhältnis Mensch-Natur überdeutlich macht, entlädt er seine ganze Kraft. Was jetzt noch fehlt, ist ein Film, der mit subjektiven Einstellungen Angst und Euphorie des Big-Wave-Surfens nacherleben lässt, ohne seine Stars auf den Friedhof zu schicken. kob.

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