Marvins Töchter

  1. Ø 2.5
   1996
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Filmhandlung und Hintergrund

Marvins Töchter: Hochkarätig besetztes und perfekt umgesetztes Familiendrama um Liebe, Loyalität und Vergänglichkeit.

Seit zwanzig Jahren, als man im Streit um familiäre Verantwortung und Selbstverwirklichung auseinanderging, haben sich die Schwestern Bessie und Lee nicht mehr gesehen. Jetzt bringt sie ein neues Familienunglück unter veränderten Vorzeichen wieder zusammen, und ein neuer Annäherungsprozeß beginnt.

Nach einer ärztlichen Routineuntersuchung erfährt Bessie, daß sie an Leukämie erkrankt ist. Nur eine Knochenmarkstransplantation von engen Verwandten kann sie noch retten. Bessie bittet ihre Schwester Lee, die sie seit gemeinsamen Teenagertagen nicht mehr gesehen hat, ihr zu helfen. Lee willigt ein und reist mit ihren Söhnen Hank und Charlie nach Florida zum Haus des gelähmten Vaters Marvin, den Bessie seit mehr als 20 Jahren aufopferungsvoll pflegt. Dort kommt es dann zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Schwestern…

Nach Jahren der Funkstille müssen sich die beiden zerstrittenen Schwestern Bessie und Lee wieder zusammenraufen. Denn Bessie ist an Leukämie erkrankt und ist auf die Knochenmarkstransplantation eines Angehörigen angewiesen. Sie nimmt den Kontakt zu Lee auf, die auch sofort mit ihren beiden Söhnen anreist. Alte Wunden reißen wieder auf. Einfühlsames Drama mit humorvollen Passagen und Starbesetzung.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In dem einfühlsamen Leukämiedrama nach einem Drehbuch des 1992 im Alter von 33 Jahren an Aids verstorbenen Bühnenschriftstellers Scott McPherson bieten Diane Keaton und Meryl Streep in ihrer Porträtierung zweier entfremdeter Schwestern vortreffliche schauspielerische Leistungen. Als dritter im Bunde in dem sentimentalen, dennoch nicht aufdringlichen Kammerspiel um selbstlose Aufopferung und einen allmählichen Versöhnungsprozeß glänzt Leonardo Di Caprio („William Shakespeares Romeo und Julia“) als verhaltensgestörter Teenager. Mit auflockerndem Humor und einem Hauch Ironie wurde die tragikomische Aids-Parabel von dem erfahrenen Broadway-Regisseur Jerry Zaks („Schwere Jungs – leichte Mädchen“) kompetent in Szene gesetzt, der damit sein Kinodebüt absolviert. Trotz einiger Außenaufnahmen – ein Ausflug ans Meer und nach Disneyland – vermittelt er die häufig typische Starrheit und Begrenzung von Theateradaptionen – ein bewußter Schachzug, um die Emotionalität der handelnden Figuren noch zu vertiefen. Bei dem Stück handelt es sich zwar um Fiktion, doch die autobiografischen Erfahrungen des Autors mit seiner eigenen krankheitsgebeutelten Familie und die Themen von aufopfernder Pflege und bedingungsloser Liebe verleihen dem Film ein persönliches und sehr intimes Feeling. Kameramann Piotr Sobocinski („Kopfgeld“, Oscar-Nominierung für Kieslowskis „Rot“) kreierte ein stimmiges Licht- und Schattenspiel, das die depressiven wie erfreulichen Momente optisch unterstreicht. Das Leben der beiden Schwestern Bessie (Keaton) und Lee (Streep) gelangte vor 20 Jahren an einen Scheidepunkt: Bessie blieb beim bettlägrigen Vater (Hume Cronyn) und der kranken Tante (Gwen Verdon als kindlich-naives Herzchen), während Lee ihre Freiheit suchte, die in einer Scheidung endete. Seither herrscht zwischen den beiden gegensätzlichen Schwestern völlige Funkstille, bis Bessie von ihrem eigenwillig-zerstreuten Arzt (Robert De Niro zur Abwechslung mal wieder in einem sympathischen Part) mit Leukämie diagnostiziert wird und eine Knochenmarkspende von Nöten ist. Lee packt ihre beiden Söhne Hank (Di Caprio), den sie aus einer psychiatrischen Klinik abholt, und Charlie (Hal Scardino aus „Ein Indianer im Küchenschrank“) ins Auto und fährt ins sonnige Florida, wo sie mit ihrem düsteren Familienschicksal konfrontiert wird. Die beiden gegensätzlichen Schwestern, die eine von Pflichtbewußtsein, die andere von ihrem Unabhängigkeitsbedürfnis getrieben, beginnen sich nach diversen Auseinandersetzungen einander anzunähern und gegenseitiges Verständnis füreinander aufzubringen. Der junge Hank, der sich von seiner Mutter ungeliebt fühlt, rebelliert und sich in eine Traumwelt flüchtet, taut bei seiner Tante langsam auf und beginnt einen Heilungsprozeß. Vor allem das superbe Zusammenspiel der drei Mimen ist es, das der Tragikomödie emotionale Transparenz verleiht und sie sehenswert macht: Selten wurde in einer Hollywood-Produktion derart ungeschminkt die Vergänglichkeit allen Seins angesprochen. ara.

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