Marrakesch

  1. Ø 0
   1998
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Filmhandlung und Hintergrund

Marrakesch: Liebevoll gemachtes Drama um eine junge Mutter zwischen Verantwortung und Selbstverwirklichung in Marrakesch.

Julia flieht vor einer gescheiterten Beziehung und dem Großstadt-Mief von London mit ihren zwei Töchtern nach Marokko. Doch statt eines besseren Lebens erwartet sie dort zwar Freiheit, aber auch Armut. Die zwei Mädchen gabeln auf der Straße den Akrobaten Bilal auf und stellen ihn ihrer Mutter vor. Die verliebt sich in ihn und folgt ihm in sein Heimatdorf.

Julia entflieht mit ihren beiden Töchtern Lucy und Bea dem nebelverhangenen London und plant, in Marokko ein neues Leben anzufangen. Bezaubert von Licht und Farben, läßt sie sich monatelang durch Marrakesch treiben, bis sie in dem Lebenskünstler Bilal ihre große Liebe zu erkennen glaubt. Als Julia ihn jedoch in sein verarmtes Heimatdorf begleitet, stößt sie bei den Einheimischen auf erbitterten Widerstand. Die junge Engländerin muß fortziehen – für Julia beginnt eine abenteuerliche Odyssee durch ein fremdes Land…

Die Engländerin Julia will mit ihren beiden Töchtern in Marrakesch ein neues Leben beginnen. Das Glück scheint perfekt, als sie den Lebenskünstler Bilal kennen und lieben lernt. In Bilals Heimatdorf schlägt ihr jedoch Hass entgegen. Von Gilles MacKinnon inszeniertes Liebesdrama, mit dem Kate Winslet versuchte, an ihren „Titanic“-Erfolg anzuknüpfen.

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Kritikerrezensionen

  • Nach ihrem Titanic-Überfliegererfolg, der sie in Mega-Geschwindigkeit auf der Star-Skala ganz nach oben schnellen ließ, zeigt Kate Winslet in einer sympathisch-bodenständigen Rolle ihr schauspielerisches Können in einem kleinen exotischen Meisterwerk.

    „Marrakesch“ ist ein „kleiner“Film, in dem alle Komponenten stimmen: exzellente Schauspieler, allen voran Kate Winslet und die zwei hervorragend gecasteten jungen Darstellerinnen Bella Riza und Carrie Mullan, eine emotional packende, glaubwürdige Geschichte, als weiterer Hauptdarsteller die faszinierend schöne Landschaft Marokkos und ein Soundtrack, der spielerisch die Töne der 70er aufgreift und manch schöne Erinnerung weckt.

    Ganz unkompliziert stellen Regisseur Gillies MacKinnon („Der Zufalls-Dad“, „Small Faces“) und sein Bruder Billy, der das Drehbuch schrieb und schon bei Jane Campions „Das Piano“ mit von der Partie war, der sehr weiblichen Kate Winslet eine geballte Portion Männlichkeit in Form des Franco-marokkanischen Schauspielers Said Taghmaoui („Hass“)gegenüber. Sie schaffen so eine Mann/Frau/Kinder-Konstellation, die den Flair der Träume der Hippie-Generation mit einer sehr realen Liebes- und Verantwortungsthematik paart.

    Die junge Engländerin Julia (Winslet) flüchtet Anfang der 70er Jahre mit ihren beiden kleinen Töchtern aus dem grauen London und einer gescheiterten Beziehung ins bunte Marokko und in ein freies Abenteuerleben. Sie lernt Bilal (Taghmaoui) kennen und lieben, einen Lebenskünstler aus Überlebensgründen, der sich, je nach Marktlage, als Akrobat, Maurer oder Garde-Reiter verdingt. Bilal ist arm, und als das Geld knapp wird, reisen die vier in sein Heimatdorf. Dort treten die kulturellen Unterschiede zwischen den Europäern auf Aussteigertrip und den Wüstenbewohnern in ihrem von Natur und Tradition geprägten unabänderlichen Lebensrhythmus jenseits der Pittoreske krass hervor. Julia muß mit ihren Töchtern, die in Bilal gerne einen neuen Vater gesehen hätten, weiterziehen und begibt sich auf eine abenteuerliche Odyssee durchs Land. Die Bedürfnisse der Kinder, die sich nach einem normalen Leben sehnen, lassen Julia, getrieben zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der Verantwortung als Mutter, schließlich eine Entscheidung treffen.

    Kate Winslet besticht in der Rolle der Julia und zeigt, daß sie nach dem „Titanic“-Hype auf dem Teppich geblieben ist. Sie verweist auf ihre schauspielerischen Wurzeln in Filmen wie „Heavenly Creatures“, „Sinn und Sinnlichkeit“ oder „Herzen in Aufruhr“. Die Produzentin Ann Scott(„Verzauberter April“, „Brombeerzeit“), die bereits 1993, kurz nach Erscheinen, eine Option auf „Hideous Kinky“ von Esther Freud erwarb, lag daran, aus der Vorlage die Erzählweise aus der Sicht des Kindes zu übernehmen. Das vielgepriesene Erstlingswerk beruht auf persönlichen Erfahrungen der Sigmund Freud-Urenkelin und Tochter des berühmten Malers Lucien Freud. Es gelingt, die kindliche Perspektive zu erhalten, ohne daß „Marrakesch“ dadurch zum Kinderfilm wird.

    Die Mischung aus Tausend-und-eine-Nacht-Flair – gedreht wurde ausschließlich an Originalschauplätzen in Marokko -, Starpräsenz, kultverdächtiger Buchvorlage und dem Interesse an Marokko als Reiseland wird der rundum gelungenen Produktion an der Kinokasse zwar nicht zu titanischen Umsätzen verhelfen – der ungewöhnlich schöne, sorgfältig inszenierte Film sollte aber, vor allem mit Hilfe des Winslet-Bonus, in jedem Fall sein Publikum finden. boe.

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