Marie Brand und die Nacht der Vergeltung

  1. Ø 5
   2009
Marie Brand und die Nacht der Vergeltung Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Tathergang war tragisch, aber offenkundig: Eine eifersüchtige Unternehmergattin hat erst ihren Mann und seine Geliebte und dann sich selbst getötet. Nur Marie Brand ist skeptisch: Die Tote war Linkshänderin, doch die Waffe liegt neben ihrer rechten Hand. Verdächtig ist neben den Kindern des Ehepaars vor allem der Schwiegersohn. Er führt die Firma, musste jedoch mit der Kündigung rechnen. Ein junger Detektiv hat den Mord fotografiert, schweigt aber eisern.

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Kritikerrezensionen

  • Der Chef ist glücklich, die Akte ist zu: Manche Morde klären sich wie von selbst. Der Tathergang war zwar tragisch, aber offenkundig ein erweiterter Suizid: Eine eifersüchtige Unternehmergattin hat erst ihren Mann und seine Geliebte und dann sich selbst getötet. Nur Marie Brand ist skeptisch: Mit einem Blick hat sie erkannt, dass die tote Linkshänderin war; doch die Waffe liegt neben ihrer rechten Hand.

    Die Voreiligkeit des Chefs (Thomas Heinze) der Mordkommission kennt man schon aus dem letzten Fall der Kölner Kommissarin („Marie und der Charme des Bösen“). Gleiches gilt zwar für das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren, doch das ist eher ein positives Merkmal: Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann passen überhaupt nicht zusammen und ergänzen einander daher vortrefflich. Deshalb stört es auch nicht weiter, dass beide ihr übliches Rollenmuster bestätigen: Schönemann als leicht dumpfbackiger, aber irgendwie trotzdem liebenswerter Möchtegern-Playboy, Millowitsch als patente Frau mit Herz und rascher Auffassungsaufgabe; dass Marie Brand geniale Züge hat, glaubt man ihr sofort. Um so verblüffender ist es, wenn vor allem Schönemann das Rollenklischee durchbricht. Noch hübscher sind trotzdem die Momente, wenn er als Jürgen Simmel wieder mal so herrlich indigniert dreinblickt, weil er im Vergleich zur hochbegabten Kollegin ein ganz kleines Licht ist.

    Die eigentliche Geschichte (Buch: Nils Morten Osburg, Eckehard Ziedrich) ist weniger hinreißend, weil sich die Inszenierung (Manuel Siebenmann) allzu sehr am Klischee der millionenschweren Dekadenz ergötzt: Marek Harloff und Meret Becker spielen Sohn und Tochter des toten Ehepaars Seibt wie nie erwachsen gewordene, trotzige Kinder, denen man sofort eine inzestuöse Beziehung unterstellt; die stereotype Darstellung soll die beiden vermutlich verdächtig machen. Tatsächlich hätte Schwiegersohn Probst (Harald Schrott) viel bessere Motive: Seibt senior wollte das marode Unternehmen versilbern; der potenzielle Käufer macht keinen Hehl daraus, dass er Probst als Marketingchef nicht übernommen hätte. Interessant wird die Handlung, als der Sohn (Enno Hesse) eines Detektivs ins Spiel kommt: Er sollte Seibt und seine Geliebte beschatten, hat sich dabei in die junge Frau verliebt und war womöglich Zeuge des Mordes. Die entsprechenden Bilder offenbaren allerdings einen Lapsus des Drehbuchs: Ausgerechnet jenes Detail, das Marie zu Beginn aufgefallen ist, spielt plötzlich gar keine Rolle mehr. Das ist aber egal, weil Millowitsch und Schönemann so ein großartiges Team abgeben; und weil Kameramann Daniel Koppelkamm eine ganze Reihe wundervoll fotografierter Einstellungen gelungen sind. tpg.

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