Marie Brand und die Schatten der Vergangenheit

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   2015
Marie Brand und die Schatten der Vergangenheit Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Marie Brand und die Schatten der Vergangenheit: Sehenswerter Krimi, in dem sich ein entflohener Mörder an der Kölner Kommissarin rächen will.

Eigentlich wäre Marie Brand gut beraten, aus der Schusslinie zu verschwinden: Rainer Sperl, der sie vor drei Jahren entführt hat, ist aus der Haft geflohen und will sie ermorden. Aber die Kommissarin hat einen Fall zu lösen: Am Rheinufer wird eine Frauenleiche gefunden; alle Verdachtsmomente deuten auf den Ehemann. Während Simmel alle Hände voll zu tun, um seine Chefin zu beschützen, zeigt sich, dass der Mordfall komplizierter ist als gedacht.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Es ist immer noch schade, dass Marie Brandt mittlerweile nur noch eine ganz gewöhnliche Kommissarin ist; klug und mit wachem Geist natürlich, aber eben ohne jene fast übersinnlichen Fähigkeiten, wie sie nach wie vor im Vorspann zur Schau gestellt werden.

    Im Lauf der Jahre hat allerdings ohnehin ein kleine personelle Verschiebung stattgefunden: Jüngere Zuschauer werden die Reihe weniger wegen Mariele Millowitsch, sondern vor allem wegen Hinnerk Schönemann einschalten. Jürgen Simmel war zwar von Anfang an mehr als nur ein Stichwortgeber, aber die Rollenverteilung war klar: sie der Kopf, er der Körper. Daran hat sich nichts geändert, doch der Körper hat mittlerweile deutlich mehr zu tun; in diesem Film zum Beispiel rettet Simmel seiner Kollegin gleich zweimal das Leben. Millowitsch mag die filigraneren Dialoge haben, aber Schönemann darf dafür die Physis seiner Figur in Form sympathischer Beiläufigkeiten ausleben. Er macht das derart geschickt und natürlich, dass diese kleinen Gesten wie spontane Einfälle wirken.

    Clou des Films ist allerdings die Geschichte: Brand hat vor Jahren den Mörder Rainer Sperl (Dirk Borchardt) hinter Gittern gebracht. Weil er der Kommissarin damals Rache geschworen hat, will ihr Chef (Thomas Heinze) sie aus der Schusslinie entfernen, als Sperl die Flucht gelingt. Die Ermittlerin denkt aber gar nicht dran, denn sie hat einen Fall zu klären: Am Rheinufer ist die Leiche einer Frau gefunden worden, und alles spricht dafür, dass der Ehemann (Harald Schrott) der Mörder ist, zumal er ein Verhältnis mit einer Angestellten (Isabel Gerschke) seiner Frau hat.

    Natürlich profitiert der alles andere als ungewöhnliche Erzählstrang mit der toten Ehefrau enorm von der Gefahr, die der Kommissarin die ganze Zeit droht (Drehbuch: Leo P. Ard, Michael B. Müller). Parallelmontagen sorgen dafür, dass die beiden Ebenen immer wieder geschickt miteinander verknüpft werden. Schon allein die Idee, einen alten Fall wieder aufzugreifen, ist für die treuen Freunde der Reihe ein kleines Fest. Für alle anderen ist es aber völlig irrelevant, wenn sie „Marie Brand und die falsche Frau“ (2012) nicht gesehen haben, es kommt ja einzig und allein auf Sperls Rachemotiv an. Solche Rollen werden Dirk Borchardt für seinen Geschmack vermutlich zu oft angeboten, aber er verkörpert diese skrupellosen und kaltblütigen Verbrecher regelmäßig mit einer beunruhigen Glaubwürdigkeit. Andreas Linkes Inszenierung seines ersten „Marie Brand“-Films überzeugt nicht zuletzt durch die Sorgfalt im darstellerischen Detail; das Handwerk (Bildgestaltung, Schnitt, Musik) ist mit großer Sorgfalt und Professionalität erledigt worden. Der Reiz des Krimis liegt dennoch in erster Linie in der permanenten Bedrohung, zumal das Drehbuch am Ende für einen kleinen Knüller sorgt, als sich rausstellt, dass es die ganze Zeit eine dritte Handlungsebene gab: Obwohl Sperl schließlich zur Strecke gebracht werden kann, schwebt Marie Brand immer noch in Lebensgefahr. tpg.

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