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Marcello, Marcello

   Kinostart: 10.06.2010

Marcello Marcello: Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven aufwartet.

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Filmhandlung und Hintergrund

Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven aufwartet.

Eine kleine italienische Insel im Jahr 1956. Einem alten Brauch zufolge müssen junge Männer den Papas ihres anvisierten Herzblatts ein Geschenk präsentieren - gefällt das, darf die Angebetete erstmals ausgeführt werden. Fischersohn Marcello hat ein Auge auf die Bürgermeistertochter Elena geworfen und auch die passende Geschenkidee - nur die finanziellen Mittel, das Präsent zu erwerben, fehlen ihm. Also stürzt er sich in einen schwungvollen Tauschhandel, der ihn ans Ziel seiner Wünsche bringen soll. Eine Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl und gute Menschenkenntnis voraussetzt.

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Darsteller und Crew

  • Elena Cucci
    Elena Cucci
    Infos zum Star
  • Francesco Mistichelli
    Francesco Mistichelli
  • Luigi Petrazzuolo
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  • Alfio Alessi
    Alfio Alessi
  • Luca Sepe
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  • Renato Scarpa
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  • Antonio Pennarella
    Antonio Pennarella
  • Mariano Rigillo
    Mariano Rigillo
  • Peppe Lanzetta
    Peppe Lanzetta
  • Roberto Bestazzoni
    Roberto Bestazzoni
  • Rosa Masciopinto
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  • Teresa Del Vecchio
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  • Susy del Giudice
    Susy del Giudice
  • Maria Pia Calzone
    Maria Pia Calzone
  • Denis Rabaglia
    Denis Rabaglia
  • Mark David Hatwood
    Mark David Hatwood
  • Anne Walser
    Anne Walser
  • Filip Zumbrunn
    Filip Zumbrunn
  • Claudio Di Mauro
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  • Henning Lohner
    Henning Lohner
  • Claudio Grimaldi
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Kritiken und Bewertungen

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4 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. In diesem Schweizer Liebesmärchen setzt Komödienspezialist Denis Rabaglia eine Kettenreaktion aus absurden Tauschgeschäften in Gang, womit er charmant-beschwingt, wenn auch nicht ohne reichlich Schmalz, das mediterrane Lebensgefühl feiert. Nach „Azzurro“ arbeitete Rabaglia zum zweiten Mal mit Autor Luca de Benedittis, um den Roman „Marcello und der Lauf der Dinge“ für die Leinwand zu adaptieren. Dabei siedelten sie die Vorlage im neapolitanischen Raum an, wofür malerische Bilder auf verschiedenen italienischen Dörfern und Inseln gefunden wurden. Die wunderbaren Küstenaufnahmen erweisen sich schon als halbe Miete für diese stürmische Geschichte, während skurrile Charaktere und eine temporeiche Inszenierung für weiteres Amüsement sorgen.

      Natürlich zeigt sich die Ausgangssituation mit dem archaischen Inselbrauchtum eines besonderen Geschenks für den Vater des umworbenen Mädchens aus Anlass des ersten Dates als fiktiv, doch die Idee bietet eine willkommene Basis für reichlich Verwicklungen und Turbulenzen. Dabei führt für den Jungen Marcello der Pfad stets zurück in die Vergangenheit, wo sich tiefe Wunden offenbaren, emotionale Krisen in Sackgassen führen und persönliche Kränkungen gekittet werden müssen. Selbst Marcellos Vater Mariano hadert immer noch damit, dass seine Frau ihn und den Sohn nach dessen Geburt verließ. Deshalb will der Fischer mit allen Mitteln dafür sorgen, dass es der talentierte Träumer später einmal besser hat und ein Studium beginnen darf. Um die schöne Elena ausführen zu können, muss Marcello erst einmal Schicksal spielen, verfeindete Parteien versöhnen und einen arroganten, reichen Nebenbuhler ausstechen.

      Die Darstellerriege setzt sich aus attraktiven Newcomern und neapolitanischen Altstars zusammen, die man bei uns jedoch weniger kennt. Ihre schrägen Figuren wirken wie aus dem „Asterix“-Universum oder der italienischen Komödientradition entnommen, was zu manchen Stereotypen in der Charakterisierung führt. Allerdings zählt etwa der Rockmusik liebende Friseur, dessen Mutter ständig seine LPs konfisziert, zu den originelleren Typen, während an anderer Stelle die nicht lange zurück liegende Zeit des Faschismus keineswegs verschwiegen wird, deren Nachwirkungen noch längst nicht überwunden sind. Angesicht des heiter-melancholischen Tonfalls und der trefflichen, märchenhaften Atmosphäre verzeiht man der lockeren Sommerkomödie manche Kitscheinlage, die offenbar in diesem Genre unweigerlich dazu gehört.

      Fazit: Eine sinnlich-überschwängliche Romantikkomödie über eine Kettenreaktion an Tauschgeschäften als beschwingte Sommerunterhaltung.
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    2. Marcello, Marcello: Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven aufwartet.

      Heitere Sommerromanze mit origineller Ausgangsidee, die mit einem sympathischen Hauptdarsteller, skurrilen Nebenfiguren und pittoresk-nostalgischen Postkartenmotiven trumpft.

      Italiens Inselwelt bezaubert mit schönen Frauen. Ingrid Bergman brachte den „Stromboli“ zum Glühen, „Der Postmann“ verfiel auf einem Eiland vor Neapels Küste Maria Grazia Cucinottas neckischen Ballspielen und Claudia Cardinale, genannt „Nationale“, machte Capitano Franco Nero auf Sizilien in „Der Tag der Eule“ schöne Augen. Nun, im neuen Millennium, lockt die liebliche Kino-Newcomerin Elena Cucci als Elena Del Ponte auf einer fiktiven kleinen Insel den Fischersohn Marcello.

      Zurück in die „prüden“ 50er Jahre führt „Marcello Marcello“ von Denis Rabaglia („Azzurro“), der Mark David Hatwoods Roman „Marcello und der Lauf der Liebe“ sehr frei für die Leinwand bearbeitet hat. Ein weich gezeichnetes Feelgood Movie ist das Ergebnis, romantische Sonnenuntergänge, pittoreske Postkartenmotive (Kamera: Filip Zumbrunn) und einschmeichelnde Musikuntermalung inklusive. Der Held, ein aufrechter Kerl mit großen Augen und Wuschelkopf, mit viel positiver Energie gespielt von Neuling Francesco Mistichelli, verguckt sich in die Asthma-kranke Tochter des Bürgermeisters und will ein Date. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn ein alter Inselbrauch schreibt vor, dass potentielle Freier beim Vater der avisierten Schönen vorsprechen und ein Geschenk abgeben müssen - für den Papa, der dann darüber entscheidet, welcher der jungen Männer die Tochter zuerst ausführen darf. Marcello mangelt es nicht an der zündenden Präsentidee, ihm fehlen schlicht die finanziellen Mittel - also beginnt er einen schwungvollen Tauschhandel, der ihn ans Ziel seiner Träume führen soll.

      Marcello rennt los wie einst Tykwers „Lola“, vorbei an bunten Häusern und durch kopfsteingepflasterte Winkelgassen, gibt Brautkleider für Zitronenlikör, lässt einen ewig krähenden Hahn den Besitzer wechseln, bringt den sitzengelassenen Papa mit der Frau seines Herzens zusammen und den Priester, einen militanten Rock’n’Roll-Gegner, fast um den Verstand. Die ersten 45 Minuten vergehen wie im Fluge, Jean-Pierre Jeunets „fabelhafte Welt der Amèlie“ lässt grüßen, gerne schaut man dem schlauen Schlichten zwischenmenschlicher Problemchen zu und genießt dabei das mediterrane Flair. Dann erschöpft sich die reizvolle Ausgangsidee und übrig bleibt eine klassische Liebesgeschichte, die gewohnte Genremuster bedient. Dennoch folgt man Marcellos Schnitzeljagd gerne. Hinter jeder Ecke lauert eine neue Überraschung, sorgfältig sind die (fast durchwegs) skurrilen Figuren gezeichnet und mit Fiesling Armando Cesari (Alfio Alessi) gibt es auch einen Nebenbuhler, den man richtig schön hassen darf. Luftig-heiterer Herzschmerz - und die richtige Einstimmung für den nächsten Sommerurlaub in Bella Italia. geh.
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      Kino.de Redaktion  

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