Mansfield Park

   Kinostart: 20.07.2000

Mansfield Park: Auf den Spuren von "Sinn und Sinnlichkeit" wandelnde Jane-Austen-Adaption um eine Frau, die in der Liebe ihrem Herzen vertraut und ihren Kopf durchsetzt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Auf den Spuren von "Sinn und Sinnlichkeit" wandelnde Jane-Austen-Adaption um eine Frau, die in der Liebe ihrem Herzen vertraut und ihren Kopf durchsetzt.

Aus ärmsten Verhältnissen stammend, wächst Fanny bei ihrer reichen Tante zu einer selbstbewussten Frau heran, für die der Makel ihrer Herkunft unüberwindbar scheint. Als sie von einem Verehrer umworben wird, drängt man sie zur Heirat. Doch Fanny wehrt sich, liebt sie doch nur ihren Cousin, der sie allerdings als seine Traumfrau noch entdecken muss.

Fanny Price, als Zehnjährige aus ärmlichen Verhältnissen zu wohlhabenden Verwandten nach Mansfield Park geschickt, wächst dort im Schatten ihrer Cousinen und Cousins auf. Nur zum sensiblen Edmund, der von ihrem Freigeist fasziniert ist, entwickelt sie eine engere Beziehung. Allmählich reift das Mädchen zu einer genauen Beobachterin und scharfzüngigen jungen Dame mit Ambitionen heran: sie will Schriftstellerin werden. Ihr autoritärer Onkel verfolgt aber ganz andere Pläne. So hat er etwa schon einen Heiratskandidaten für Fanny ausgesucht…

Fanny wächst bei ihrer reichen Tante auf. Der Makel ihrer ärmlichen Herkunft scheint unüberwindbar. Als sie von einem Verehrer umworben wird, drängt man sie zur Heirat. Doch Fanny wehrt sich, liebt sie doch ihren Cousin, der sie allerdings als seine Traumfrau noch entdecken muss. Visuell ungewohnt nüchterne Jane-Austen-Verfilmung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mansfield Park: Auf den Spuren von "Sinn und Sinnlichkeit" wandelnde Jane-Austen-Adaption um eine Frau, die in der Liebe ihrem Herzen vertraut und ihren Kopf durchsetzt.

    Vier bzw. drei Jahre nach „Sinn und Sinnlichkeit“, „Verführung“ und „Emma“ sucht das Austen-Fieber neue Träger. „Mansfield Park“ sorgt in der Adaption Patricia Rozemas („When Night Is Falling“) allerdings nur für leicht erhöhte Temperaturen. Was weniger an der Qualität als am Erschöpfungszustand manchen Zuschauers liegt, für den Austens Themenkatalog vielleicht einmal zu viel aufgelegt wurde. Das kommerzielle Schicksal beeinflusst darüber hinaus auch das Fehlen von Prominenz, die „Sinn und Sinnlichkeit“ noch zu einem Hit gemacht hatte. In der Konsequenz wird man sich wohl in den Erwartungen bescheiden müssen.

    Literaturfans werden jedoch auch von „Mansfield Park“ nicht enttäuscht werden, bietet doch auch diese Erstverfilmung ein plastisches Porträt des Gesellschaftsklimas und der Opfer, die das Gefühl der Vernunft bringen musste. Austens Kernhandlung ließ Rozema weitgehend unberührt, betonte aber die Sklaverei stärker als historischen Hintergrund und Spiegel für die Situation der Protagonistin. Letztere wirkt, von Rozema als Mischung aus der Romanfigur und Austens eigener Persönlichkeit angelegt, energischer. Mit dem Vertrauen in ihre Menschenkenntnis und den eigenen Instinkt ist Fanny (Frances O’Connor aus „Kiss or Kill“) eine klassische Austen-Heldin, die dank Rozemas Charakterstyling deutlicher in die Moderne weist. Ihre Konflikte sind jedoch unverändert in der Zeit verhaftet, in der ausgelebte Emotionen tabuisiert, Ehen arrangiert und Schicksale durch Geburt vorgezeichnet sind. Fanny ist zehn, als sie aus ärmsten Verhältnissen nach Mansfield Park kommt, wo sie geduldeter, aber nicht integrierter Familienzuwachs wird. Die Ambitionen dieses Freigeistes werden nicht ernst genommen und ihre romantischen Wünsche bleiben ein Geheimnis. Wie schon in „Sinn und Sinnlichkeit“ liegt die Prüfung in der Ortung des wahrhaftigen Gefühls, an dem dann trotz aller Verführungen festgehalten werden muss. So lehnt Fanny das Werben eines Charmeurs (Alessandro Nivola) beharrlich ab, weil sie sich nur ihrer Gefühle für ihren Cousin (Jonny Lee Miller) sicher ist, der in diesem Erkenntnisprozess noch von den Reizen einer anderen (Embeth Davidtz) abgelenkt wird. Die beiden romantischen Alternativen, die im Roman fast Raubtiere sind, erscheinen bei Rozema sympathischer, was vor allem Fannys Verweigerung mitunter zu einer Geduldsprobe macht. Abgesehen von ihr zeichnet nahezu alle Figuren eine reizvolle Unberechenbarkeit aus. So könnte Nivola tatsächlich aufrichtig geliebt, Davidtz mit einer lesbischen Affäre geliebäugelt, ja sogar der Hausherr (Dramatiker Harold Pinter einmal vor der Kamera) für Fanny nicht nur väterliche Gefühle entwickelt haben. Wie in vielen Herrschaftssitzen gibt es also auch hier ein Labyrinth, durch das ein Weg gefunden werden muss. Und trotz des Titels befindet sich dieses nicht im Park. kob.

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