Filmhandlung und Hintergrund

Historisches Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung Ende des 19. Jahrhunderts.

Um 1870 verschifft der schottische Anthropologe Jamie Dodd ein Paar eines zentralafrikanischen Pygmäenvolks, in welchem er den „Missing Link“, das biologische Verbindungsglied zwischen Affe und Mensch, gefunden zu haben glaubt, in seine Heimat. Während Wissenschaftlerkollegen das Paar als Untersuchungsgegenstand behandeln, setzt Jamie im Dienst der Menschlichkeit seine wissenschaftliche Karriere aufs Spiel.

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Kritikerrezensionen

    1. Im Mittelpunkt des Films steht die Verurteilung der Verachtung vor dem Anderen und die Frage, wie weit Wissenschaft gehen darf, wenn es um die Erforschung des Lebens geht. Angesiedelt gegen Ende des 19. Jahrhunderts geht es auch um Rassenlehre und Rassismus, Missionarisierung und verächtliche Arroganz von Seiten der „zivilisierten Weißen“ gegenüber den „Anderen“. Außerdem um Verständigung, Kommunikation zwischen den Kulturen und Welten und dem Verstehen des Unbekannten.

      Toko und Likola sind zwei Menschen, die zunächst als Menschenaffen eingestuft werden, weil man ihnen keine menschliche Intelligenz zutraut, da man ihr Leben und ihre Kultur nicht kennt. Ihre Lernfähigkeit und Kreativität müssen sie erst beweisen, damit sich ihre Entführer dazu herablassen, sie menschlicher zu behandeln.

      Menschlicher, aber nicht wie Menschen. Denn auch bei ihrer Einführung in die gute Gesellschaft werden sie vorgeführt und behandelt wie dressierte Affen in Kostümen. Kurze Subjektiven sollen den Zuschauer dabei in die Lage der Verschleppten versetzen und so die Unmenschlichkeit der Behandlung deutlich spürbar werden lassen.

      Lomama Boseki (Toko) und Cécile Bayiha (Likola) agieren erfrischend natürlich mit geradezu kindlicher Unvoreingenommenheit. Das obwohl oder gerade weil sie noch nie vor einer Kamera standen. Dabei vermitteln ihre Figuren Toko und Likola nicht nur das Gefühl, Opfer einer einseitig denkenden Gesellschaft zu sein, gleichzeitig werden sie so zu den besseren Vorbildern.

      Dem Zuschauer wird nur eine einzige Welt vorgestellt. Am Ende schließt sich der Vorhang aus Lianen hinter Likola, wenn sie zurück in ihre Welt, ihr Zuhause geht, ohne dass man einen Blick erhaschen könnte, ohne dass die Möglichkeit bestünde, diese andere Welt kennenzulernen.

      Geplant als ein Apell zu mitfühlender Menschlichkeit und dem Respekt vor dem „Anderen“, gerät der Film etwas zu gewollt und oberflächlich, um sein Ziel tatsächlich zu erreichen. Zwar wird dem Zuschauer in recht eindrucksvoller Weise die Lächerlichkeit der Rassenlehre vor Augen geführt, doch am Ende gelingt es dem Film nicht, eine wirkliche Verständigung zwischen den Kulturen und den in ihnen agierenden Menschen stattfinden zu lassen.

      Fazit: Ein Film, der mehr Menschlichkeit und Respekt vor anderen Kulturen fordert, dieses Ziel aber nicht wirklich erreicht.
    2. Man to Man: Historisches Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung Ende des 19. Jahrhunderts.

      Zum Auftakt des Berlinale-Wettbewerbs 2005 präsentierte „Indochine“-Regisseur Régis Wargnier dieses historische Abenteuerepos über die Anfänge der modernen Evolutionsforschung. Das in Großbritannien und Südafrika gedrehte Wissenschaftsdrama ist vor allem ein eindringlicher Appell an die Menschlichkeit, den Wargnier gemeinsam mit Bestsellerautor William Boyd auch selbst verfasste.

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