Malibu's Most Wanted

  1. Ø 0
   2003
Malibu's Most Wanted Poster
Alle Bilder und Videos zu Malibu's Most Wanted

Filmhandlung und Hintergrund

Malibu's Most Wanted: Familienkomödie über einen Möchtegern-Rapper aus Malibu, der im echten Ghetto echte Ghettomanieren lernt.

Brad Gluckman ist ein Möchtegern-Rapstar aus Malibu, dessen Vater sich gerade um das Amt des Gouverneurs von Kalifornien bemüht. Aus Angst, sein Sohnemann könnte ihn im Wahlkampf blamieren, heuert er zwei Schauspieler an, die vorgeben, echte Gangsta-Rapper zu sein. Diese kidnappen Brad und zeigen ihm echte Ghettomanieren, die auf Brad aber keineswegs abschreckend wirken.

Als das peinliche Ghettogangster-Gehabe seines schneeweißen und im behüteten Promirevier Malibu aufgewachsenen Teenagersohns die Senatskanidatur von Daddy zu gefährden droht, beschließen dessen schlecht beratene Berater, dem Möchtegern-Gangbanger die Liebe zu Lowlife-Style mit einem Realitätsschock auszutreiben. Als Gangster getarnte Schauspieler sollen B-Brad nach South Central entführen und dortselbst einer Umerziehung unterziehen. Dabei kommt manches anders als geplant.

Um ihn von seiner Liebe zum Gangster-Rap zu „kurieren“, unterziehen die Berater seines Politikerpapis den Teenager Brad einem Realitätsschock in South Central. Gutgelaunte Hiphop-Komödie.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Weiße Rapper lassen sich generell in zwei Kategorien einteilen: entweder verlacht wie Vanilla Ice oder eine Eminenz wie Eminem. Ein Vertreter der ersteren Variante ist der Protagonist der überdrehten Cultureclash-Komödie „Malibu’s Most Wanted“. So glaubt der privilegierte Politikersohn Brad (Jamie Kennedy aus der „Scream -Schrei“) trotz seiner schneeweißen Hautfarbe, dass er tief drin Ghetto-schwarz ist. Als er aufgrund eines gestellten Kidnappings in South Comptons echter Hood landet, stolpert der unbedarfte Möchtegern-Gangsta von einem peinlichen (und gefährlichen) Fauxpas zum nächsten.

    Wie zuletzt in „Haus über Kopf“ und „Head of State“ wird auch hier die kulturelle Kluft zwischen Schwarz und Weiß beackert. Doch statt breit angelegter Stereotype, die bis in die Sklavenzeit zurückdatieren, wird hier konkret die weiße Fangemeinde der urbanen Hiphop-Szene aufs Korn genommen. Bekanntermaßen besteht die kommerzielle Klientel der Rapper schon lange vorrangig aus weißen Teenagern aus den Vorstädten, die den angepriesenen Lebensstil der „Gangstas“ und „Playas“ zumeist nur aus Musikvideos kennen. Dieses Erfahrungsvakuum erzeugt bei den Imitationen der Kids die seltsamsten und oft urkomische Blüten. Hauptdarsteller Kennedy verulkt die akute „Schwarzsucht“ der Teenies regelmäßig in seiner TV-Comedy „JKX: The Jamie Kennedy Experience“, einer Art „Versteckte Kamera“ für Unerschrockene. Die Filmversion seiner Persiflage ist aufgrund des PG13-Ratings um einiges zahmer und weniger unflätig ausgefallen. Das Zielt trifft er mit seiner Satire dennoch verblüffend oft.

    Brad „B-Rad“ Gluckman lebt mit seinen Eltern Bess (Bo Derek) und Bill (Ryan O’Neal) im schnieken Malibu und hängt mit seiner Crew am liebsten im Café rum. Seit Kleinkindertagen hat er die Vernachlässigung seiner Eltern mit Rap und Hiphop kompensiert. Bis ins kleinste Detail ahmt er den Lebensstil, sprich Mode, Jargon und Gebaren seiner Idole nach. Ihm schwebt eine Karriere als Rapper vor, obwohl seine Reime mehr als schwach sind. Mit seinem Ghetto-Auftreten bringt Brad die Wahlchancen für Vater Gluckman zum Gouverneur in Gefahr. Daher kommt dessen Wahlkampfmanager (Blair Underwood) auf die Idee, ihm seine „Schwarzheit“ austreiben zu lassen. Dafür heuert er zwei afroamerikanische Schauspieler (Anthony Andersen und Taye Diggs) mit klassischer Ausbildung an, um Brad zu kidnappen und ihm die beängstigende Realität in der Hood klarzumachen. Der Gag dabei ist, dass die beiden selbst so „weiß“ sind, dass sie erst lernen müssen sich wie Gangster zu gebaren. Behilflich bei ihrem Ghetto-Theater ist ihnen die Cousine Shondra (Regina Hall), in die sich Brad verlieben darf. Nach anfänglicher Einschüchterung hat Brad bald raus, dass seine Kidnapper nicht der „real deal“ sind. So ist er denn auch nicht von dem echten Gangbanger Tec (Damian Dante Wayans) beeindruckt. Dies führt zu weiteren Komplikationen, was schließlich alle Beteiligten bei einer wilden Party zum Happy End zusammenführt.

    Die doppelseitige Fisch-aus-dem-Wasser-Komödie von „Spot“-Regisseur John Whitesell kann durchaus etliche herzhafte Lacher verbuchen, auch wenn die Prämisse auf Filmlänge ausgedehnt ein wenig gestreckt wirkt. Auflockerung der Sketchhaftigkeit wird mit einer amüsanten Rückblenden-Montagen von Brads Rapper-Werdegang und einigen Fantasy-Einlagen (Snopp Dogg leiht einer sprechenden Ratte seine Stimme) garantiert. Unterhaltsam ist auch eine „8 Mile“ nachempfundene Rap-Battle. Zumindest in den USA wird die harmlos-banale Blödelei spätestens auf Video richtig gut absahnen können. ara.

Kommentare