Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte

   Kinostart: 12.10.1995

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Filmhandlung und Hintergrund

Wie eine Kostümfilmvariante von „Citizen Kane“ konstruierte der Regisseur und Drehbuchautor Bernard Rose (zuletzt mit dem Horrorhit „Candymans Fluch“ in den deutschen Kinos) sein biographisches Melodram über das Leben der unsterblichen Komponistengröße Ludwig van Beethoven. Sein Ausgangspunkt ist Beethovens Begräbnis im Jahr 1827. Er hinterläßt einen historisch belegten Brief, in dem er seiner ungenannten „unsterblichen...

Nach dem Tod von Ludwig van Beethoven wird in seinem Nachlaß ein Brief gefunden, der an eine nicht identifizierte Frau gerichtet ist, ohne deren Liebe Beethoven augenscheinlich den Willen zum Leben verloren hatte. Beethovens Sekretär begibt sich auf die Suche nach der Frau, durchquert dafür halb Europa und erfährt etliche Details aus dem Leben des Genies.

Man schreibt das Jahr 1827. Ludwig van Beethoven ist gestorben. Er hinterläßt unzählige musikalische Meisterwerke - und ein Vermächtnis, das niemand zu entschlüsseln vermag. Sein letzter Wille besagt, daß er sein gesamtes Vermögen seiner unsterblichen Geliebten vermacht - nennt jedoch nicht deren Namen. Also macht sich sein treu ergebener Sekretär Anton Felix Schindler auf, um das Rätsel um Beethovens Testament zu lösen. Dies ist jedoch bei der stattlichen Anzahl von Affären keine leichte Aufgabe.

Nach dem Tod Ludwig van Beethovens macht sich sein Sekretär auf den Weg, die nur aus einem Brief bekannte Erbin und Geliebte des Musik-Genies zu finden. Imposante Mischung aus Thriller und barockem Musikfilm mit einem glänzenden Gary Oldman.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie eine Kostümfilmvariante von „Citizen Kane“ konstruierte der Regisseur und Drehbuchautor Bernard Rose (zuletzt mit dem Horrorhit „Candymans Fluch“ in den deutschen Kinos) sein biographisches Melodram über das Leben der unsterblichen Komponistengröße Ludwig van Beethoven. Sein Ausgangspunkt ist Beethovens Begräbnis im Jahr 1827. Er hinterläßt einen historisch belegten Brief, in dem er seiner ungenannten „unsterblichen Geliebten“ sein gesamtes Vermögen vermacht. Beethovens treuer Sekretär Anton Felix Schindler (Jeroen Krabbé) bemüht sich, das Rätsel um die mysteriöse Unbekannte zu entschlüsseln und sucht die drei Frauen auf, die entscheidende Rollen im Leben des Maestros spielten. In Karlsbad trifft er die reizende Gräfin Guillietta Guicciardi (Valeria Golino), in Ungarn die unabhängig-selbstbewußte Gräfin Erdödy (Isabella Rossellini) und schließlich Beethovens spröde Schwägerin Johanna (Johanna TerSteege). In Rückblenden offenbaren die verschiedenen Erzähler Fragment um Fragment über den schwierigen Charakter des häufig abweisend-arroganten Genies. Sein launenhaftes Verhalten führt Rose auf die Hörprobleme und spätere Taubheit zurück, die dem gemarterten Genie Qualen bereitet haben muß. Mit ausgefeilter Soundtechnik wagen es die Filmemacher, eine Ahnung zu vermitteln, wie dieses horrende Handicap von Beethoven empfunden worden sein könnte. Gary Oldman, der sich mit zahlreichen überdrehten Darstellungen den Titel des ungekrönten Königs des Overacting verdient hat, verleiht seiner Rolle des innerlich zerrissenen, tieftraurigen Komponisten eine erstaunlich sublime Tiefe, auch wenn man sich dem brüsken Protagonisten nie wirklich verbunden fühlt. Um das Augenmerk nicht nur auf musikalische und romantische Aspekte zu beschränken, fügte Rose einen tragischen Subplot um Ludwigs Neffen Karl hinzu: Vergeblich versucht der Komponist, seine Talente auf den Jungen zu übertragen, wobei diesen die hochgesteckten Erwartungen förmlich strangulieren. Rose wartet mit keiner melodramatischen Erklärung des von unzähligen Historikern vergeblich erörterten Rätsels auf. Seine Vermutungen, welche Beweggründe der große Beethoven gehabt haben könnte, seine berühmtesten Kompositionen zu schreiben, sind eher effektvoll als glaubwürdig. So soll der „Ode an die Freude“ die Mißhandlung durch seinen Vater in jungen Jahren zugrunde liegen. In der Reflektion des Sternenhimmels wird das Genie als Teil des Firmaments aufgenommen. Für den bestechenden Soundtrack zeichnen Sir Georg Solti und das London Symphonic Orchestra verantwortlich. Nicht minder makellos sind das Produktionsdesign, die Kostüme und die Kameraarbeit. Ob sich an den Kinokassen ein ähnlicher Erfolg wie „Amadeus“ erzielen lassen wird, hängt auch davon ab, ob das schwermütige Wesen Beethovens dem Publikum ebenso liegt wie der quirlige Mozart. ara.

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