Lucky Break - Rein oder raus

  1. Ø 0
   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Lucky Break - Rein oder raus: Amüsanter Gefängnisfilm um Knastis, die ein Musical vorbereiten und bei dessen Premiere flüchten wollen.

Das Einbrecher-Duo Jimmy und Rudy landet nach einem vermasselten Coup im Gefängnis. Jimmy sieht eine Gelegenheit zur Flucht , als der Anstaltsleiter mit den Insassen „Nelson: Das Musical“ in der alten Kapelle aufführen will, dem einzigen Ort, von dem man mühelos ausbrechen kann. Doch Jimmy verliebt sich in seine „Schauspielkollegin“, die süße Gefängnispsychologin Annabel.

Als Rudy sich bei einem Bruch selbst in die Bank einsperrt, wandert er ins Kittchen – kurz darauf folgt ihm Komplize Jimmy nach. Der findet die Aussicht auf fünf Jahre Knast keineswegs attraktiv und schmiedet Fluchtpläne. Die Freiheit rückt in greifbare Nähe, als Jimmy die Hauptrolle bei einer Gefängnistheaterinszenierung übernimmt. Dessen Premiere soll in einer Kapelle stattfinden, aus der man leicht ausbrechen kann. Dumm nur, dass Jimmy sich in die Anstalts-Psychologin verliebt hat und nun zwischen Liebe und Freiheit wählen muss.

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Kritikerrezensionen

  • Peter Cattaneo, der vor drei Jahren mit „Ganz oder gar nicht“ einen Erfolg verbuchte, zeigt auch in seinem zweiten Film „Lucky Break“ besten „british humor“. Seine Komödie über Knastis, die hinter Gittern ein Musical einstudieren, um während der Premiere die Mücke zu machen, sollte auch deutsche Lachmuskeln aktivieren. Allein schon das Ensemble, in den Hauptrollen Comedy-Ass James Nesbitt und „The Sixth Sense“ Star Olivia Williams, sorgt für Furore.

    In „Ganz oder gar nicht“ bewies Peter Cattaneo sein Feeling für nette Verlierer-Typen, die sich gegen ein scheinbar aussichtsloses Schicksal stemmen und aus eigener Kraft zu Gewinnern werden. Auch diesmal entwickelt er Herz und Sympathie für ein paar taffe Kerle mit schlechten Karten im Leben. Das sind vor allem Jimmy Hands und Rudy, die schon beim Kinderspiel Räuber und Gendarm, immer die Räuber mimten. Ihre wechselvolle Profi-Karriere als Einbrecher sollte sich niemand zum Vorbild nehmen, auch der letzte und dilettantisch organisierte Coup geht gehörig in die Hose. Rudy sperrt sich selbst in die Bank ein und landet im Gefängnis, wo wenig später auch Jimmy eintrudelt. Der hat keine Lust auf fünf Jahre Kost im Knast, sondern will möglichst flott wieder raus in die Freiheit. Eine Gelegenheit zur Flucht ergibt sich, als der Anstaltsleiter eine Theatergruppe gründet und Jimmy unter der Regie eines frisch gebackenen Cambridge-Absolventen in „Nelson: Das Musical“ den Hauptpart übernimmt, an der Seite der attraktiven Psychologin Annabel Sweep. Die Premiere findet in der „alten Kapelle“ statt, dem einzigen Ort, von dem man mühelos ausbrechen kann. Der gut ausgetüftelte Plan hat nur einen Haken: Was tun, wenn die Liebe ausbricht? Jimmy muss sich entscheiden – Flucht und damit Annabel verlieren, oder Ausharren mit der Hoffnung auf ein Leben zu zweit nach der Entlassung.

    In der Tradition von „Gesprengte Ketten“ inszeniert Cattaneo einen amüsanten Gefängnisfilm, der bewegende und unheimlich witzige Szenen zu perfektem Entertainment mit „Menschel-Faktor“ verbindet. Es geht ihm nicht darum, eine realistische Illustration des Knast-Alltags zu liefern, sondern Menschen zu zeigen, wie sie auf Härten reagieren und sich zum kurzen Atemholen in Humor flüchten. Da gibt es keine billigen Lacher auf Kosten der Protagonisten, sondern eine liebevolle Zeichnung ihrer kleinen Schwächen. Am Ende mag man die verzweifelten Dickköpfe mit kindlicher Seele. Die Schauspieler sind Top, vor allem James Nesbitt als Romantiker mit großer Klappe, Timothy Spall als Opferlamm unter Kuratel des hundsgemeinen Wärters Ron Cook, Christopher Plummer als leicht exzentrischer Anstaltsleiter mit Faible für Amateurtheater. Mittendrin im Männer-Reservat Olivia Williams als patente Psychologin mit Menschenverbesserungs-Tick. „Rein oder Raus“ ist hier keine Frage. Für das Publikum lohnt sich der Ausflug in dieses verrückte Biotop 100prozentig. Also nichts wie rein! mk.

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