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Lovers (Dogma #5)

Kinostart: 11.11.1999
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  • Kinostart: 11.11.1999
  • Dauer: 101 Min
  • Genre: Drama
  • FSK: ab 6
  • Produktionsland: Frankreich
  • Filmverleih: Prokino (Filmwelt)

Filmhandlung und Hintergrund

Ungewöhnlich realistische, bewegenden Liebesgeschichte zwischen einer jungen Französin und einem Jugoslawen.

Jeanne, Buchhändlerin in Paris und Dragan, Maler aus Jugoslawien, begegnen sich in ihrem Buchladen. Aus der Verabredung für einen Abend wird eine gemeinsame Nacht und Liebe. Bei einer Routine-Kontrolle stellt sich heraus, daß Dragan keine Aufenthaltserlaubnis hat. Er muß das Land innerhalb von drei Tagen verlassen. Doch das Paar beschließt, unter zu tauchen.

Die junge Pariser Buchhändlerin Jeanne und der jugoslawische Maler Dragan verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Das Leben um sie herum scheint keine Rolle mehr zu spielen - bis mit einem Mal die Realität in ihre Beziehung einbricht. Dragan ist nämlich ein illegaler Immigrant und soll aus Frankreich ausgewiesen werden. Eine Situation, die ihre Liebe zwar auf eine harte Probe stellt, ihr aber auch besondere Kraft verleiht. So beschließen die beiden, zusammen unterzutauchen. Ein gefährlicher Schritt, wie sich sehr bald herausstellt…

Pariser Buchhändlerin verliebt sich in illegalen jugoslawischen Immigranten, der aus Frankreich ausgewiesen werden soll. Liebesdrama im Dogma-Stil und Regiedebüt des französischen Schauspielers Jean-Marc Barr.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Lovers (Dogma #5): Ungewöhnlich realistische, bewegenden Liebesgeschichte zwischen einer jungen Französin und einem Jugoslawen.

    Der erste französische Dogma-Film, der fünfte in der Reihe bisher, ist das Regiedebut des Schauspielers Jean-Marc Barr („The Big Blue“, „Europa“). Er ist auch zusammen mit Pascal Arnold Co-Autor dieser ungewöhnlich realistischen, bewegenden Liebesgeschichte zwischen einer jungen Französin und einem Jugoslawen in Paris heute. Die Frische und Unmittelbarkeit des unprätentiösen spontanen Erzählstils wird sicher nicht nur ein Cineasten-Publikum faszinieren, sondern auch all jene Zuschauer, die große ehrliche Gefühle und die Liebe im Kino lieben.

    Vor einem Jahr präsentierten Lars von Trier und Thomas Vinterberg in Cannes ihre ersten Filme nach den von ihnen entworfenen Regeln des einfachen, authentischen Hier-und-Jetzt-Filmemachens, etikettiert Dogma 95. „Idioten“ und „Das Fest“ brachten Schwung in die routinierte Festival-Szene, weil sie dem technisch perfekten und effektgeladenen Kino des ausgehenden Jahrtausends ihre spartanisch real gefilmten Geschichten entgegensetzten. Zurück zum Wesentlichen, zum Inhalt, Gedanken, Gefühle und Menschen wie du und ich, zur guten Story. Jean-Marc Barr reagierte sofort, schrieb und filmte - er ist auch sein eigener (Hand-)Kameramann - eine eigentlich ganz gewöhnliche Großstadtgeschichte von heute, die ihre Ungewöhnlichkeit durch die rigoros gelebten Empfindungen und Verhaltensweisen der beiden Hauptfiguren bekommt.

    Liebe als ultimativer Widerstand gegen das Chaos dieser Welt: Jeanne, Buchhändlerin in Paris (Elodie Bouchez) und Dragan, Maler aus Jugoslawien (Sergei Trifunovic), beide etwa 25 Jahre als, begegnen sich zum erstenmal in ihrem Buchladen, wo er ein Buch über einen italienischen Maler sucht. Sie verabreden sich für den Abend auf einen Drink. Sie verbringen ihre erste Nacht zusammen. Sie lieben sich. Sie ziehen durch die Straßen von Paris. Sie feiern ein Fest mit Dragans Freunden. Und eines Tages bekommt die glückliche Zeit einen Riß: bei einer Routine-Kontrolle stellt sich heraus, daß Dragan kein Aufenthaltsvisum für Frankreich hat. Er muß das Land innerhalb von drei Tagen verlassen. Das Gefühl des Fremdseins, das die beiden seit der ersten Begegnung nie ganz verlassen hat, bekommt auf einmal ein amtliches Siegel. Politische Realität wird plötzlich spürbar, erfahrbar - auch für den Zuschauer, weil sie aktuelle Gegenwart ist, in der wir leben. Jeanne und Dragan sprechen Englisch miteinander, weil er kein französisch und sie kein serbokroatisch kann - das schafft über die Distanz der Fremdsprache eine besonders intensive emotionale Nähe, hebt die Liebe von vornherein über eine gewisse alltägliche Routine hinaus. Hinzu kommt, daß Jean-Marc Barr seine beiden Hauptdarsteller Dialoge sprechen läßt, die in ihrer Normalität des Umgangssprachlichen fast schon wieder genial sind und völlig spontan wirken. Elodie Bouchez und Sergei Trifunovic spielen mit vollem Einsatz und stilsicherer Präzision, immer gefolgt von Barrs Kamera , die dicht an ihnen dranbleibt. Die Kamera, die nicht voyeuristisch ist, hat die Position des Zuschauers, der wie in einem Sog in die Geschichte hineingezogen wird und sie wie ein unsichtbarer Zeuge aus nächster Nähe mitfühlt.

    Jean-Luc Godard hat uns vor vierzig Jahren mit der für damalige Zeiten höchst unkonventionell gefilmten Liebesgeschichte „Außer Atem“ erstaunt, auch dies die Begegnung zweier junger Leute aus verschiedenen Ländern, einer amerikanischen Studentin und eines französischen Kleinganoven. Jean-Marc Barr ist fast noch rigoroser, weil er getreu den Dogma-Regeln, von heutiger Wirklichkeit erzählt. Jeanne und Dragan beschließen, gegen das Gesetz in Paris zusammenzubleiben, quasi unterzutauchen. Diese Situation stellt ihre Liebe einerseits auf eine harte Probe, gibt ihr andererseits aber neue Kraft und Stärke. Und es gelingt ihnen manchmal in aller Intimität, Augenblicke des Friedens und der Freiheit zu finden. So ist „Lovers“ auch ein Film über die Fragilität der Harmonie heute und die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, spannend für alle, die bereit sind, eine große Liebesgeschichte zu erleben. fh.
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