Little Miss Smiles

Filmhandlung und Hintergrund

Komödie über eine exzentrisch-chaotische Familie, die sich beim Sundance Film Festival als eine der größten Erfolgsgeschichten präsentierte.

Die 7-jährige Olive träumt davon, „Little Miss Sunshine“ zu werden. Als sie zu dieser Young-Miss-Wahl eingeladen wird, begleitet sie ihre ganze Familie nach Kalifornien. Obwohl der Weg von Katastrophen und die Familie von Problemen gezeichnet ist, schweißt der Roadtrip den Chaosclan zusammen, als die kleine, pummelige Außenseiterin beim Wettbewerb auf gedrillte und gestylte Albtraumkids trifft.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Little Miss Smiles: Komödie über eine exzentrisch-chaotische Familie, die sich beim Sundance Film Festival als eine der größten Erfolgsgeschichten präsentierte.

    In Sundance führte diese Familienkomödie zu „California Screaming“. Hollywoodverleiher feilschten um diesen Indie-Sonnenschein, der schließlich mit 10,5 Millionen Dollar einen Top-Preis erzielte.

    Ein Hauch von „Addams Family“ liegt über dem Drehbuch von Newcomer Michael Arndt, mit dessen Verfilmung auch die Clipspezialisten Jonathan Dayton und Valerie Faris ihr erfolgreiches Kinodebüt feiern. „Es geht nicht um Familienwerte, sondern den Wert von Familie“ formulierte man vorab die Zielrichtung. So wirbt „Little Miss Sunshine“ ohne das Demonstrative vergleichbarer Studiofilme für diese sozialen Kernbeziehungen, weil selbst in den chaotischsten Clans das Bindungsgefühl therapeutisch und nie ganz auszulöschen ist. Diese Elementarerfahrung macht auch die Hoover-Familie, die kontinuierlich am amerikanischen Traum vorbeilebt. Vater Richard (Greg Kinnear) predigt in Motivationsseminaren sein Neunstufenprogramm zum Erfolg, ohne es selbst je verwirklicht zu haben. Unerschütterlich promotet er in seiner Familie sein Gewinner-Mantra, doch die Resonanz ist bescheiden. Sein Sex- und Drogen-fixierter Vater fliegt aus dem Seniorenheim, sein Sohn verkriecht sich in der Verachtung für die peinlichen Blutsverwandten in ein Schweigegelübde, sein Schwager erholt sich von seinem Selbstmordversuch ausgerechnet im Hoover-Hafen, in dem bisher fast alle Hoffnungen strandeten.

    Trotz dieses Angebots an Charakterschrullen und Krisenherden überzeichnet der Film nicht, lässt hinter seinen desorientierten Figuren reale Träume und Sehnsüchte erkennen, die man verfolgen muss. Denn der echte Verlierer definiert sich nicht über das Ergebnis, sondern über den Einsatz, etwas erreichen zu wollen. Stellvertretend dafür ist das Engagement der niedlichen, leicht pummeligen Hoover-Tochter Olive, die unbedingt an der Wahl zur „Little Miss Sunshine“ teilnehmen will und tatsächlich auch eingeladen wird. Nicht unbedingt begeistert bricht die ganze Familie zum Roadtrip nach Kalifornien auf, erlebt Autopannen, geschäftliche Tiefschläge, unerwartete Todesfälle und schließlich eine surreale präpubertäre Misswahl, in der von den Eltern gedrillte und gestylte Robokids mit dem Hoover-Underdog um die Krone streiten. Natürlich lässt der Film in dieser Fahrt zur Heilung familiärer Wunden keinen Zweifel daran, wer der „Super-Freak“ (Olives Begleitsong für ihren bizarren Auftritt) tatsächlich ist. Seine Sympathie gilt den Außenseitern, den Gestrandeten in einer vom Erfolg besessenen Gesellschaft. Trotz sporadischer Derbheit (der fluchende Opa) prägt den Film eine zurückhaltende Situationskomik, ist er im Ton vorwiegend heiter, nimmt aber die Figuren und ihre Gefühle immer ernst. kob.

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