Liebe und andere Delikatessen

  1. Ø 0
   2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe und andere Delikatessen: Romantic Comedy mit Diana Amft und Steffen Wink als Liebende, die erst einen Kleinkrieg in der Catering-Szene ausfechten müssen, bevor sie sich kriegen dürfen.

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Kritikerrezensionen

  • Sie ist der Star von „Doctor’s Diary“, und nicht nur Autor Bora Dagtekin schwärmt in höchsten Tönen von ihr: „Diana Amft ist eine der wenigen Schauspielerinnen in Deutschland, die es schafft, in ihrem Spiel subversive Komik herzustellen und in der nächsten Sekunde wieder zutiefst zu berühren.“ Beides ist eine Frage von Ausstrahlung, aber auch von Mimik: Ein nicht unerheblicher Teil ihrer komischen Wirkung resultiert dabei aus der Tatsache, dass Amft ihre Gesichtsmuskeln offenbar besser kontrollieren kann als andere. Auch die ARD-Komödie „Liebe und andere Delikatessen“ profitiert von diesem Talent: Viele Szenen werden erst richtig komisch, weil die Hauptdarstellerin am Ende mimisch noch eins drauf setzt.

    Der Film ist für die Verhältnisse der ARD-Tochter Degeto nicht nur überraschend jung besetzt, er würzt seine nicht ganz unvorhersehbare Geschichte auch mit vielen Überraschungen, liebevoll ersonnenen Nebenfiguren und einem großartigen Gespür für das richtige Timing (Buch: Uli Brée nach einer Vorlage von Arndt Stüwe, Regie: Matthias Tiefenbacher). Diana Amft spielt Franka, den Star einer Berliner Werbeagentur, die das Opfer eines Komplotts wird: Ihre Assistentin (3sat-Moderatorin Katrin Bauerfeind in ihrer ersten Filmrolle) klaut ihr eine wichtige Präsentation, Konkurrent Spreng (Lukas Gregorowicz) erntet die Lorbeeren. Außer sich vor Wut kündigt Franka, findet aber wider Erwarten keinen neuen Job und landet schließlich als Aushilfe bei just jenem Mann, dem sie bei ihrem zornigen Abgang aus der Agentur eine schallende Ohrfeige verpasst hat: Jakob Formanovic (Steffen Wink) ist ein begnadeter Koch und betreibt einen Party-Service, verkauft seine Kreationen aber weit unter Wert. Selbst eine weitere Ohrfeige kann nicht verhindern, dass die beiden sich näherkommen, doch bevor Jakobs Firma von Frankas Verkaufstalent profitieren kann, steht sie schon wieder auf der Straße. Kurzerhand eröffnet sie mit Kollegin Deria (Lale Yavas) eine eigene Catering-Firma. Jetzt stimmt zwar die Verpackung, aber der Inhalt nicht mehr.

    Dank diverser Nebenstränge ist die Geschichte allerdings weitaus komplexer. Viele Szenen sind nur wenige Einstellungen lang, tragen aber enorm dazu bei, den Charakteren der Hauptfiguren für eine Komödie bemerkenswert viel Tiefgang zu geben. Tiefenbacher muss die Handlung nicht mal temporeich inszenieren; die Geschichte lebt von ihrem Einfallsreichtum, den spritzigen Dialogen und natürlich der Hauptdarstellerin. Steffen Wink, nicht gerade ein ausgewiesener Komödiant, ist dabei eine reizvolle Ergänzung zu Diana Amft; wenn sich die beiden gegenseitig als „Frau Superschlau“ und „Herr Schnittchenschmierer“ beschimpfen, fliegen nicht bloß akustisch die Fetzen. Und dass Franka am Ende unverhofft die Gelegenheit bekommt, es ihrem intriganten Kollegen aus der Agentur heimzuzahlen, ist ein feines Sahnehäubchen. tpg.

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