Liebe Lügen

  

Filmhandlung und Hintergrund

Mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm „Das Kondom des Grauens“ entführte uns Martin Walz nach New York. Sein neues Werk, ex aequo mit dem Regie-Förderpreis der Hypobank beim Filmfest München ausgezeichnet, spielt in einem deutschen gemütlichen Hafenstädtchen. Martin Walz präsentiert mit „Liebe Lügen“, einer WDR-Produktion aus der Reihe „Wilde Herzen“, einen ungewöhnlichen Heimatfilm. Sein schüchterner...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm „Das Kondom des Grauens“ entführte uns Martin Walz nach New York. Sein neues Werk, ex aequo mit dem Regie-Förderpreis der Hypobank beim Filmfest München ausgezeichnet, spielt in einem deutschen gemütlichen Hafenstädtchen.

    Martin Walz präsentiert mit „Liebe Lügen“, einer WDR-Produktion aus der Reihe „Wilde Herzen“, einen ungewöhnlichen Heimatfilm. Sein schüchterner Held Ben (Bernd-Michael Lade) mimt den atypischen Sproß einer Seemannsfamilie: Er wird seekrank, sobald er nur in die Nähe des Meeres kommt. Deshalb arbeitet er in einem Pfandhaus als Wachmann. Er verliebt sich in die taffe Kellnerin Maria (Meret Becker), die ihn gehörig ausnutzt. Sie bringt ihn sogar soweit, bei einem fingierten Überfall auf das Pfandhaus mitzumachen, um ihrem Lover aus der Bredouille zu helfen. Doch als die Verwicklungen zunehmen, entdeckt sie plötzlich ihr Herz für den Naivling, und der wird durch die Liebe von seiner Wasser-Angst geheilt.

    Die Metropolis-Produktion kündigt das Ganze etwas hochgegriffen als „eine Geschichte mit Liebe, Witz und Gaunerei an, die die Luft ihrer Vorbilder Frank Capra, Preston Sturges und Curt Goetz atmet“. „Liebe Lügen“ ist eine liebenswerte Mischung aus Krimi, Familienposse und Liebesdrama, die zwar mit Liebe zum Detail und zu den Protagonisten eine menschelnde Geschichte erzählt, aber vor allem am Ende in seiner charmanten Behäbigkeit Assoziationen an alte Freddy-Quinn-Filme wachruft.

    Der 33jährige Walz, der seine Karriere als Schauspieler begann und sich dann in einem fünfwöchigen Crash-Kurs an der New York University das filmische Rüstzeug zum Regisseur aneignete, wollte eine Mischung aus amerikanischer Screwball-Comedy der 30er Jahre und tschechischem Märchenfilm inszenieren. Das ist ihm in Ansätzen gelungen. Der junge Regisseur arbeitet im Moment bereits an zwei neuen Projekten: Einem „Anti-Tarantino“, der in Berlin spielen soll, und an der Verfilmung des Buches „Magic Hoffmann“ von „Happy Birthday, Türke“-Autor Jakob Arjouni. Der in Zürich Geborene, der „Liebe Lügen“ in 27 Tagen mit einem Budget von 1,7 Mio Mark drehte, hofft auf einen Verleih, die Fernsehausstrahlung ist erst für das Frühjahr 1998 geplant. mk.

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