Filmhandlung und Hintergrund

TV-Film um zwei unscheinbare Büroangestellte, die sich durch ihre Liebe zueinander verwandeln.

Leo und Marie sind praktisch unsichtbar. Beide arbeiten bei einer Versicherung, sind aber so unauffällig, dass niemand sie wahrnimmt – bis sie sich im Fahrstuhl begegnen. Allerdings dauert es noch eine ganze Weile, bis sie sich einander öffnen. Dann aber fallen sie auch den Kollegen auf und werden prompt Opfer diverser Intrigen. Zum Glück findet sich stets zur rechten Zeit eine gute Seele, um den Schaden zu begrenzen.

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Kritikerrezensionen

  • Leo und Marie - Eine Weihnachtsliebe: TV-Film um zwei unscheinbare Büroangestellte, die sich durch ihre Liebe zueinander verwandeln.

    Romanzen wandeln ja stets auf einem schmalen Grat zwischen Melodram und Kitsch. Rolf Schübel aber gelingt mit diesem wunderschönen Weihnachtsmärchen die perfekte Gratwanderung. Selbst Zauberei ist mit im Spiel, um aus dem unscheinbaren Leo und der verhuschten Marie ein Paar zu machen. Neben Schübels völlig unprätentiöser, ruhiger Inszenierung gewährleisten vor allem die Darsteller, dass „Leo und Marie“ bei aller Märchenhaftigkeit eine durchaus realistische Romanze bleibt. Bernadette Heerwagen und Wotan Wilke Möhring agieren ganz zurückgenommen und begehen nicht den Fehler, die Unscheinbarkeit der Hauptfiguren durch besonderen mimischen Aufwand zu betonen.

    Gerade Möhring gelingt es trotzdem, ganz in seiner Rolle aufzugehen: ein Mann Ende dreißig, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und von seiner Umgebung nie weiter wahrgenommen wurde. Seit 19 Jahren arbeitet er für eine Versicherung. Sein Vorgesetzter, der die Abteilung ausdünnen soll, weiß allein dank eines Blicks in die Personalakte, dass Leo der perfekte Mitarbeiter ist: ruhig, zuverlässig, nie krank. Niemand ahnt, dass Leo hin und wieder Schicksal spielt: Wenn Familien die Hilfe der Versicherung besonders nötig hätten, aber an den Paragrafen scheitern, ändert er schon mal heimlich die Verträge.

    Und weil gute Taten irgendwann belohnt werden, lässt das Schicksal eines Tages Leo und Marie zusammen Aufzug fahren. Die Seelenverwandten erkennen einander auf Anhieb: Marie leidet noch heute unter den Folgen einer bedrückenden Kindheit und hat ihr Innerstes völlig von der Außenwelt abgekapselt. Doch als sich beide füreinander öffnen, gewähren sie ungewollt auch den Anderen Einblicke und werden prompt Opfer verschiedener Intrigen: Leos Schreibtischnachbar Robert (Uwe Bohm), ein vermeintlicher Frauenversteher, gibt ihm zwar Tipps, wie er todsicher bei Marie landen kann, arbeitet aber hinter Leos Rücken an seiner Entlassung. Maries Kollegin Susanne (Suzan Anbeh) ist eigentlich auf Robert scharf, schnappt sich aber Leo, als Marie sich unversehens in ihr Schneckenhaus zurückzieht, und sorgt prompt für eine erste Beziehungskrise, bevor man überhaupt von einer Beziehung sprechen kann.

    Der vielfach ausgezeichnete Schübel („Nachruf auf eine Bestie“, „Der Indianer“) hat schon mit „Gloomy Sunday“ einen berührenden Liebesfilm gedreht. „Leo und Marie“ aber ist vor allem Märchen, weil das Paar immer wieder sanft zu seinem Glück gezwungen werden muss. Drehbuchautor Arndt Stüwe hat eine Vielzahl kleiner zauberhafter Momente ersonnen, in denen gute Geister Leo zur Seite stehen. Mal sorgt ein Junge dafür, dass Leo und Marie im steckengebliebenen Fahrstuhl Licht haben, dann hilft kein geringerer als der Weihnachtsmann, dass sich die beiden zum ersten Rendezvous treffen, und eine gütige Putzfrau ist gleich zweimal zur Stelle, als es gilt, Unterlagen wundersam herbeizuschaffen oder rechtzeitig verschwinden zu lassen. „Die Liebe gehört den Mutigen“, heißt es einmal. Manchmal aber reicht Mut allein nicht aus, dann braucht man auch ein kleines Wunder; oder zwei. Oder drei. tpg.

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