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Legion - Experiment des Todes (1998) Film merken

Originaltitel: Legion
Legion - Experiment des Todes Poster

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Kritikerrezensionen

  • Bei „Legion“ handelt es sich um das Regiedebüt von Scott Stewart, einem ehemaligen Effektspezialisten aus George Lucas Firma „Industrial Light and Magic“, der mit „The Orphanage“ später ein ähnliches Team aufbaute. Deshalb durfte man davon ausgehen, dass die Spezialeffekte vom Feinsten sind, und natürlich bleibt gegen die technische Seite des Projekts nichts einzuwenden.

    Dagegen hapert es umso mehr beim Storyaufbau und der Spannungsdramaturgie. Paul Bettany steigt als schützender Erzengel Michael nach Amerika hinab, um die bedrohte Menschheit gegen seinen zerstörungswütigen Gegenspieler Gabriel (Kevin Durand aus „Lost“) und seine untoten Horden zu beschützen. Wieder einmal verlor Gott jeden Glauben an die sündigen Erde und gab sie zur Zerstörung frei, wobei einzig das ungeborene Baby einer schwangeren, nikotinsüchtigen Kellnerin für Rettung sorgen kann.

    Neben „Gods Army“ bediente sich Autor Peter Schink reichlich bei Elementen aus „Assault on Precinct 13“ in Form der übermächtigen, schier unbezwingbaren Attacke auf eine von der Außenwelt abgeschnittenen Station und der Endsequenz von „Terminator“, wo schon einmal ein kommender Erlöser reichlich Stoff für Fortsetzungen bot. Dass die Figuren mehr den gängigen Genrestereotypen entsprechen, fällt nicht ins Gewicht. Ohnehin erwartet man bei einem Fantasyspektakel kein anspruchsvolles Charakterdrama.

    Schwerer wiegt aber, dass sich die Geschichte zwischen den einzelnen Angriffen reichlich Zeit für spirituelle Diskussionen um den Glaubensstandpunkt der Eingekesselten nimmt und der dramatische Konflikt zum Erliegen kommt. Erfreulicherweise gönnen sich die Mächte des Bösen immer wieder längere Kaffeepausen, damit im Diner erst einmal nachgeladen und nachgelabert werden kann. Zwar glücken Peter Schink mitunter schräge Sequenzen, wie eine teuflische, an den Wänden krabbelnde Granny, doch leider verrät der Trailer mangels Masse allesamt diese makaberen Gags. Von daher sollte man lieber einen Griff ins Videoregal zum ersten „Gods Army“-Teil wagen.

    Fazit: Schwerfällige Variante des unbarmherzigen Gefechts von Himmelsboten auf Erden mit seltenen originellen inhaltlichen und visuellen Einfällen.

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