Leading Man

Kinostart: 05.12.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Hollywoodstar Robin Grange ist der allseits beliebte Mittelpunkt eines englischen Films, doch hinter der netten Maske verbergen sich Gier und Skrupellosigkeit. Gelungenes Psycho-light-Drama in der Atmosphäre des West-End, Londons Theaterdistrikt.

Hollywood-Schauspieler Robin Grange - für das Stück „The Hit Man“ frisch aus den USA importiert - ist der allseits beliebte Star unter seinen englischen Kollegen. Viel zu spät merken alle Beteiligten, daß Robin Grange sie für seine skrupellose Karriereplanung mißbraucht und ihnen Verständnis, Sex, Liebe und Vertrauen nur vorgaukelt, um dadurch schneller ans Ziel seiner Wünsche zu kommen.

Der „leading man“ eines britischen Theater-Ensembles, der charmante Hollywood-Star Robin Grange, ist bei seinen Kollegen sehr beliebt. Viel zu spät merken sie, daß er sie skrupellos ausnutzt, ihnen Verständnis und Liebe nur vorgaukelt und stattdessen seine intriganten Fäden spinnt, um sich auf ihre Kosten zu amüsieren: Hinter der Maske des attraktiven Sunnyboys lauert ein Abgrund aus Gier und Selbstsucht. In einem furiosen Finale werden die Schauspieler mit den Folgen ihres Tuns konfrontiert, doch da ist Granges Falle längst zugeschnappt…

Hollywoodstar Robin Grange, dargestellt von Jon BonJovi, ist der allseits beliebte Mittelpunkt einer englischen Theatertruppe; doch hinter der netten Maske verbergen sich Gier und Skrupellosigkeit. Gelungenes Psycho-light-Drama in der Atmosphäre des West-End, Londons Theaterdistrikt.

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Kritikerrezensionen

  • Leading Man: Hollywoodstar Robin Grange ist der allseits beliebte Mittelpunkt eines englischen Films, doch hinter der netten Maske verbergen sich Gier und Skrupellosigkeit. Gelungenes Psycho-light-Drama in der Atmosphäre des West-End, Londons Theaterdistrikt.

    Regisseur John Duigan („Verführung der Sirenen“) ist mit seinem neuen Film ein frivol-erotisches Psycho-Light-Drama Gelungen, das in seinen emotionalen Aufgeregtheiten und pathetischen Überempfindlichkeiten genau die Atmosphäre widerspiegelt, in der es angelegt ist: das West-End, Londons Theaterviertel.

    Wie schon bei „Verführung der Sirenen“ hat Regisseur John Duigan auch diesmal in die fein aufeinander abgestimmte Schauspieler-Riege einen Star integriert, der sich bisher auf einem anderen Feld seine Lorbeeren verdiente. In „Sirenen“ war es das Supermodell Elle McPherson, diesmal ist es der Rock’n’Roller Jon Bon Jovi. Daraus kann gewiß eine reizvoller Kontrast, wenn nicht sogar eine interessante künstlerische Reibung entstehen, die weit über die Eyecatcher-Funktion solcher Stars hinausgeht - David Bowie, Mick Jagger, Sting könnte man als Beispiel anführen. Ob Duigan allerdings gut beraten war, Bon Jovi als Hauptdarsteller gegen ein hochkarätiges Schauspieler-Ensemble antreten zu lassen, darf bezweifelt werden. Seit seinem Cameo-Auftritt in „Blaze of Glory - Flammender Ruhm“ oder seine Minirolle in „Moonlight & Valentino“ hat Bon Jovi seine schauspielerischen Ausdrucksfähigkeit enorm gesteigert, aber ein Rest der Bemühtheit, ein Hauch von Musterschüler bleibt ihm immer noch ins Gesicht geschrieben. Das mag aber auch daran liegen, daß er eine Figur darstellt, zu dessen Charakter eben diese Eigenschaften haarscharf passen. Jon Bon Jovi spielt den Schauspieler Robin Grange, den Leading Man, auf doppelte Art und Weise. Zum einen ist er - für das Stück „The Hit Man“ frisch aus den USA importiert - der Star unter seinen englischen Kollegen, zum anderen hält er während des ganzen Films die Fäden in der Hand. Denn was auf den ersten Blick wie ein Psychogramm aus der Theaterwelt erscheint, entpuppt sich immer mehr als ein luzides Intrigenspiel von nahezu faustischem Ausmaß. Viel zu spät merken alle Beteiligten, daß Robin Grange sie für seine skrupellose Karriereplanung mißbraucht und ihnen Verständnis, Sex, Liebe und Vertrauen nur vorgaukelt, um dadurch schneller ans Ziel seiner Wünsche zu kommen. Hinter der Maske des charmanten Ladies Man lauert die Fratze der Gier und Selbstsucht - also durchaus das weitverbreitete Klischee des modernen Mannes. Kein Wunder also, daß der erfolgreiche Autor Felix Webb (Lambert Wilson), der seine attraktive Ehefrau Elena (Anna Galiena) für seine jüngere Geliebte Hilary (Thandie Newton) verlassen will, Hilfe bei Grange sucht. Grange soll Elena verführen und so nicht nur ihr Selbstwertgefühl stärken, sondern sie bereit dafür machen, ihren Mann der Jüngeren zu überlassen. Daß Grange seine erotischen Avancen auch auf Hilary auszuweiten versucht, entspricht seinem Charakter wie dem Skorpion der Giftstachel. In einem furiosen Finale konfrontiert Duigan seine Protagonisten, darunter auch Barry Humphries als Regisseur von „The Hit Man“ (der wohl besser als australische Glamour-Hausfrau Dame Edna Everage bekannt ist) mit den weitreichenden Konsequenzen ihres Tuns, doch da ist Granges Falle schon längst zugeschnappt. Liebhaber von psychologisch motivierten Dramen - und natürlich Jon Bon Jovi-Fans - werden an „The Leading Man“ sicher Gefallen finden, aber ein zahlreiches Publikum dafür zu interessieren, dürfte sich als schwierigere Aufgabe erweisen. ull.

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