Last Dance

Kinostart: 27.06.1996

Filmhandlung und Hintergrund

In ergreifenden Bildern wird eine verstörende Geschichte über menschliches Mitgefühl, Liebe, Leid und Tod erzählt.

Seit 12 Jahren sitzt die verurteilte Doppelmörderin Cindy Liggett in ihrer Zelle und wartet auf ihre Hinrichtung. Eines Tages taucht der junge, idealistische Anwalt Rick Hayes auf und setzt sich aufopferungsvoll für die Umwandlung ihres Todesurteils in eine lebenslängliche Haftstrafe ein. Doch die Zeit drängt, denn inzwischen wurde der Zeitpunkt der Exekution festgelegt. In dreißig Tagen soll Liggett sterben. Hayes verstärkt seine Bemühungen und es gelingt ihm, ein politisches Komplott gegen die Delinquentin aufzudecken.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Last Dance: In ergreifenden Bildern wird eine verstörende Geschichte über menschliches Mitgefühl, Liebe, Leid und Tod erzählt.

    Die augenblicklich im Kino leidenschaftlich geführte Diskussion über die Todesstrafe reichert Regisseur Bruce Beresford um einen weiteren Beitrag an. Daß „Last Dance“ inhaltlich und formal einige Parallelen mit „Dead Man Walking“ aufweist, spricht sehr für die Ernsthaftigkeit, mit der Beresford das Thema behandelt. Gleichzeitig überschatten diese Ähnlichkeiten seinen Film aber auch und drängen ihn in die etwas undankbare Rolle eines „Nachzüglers“.

    Beresfords Erzählweise in „Last Dance“ nähert sich dem moralischen Dilemma der Todesstrafe zunächst von der juristischen Seite. Aus dem System heraus arbeitet sich der junge Anwalt Rick Hayes (Rob Morrow) an den aussichtslos erscheinenden Fall einer aus der sozialen Unterschicht stammenden Delinquentin heran, die in der Todeszelle auf ihre Hinrichtung wartet. Ihre verzweifelten Anträge auf Aufschub sind die einzigen dünnen Streichhölzer, die Cindy Liggett (Sharon Stone) dem Räderwerk der Justiz in die Speichen steckt. Das unmenschliche Prozedere soll Hayes zunächst als „Lernerfahrung“ nutzen, doch fällt es dem Anwalt nicht schwer, schnell das menschliche Leid hinter Liggetts verhärmtem Äußeren zu erkennen.

    Der Film verwendet einige Zeit darauf, die politischen Dimensionen (Einflußnahme konservativer Politiker im Wahlkampf etc.) der geplanten Hinrichtung aufzuzeigen und deutet an, daß Liggett offensichtlich von Anfang an unzureichend juristisch vertreten und als Exempel ausersehen ist, das der Staat von Zeit zu Zeit statuieren muß. Beresford verwendet den Mittelteil des Films darauf, Spannung aus Hayes‘ Bemühungen zu ziehen, Verfahrensfehler aufzudecken und seiner Mandantin zu einer neuen, fairen Gerichtsverhandlung zu verhelfen. Daß hinter seinem hilflosen Aktionismus das eigentliche emotionale Zentrum des Geschehens, nämlich der unmenschliche Leidensdruck, dem die Delinquentin angesichts ihres bevorstehenden Todes ausgesetzt ist, nicht zurücktritt, dafür sorgt vor allem Sharon Stones schauspielerische Intensität: Zum Ende hin gewinnt „Last Dance“ vor allem durch die nervenaufreibenden Szenen, die - und hier werden die Ähnlichkeiten mit „Dead Man Walking“ am deutlichsten - die letzten Stunden vor der Hinrichtung qualvoll minutiös beschrieben.

    Ein wenig fällt allerdings doch auf, daß Beresford, dessen Filme sich allgemein durch exakte und tiefgehende Charakterstudien auszeichnen, sich auffallend dabei zurückhält, seine beiden Hauptfiguren „menscheln“ zu lassen. Außer daß sie im Gefängnis zeichnen gelernt hat, erfährt man kaum etwas über die Todeskandidatin, und Hayes‘ innere Sinnsuche, die ihn zu Beginn eher widerwillig in den Karriereberuf des Anwalts zurückkehren läßt, bleibt eine Marginalie. Vielleicht ist es aber auch gerade Beresfords Verdienst, daß er sich seinem Sujet nicht mit der christlichen Inbrunst eines Tim Robbins, sondern aus der fast kühlen Distanz des Beobachters nähert. Schließlich liegen die dramatischen Qualitäten von „Last Dance“ nicht in flammender Predigt, sondern in der Gelegenheit, die dem Zuschauer für einen langen Blick hinter sonst gutverschlossene Stahltüren gegeben wird. evo.

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