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Land and Freedom

Kinostart: 28.09.1995

Land and Freedom: Ken Loach („Raining Stones“), der bissige, sozialkritische Dokumentarist, ist nach dem Tod von Tony Richardson und Lindsay Anderson und der Kreativpause von Karel Reisz der letzte und zugleich loyalste Vertreter des britischen Free Cinema. Auch in seinem bislang größten Projekt, das im diesjährigen Wettbewerb von Cannes zu den Favoriten zählte, bleibt er seinem Schwerpunkt, dem in Systemen oder Ideologien gefangenen...

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Filmhandlung und Hintergrund

Ken Loach („Raining Stones“), der bissige, sozialkritische Dokumentarist, ist nach dem Tod von Tony Richardson und Lindsay Anderson und der Kreativpause von Karel Reisz der letzte und zugleich loyalste Vertreter des britischen Free Cinema. Auch in seinem bislang größten Projekt, das im diesjährigen Wettbewerb von Cannes zu den Favoriten zählte, bleibt er seinem Schwerpunkt, dem in Systemen oder Ideologien gefangenen...

Als Dave Carr stirbt, entdeckt seine Enkelin in seinem Nachlaß Briefe und Berichte aus dem spanischen Bürgerkrieg. Als junger Arbeiter reiste Carr 1936 nach Barcelona, um an der Seite der Kommunisten gegen Franco zu kämpfen, und verliebt sich dort in die Mitstreiterin Blanka.

Dave Carr, junger idealistischer Kommunist aus Liverpool, schifft sich 1936 nach Spanien ein, um an der Seite der Republikaner gegen Francos Faschisten zu kämpfen. Dort angekommen, muß er jedoch zu seinem Leidwesen feststellen, daß seine Genossen alles andere als eine verschworene Gemeinschaft sind - und auch der Krieg ist nicht so, wie er ihn sich immer vorgestellt hat. Helden gibt es auf keiner Seite. Trost und neue Hoffnung findet Dave nur bei seiner großen Liebe Blanca, einer kommunistischen Miliz-Angehörigen.

Ken Loachs imposantes Epos über den spanischen Bürgerkrieg war einer der gefeierten Filme in Cannes. Der subtilen Regie und dem wunderbaren Drehbuch ist zu verdanken, daß die Gratwanderung zwischen der Rekonstruktion historischer Ereignisse und der sehr warmherzigen Darstellung der Liebe zwischen den Protagonisten gelingt.

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Kritikerrezensionen

  • Ken Loach („Raining Stones“), der bissige, sozialkritische Dokumentarist, ist nach dem Tod von Tony Richardson und Lindsay Anderson und der Kreativpause von Karel Reisz der letzte und zugleich loyalste Vertreter des britischen Free Cinema. Auch in seinem bislang größten Projekt, das im diesjährigen Wettbewerb von Cannes zu den Favoriten zählte, bleibt er seinem Schwerpunkt, dem in Systemen oder Ideologien gefangenen Menschen, treu. Mit „Land and Freedom“ verläßt Loach erstmals den gewohnten irisch-englischen Boden und beleuchtet mit Engagement und kritischem Blick das Scheitern des sozialistischen Traums im spanischen Bürgerkrieg. Mit den Augen eines großen Kindes kehrt Loachs Protagonist David, ein junger, arbeitsloser, von kommunistischen Idealen begeisterter Mann, Liverpool im Jahr 1936 den Rücken, um sich mit anderen Freiwilligen aus Europa und Übersee der republikanischen Miliz im Kampf gegen die spanischen Faschisten anzuschließen. In einer zusammengewürfelten, durch das gemeinsame Ziel solidarisierten Truppe lernt David (Ian Hart, „Backdraft“) eine schmerzliche Lektion. Seine Vorstellung vom Krieg als idealisiertes Abenteuer wird schnell ernüchtert: Diffus sind die Fronten im Bürgerkrieg, zersplittert das eigene linke Lager, undurchschaubar das intrigante Spiel der Mächte im Hintergrund. Die Idee mag verraten worden sein, aber gestorben ist sie nicht - daraus macht der überzeugte Idealist Ken Loach keinen Hehl, der die Geschichte Davids, seiner Kameraden und seiner großen Liebe Blanca (Rosana Pastor) aus Aufzeichnungen und Fotos entwickelt, die nach Davids Tod in der Gegenwart die Vergangenheit lebendig werden lassen. Leidenschaftlich und überzeugend gespielt ist dieser kluge, aufwühlende Film, der sich engagiert, aber nicht unkritisch mit seinen politischen Inhalten (Stalinismus versus Kommunismus, Privat- versus Gemeineigentum etc.) auseinandersetzt, den Menschen jedoch die größte Liebe zuteil werden läßt. Angesichts der historischen Details ein vermeintlich auf ein vorinformiertes Publikum zugeschnittener Film, der aber durch seine humane Perspektive und eine unsentimental, aber berührend erzählte Liebesgeschichte auch außerhalb von Loachs gewohnter Klientel auf verdientes Interesse stoßen könnte. kob.

News und Stories

  • Europäischer Filmpreis für Lebenswerk von Ken Loach

    Der britische Filmemacher Ken Loach wird am 12. Dezember in Bochum mit dem Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk geehrt. Der 73-jährige Regisseur erhält die Auszeichnung der European Film Academy für seine politisch und sozial engagierten Filme, die er seit 1967 gedreht hat. Im Jahr 2006 erhielt Loach die Goldene Palme von Cannes für das Irland-Drama „The Wind That Shakes the Barley“. Sein jüngster Film...

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