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La strada

   Kinostart: 28.08.1956

La strada: Ein rabiater Jahrmarktsgaukler, der keine menschliche Beziehung eingehen kann, kauft sich ein Mädchen und erschlägt den Mann, den sie liebt.

Filmhandlung und Hintergrund

Ein rabiater Jahrmarktsgaukler, der keine menschliche Beziehung eingehen kann, kauft sich ein Mädchen und erschlägt den Mann, den sie liebt.

Für ein paar Tausend Lire kauft der rauhe Kraftkünstler Zampano das Mädchen Gelsomina ihrer Mutter ab, damit er für seine Wandervorstellungen eine Assistentin hat. Gelsomina ist ebenso jung wie gutmütig und versucht vergeblich, mit Zampano, der sie als sein Eigentum betrachtet, ins Gespräch zu kommen. In einem Zirkus lernt sie den Seiltänzer Matto kennen, mit dem sie sich anfreundet. Kurz darauf gerät Matto in einen Streit mit Zampano und wird von diesem erschlagen. Da Gelsomina Mattos Tod seelisch nicht verkraften kann, läßt Zampano sie allein am Straßenrand zurück. Als er Jahre später zufällig von ihrem Tod erfährt, überwältigt ihn ein Gefühl der Einsamkeit und der Trauer.

Ein rabiater Jahrmarktsgaukler, der keine menschliche Beziehung eingehen kann, erkauft sich ein Mädchen und erschlägt den Mann, den sie liebt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Die tragische Geschichte der Gelsomina, die von dem Jahrmarktsartist Zampano als Besitz gekauft und als Frau zurückgewiesen wird.

      Jurybegründung:

      Der Bewertungsausschuß ist sich dabei bewußt, daß ein Prädikat - wie immer es auch lauten mag - dem hohen und im gewissen Sinne einmaligen Rang des Films nicht gerecht werden kann.

      Der Film erzählt die Geschichte von zwei Menschen. Er tut es in einer Weise, die alles auf das Einfachste zurückführt. In der Gestalt der Gelsomina wird die Beschränktheit des ungewöhnlichen Mädchens zum Bilde einer höchsten Einfachheit des Menschlichen überhaupt. In der Gestalt des Zampano wird die dumpfe Brutalität des Mannes zum Ausdruck der tiefsten Unerlöstheit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen überhaupt. Die Besonderheit aber besteht darin, daß diese Einfachheit nicht die der primitiven Anfänglichkeit ist, sondern die einer höchsten Differenziertheit. Die Liebe und die Erlösungsmächtigkeit sind ebenso wie die Bosheit und die Erlösungsbedürftigkeit durch diesen Film im wörtlichen Sinne „entwickelt“.

      Die Handlung des Films besteht eigentlich in nichts anderem, als daß Gelsomina bei Zampano bleibt. […]

      Die Geschichte erscheint episch; die Dramatik ist untergründig. Die Dynamik in der Entfaltung der Handlung übernimmt - und darin erweist sich Fellinis Werk als spezifisch filmisches Kunstwerk - die Kamera. In einer nahezu unfehlbaren Treffsicherheit fängt sie Gesichter und Landschaften ein und verbindet je menschliche Gestalt und Landschaft zu einer Einheit, in der sich beide Elemente gegenseitig interpretieren. Dabei bleiben Kamera und Schnitt realistisch. Doch dieser Realismus ist durch und durch transparent. Gerade dort, wo die Realistik am härtesten ist, hat die Kamera die größte Kraft, über die vordergründige Trostlosigkeit hinaus die im menschlichen Schicksal waltenden Mächte gegenwärtig zu machen.

      Das Werk Fellinis ist von solcher geistiger Kraft und Konsequenz, daß der Gedanke an ein Pathos in Bild oder Wort gar nicht kommen kann. […]

      Was sonst gesondert und ideologisch aufbereitet angeboten wird: Profanität oder christliche Existenz, soziales Elend oder Gerechtigkeit, Moralität oder Verbrechen, Erde oder Himmel ist in diesem Film zu einer Wirklichkeit integriert. Dieser Anspruch findet in der Darstellung der Gelsomina durch Giulietta Masina seine Erfüllung. Sie erweist aufs Neue, daß der große Film des großen Schauspielers bedarf. Masina stellt den Menschen schlechthin dar. Kennzeichnend dafür mag sein, wie in ihrem Gesicht Weinen und Lachen, Unruhe und Ruhe, Hilflosigkeit und Kraft zugleich aufscheinen.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. La strada: Ein rabiater Jahrmarktsgaukler, der keine menschliche Beziehung eingehen kann, kauft sich ein Mädchen und erschlägt den Mann, den sie liebt.

      Märchenhaft-poetischer Film von Federico Fellini, der gleichzeitig Höhepunkt und Überwindung des italienischen Neorealismus darstellt. Statt explizit mit sozialen Problemen beschäftigt sich das Werk mit menschlichen Emotionen wie Freude, Leid, Liebe oder Trauer und wird dadurch offen für Deutungen aus humanen, sozialen und christlichen Gesichtspunkten. Einen großen Teil seiner ungeheueren Kraft schöpft der Film, in dem die Landschaft einen kongenialen Hintergrund für die Tristesse der Handlung abgibt, aus den Leistungen der beiden Hauptdarsteller: ebenso wie Giulietta Masina als naiv-sinnliche Träumerin bleibt auch Anthony Quinn als ungehobelter Kraftprotz unvergeßlich.

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