Filmhandlung und Hintergrund

Begeistert wird Gabriela Sperl von diesem Allerweltstitel vermutlich nicht sein, aber so ist das eben, wenn man für einen kommerziellen Sender arbeitet: Dann ist selbst ein Arbeitstitel wie „Cinderella oder eine Prise Glück“ zu hintersinnig; und dann spielt es auch keine Rolle, dass Sperl als Produzentin von Filmen wie „Zuckerbrot“ oder „Stauffenberg“ ausgezeichnet wurde und als Autorin immerhin für den ARD-Quotenknüller...

Nach dem Tod ihres Vaters will Marie Glück die kleine Backfabrik weiterführen. Der alte Herr weicht ihr allerdings nicht von der Seite: Er muss noch was erledigen, bevor er endlich ins Jenseits darf. Sein Gegenspieler, Konzernchef Krieger, will das Unternehmen unbedingt schlucken. Sohn Peter hat jedoch gar kein Interesse am kleinen Glück, dafür aber um so mehr an Marie. Die wiederum ahnt nicht, dass ihre Schwester Patricia längst einen Deal mit den Kriegers geschlossen hat.

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Kritikerrezensionen

  • Begeistert wird Gabriela Sperl von diesem Allerweltstitel vermutlich nicht sein, aber so ist das eben, wenn man für einen kommerziellen Sender arbeitet: Dann ist selbst ein Arbeitstitel wie „Cinderella oder eine Prise Glück“ zu hintersinnig; und dann spielt es auch keine Rolle, dass Sperl als Produzentin von Filmen wie „Zuckerbrot“ oder „Stauffenberg“ ausgezeichnet wurde und als Autorin immerhin für den ARD-Quotenknüller „Die Flucht“ verantwortlich war.

    Der Titel „Küss mich, wenn es Liebe ist“ ist aber vor allem deshalb irreführend, weil er eine völlig andere Geschichte nahe legt. Natürlich gibt es in dieser Romanze auch ein Paar, das sich allen Hindernissen zum Trotz am Ende finden soll, aber ähnlich wie schon in der Schokoladenkomödie „Wie angelt man sich seine Chefin“ (ebenfalls Sat.1, ebenfalls ein blödsinniger Titel) steht die Rettung eines Kleinbetriebs im Vordergrund: Nach dem Tod ihres Vaters will Marie Glück (Rike Schmid) die kleine Backfabrik weiterführen. Der alte Herr (Michael Gwisdek) weicht ihr allerdings nicht von der Seite: Er hat noch was zu erledigen, bevor er ins Jenseits darf. Die Zwiegespräche zwischen den beiden sorgen für die üblichen Missverständnisse, denn außer Marie kann den Geist niemand sehen.

    Gegenspieler des Duos sind ein anderer Vater (Jürgen Hentsch) und dessen Sohn Peter (Pasquale Aleardi). Der verliebt sich Hals über Kopf in Marie, als sie kurzerhand sein Auto kapert, um schnellstmöglich ins Krankenhaus zu kommen: Ihr Sohn Henry hat sich beim Hockey verletzt, und Maries alter Golf will wieder mal nicht anspringen. Natürlich ahnt Peter nicht, dass Marie ausgerechnet jener kleine Betrieb gehört, den sein Vater Erich unbedingt aufkaufen will. Der alte Krieger ist zwar noch kein Geist, aber nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt; Peter führt die Geschäfte, hat das frühere Familienunternehmen zum großen Konzern aufgebaut und überhaupt kein Interesse am kleinen Glück. Marie versucht derweil nach einem vergeblichen Bankbesuch, Vaters Firma mit Omas köstlichen Knödeln zu retten, die dank eines Geheimrezepts („Zwei Prisen Glück“) ein himmlischer Genuss sind. Sie ahnt nicht, dass Schwester Patricia (Esther Schweins) hinter ihrem Rücken längst mit den Kriegers handelseinig geworden ist.

    Geschickt verknüpft Sperl die große Wirtschaft mit der kleinen Familiengeschichte. Selbstredend lebt die Komödie davon, dass Peter und Marie ihre Liebe noch hartnäckig dementieren, als alle anderen sofort spüren, was los ist; und natürlich glaubt Marie, als sie von Patricias Deal erfährt, an ein abgekartetes Spiel. Bis dahin ist die Handlung weitgehend vorherzusehen. Aber Sperl hat noch zwei Überraschungen auf Lager, denn auch in Peters Umfeld gibt es einen Verräter; und außerdem ist da ja noch die offene Rechung zwischen den beiden Vätern. Anja Jacobs („Zores“) inszeniert die Komödie unauffällig, führt die Schauspieler aber sehr ansprechend; vor allem gelingt es ihr, den öfters auch mal etwas steif wirkenden Aleardi erfolgreich als romantischen Helden aufzubauen. Sehenswert aber ist „Küss mich, wenn es Liebe ist“ nicht zuletzt wegen Rike Schmid, die nach dem kühlen ZDF-Thriller „Augenzeugin“ auch als liebenswerte Bäckerin überzeugt. tpg.

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