Krauses Fest

  1. Ø 5
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Krauses Fest: Weihnachtsfamilienfilm mit rbb-"Polizeiruf 110"-Wachtmeister Krause, diesmal nicht im Dienst, aber dafür in der Hauptrolle.

Horst Krause führt ein recht beschauliches Leben als Polizeihauptmeister im brandenburgischen Schönhorst. Der Junggeselle freut sich bereits auf das nahende Weihnachtsfest mit seinen beiden Schwestern, als es die attraktive Marie aus Berlin mit ihrem Sohn Fabian in das Dorf verschlägt. Eine Autopanne zwingt sie, im Gasthof von Horsts Schwestern zu übernachten, die der Fremden ein gesundes Misstrauen entgegenbringen. Dass sie damit recht haben, zeigt sich schon bald, denn Marie wurde vor einigen Tagen als vermisst gemeldet. Die ruhigen Weihnachtsfeiertage der Geschwister Krause laufen plötzlich sehr aufregend ab.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn eine Figur Horst Krause heißt und von einem Schauspieler gleichen Namens verkörpert wird, muss sich irgendjemand was dabei gedacht haben. Seit acht Jahren gehören beide, Krause wie Krause, zum festen Ensemble der „Polizeiruf“-Krimis aus Brandenburg. Ganz gleich, ob die Chefin aus der Stadt von Jutta Hoffmann oder Imogen Kogge verkörpert wurde: Krause mit seiner Schäferhündin Vera war stets der heimliche Star der Geschichten.

    Bernd Böhlich hat einst mit Ben Becker und Otto Sander die besten Brandenburger Beiträge gedreht (Grimme-Preis für „Totes Gleis“), melancholische Geschichten aus einer Gegend, in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Auch „Krauses Fest“, ein Seitentrieb des „Polizeiruf 110“ („Spin-off“ in der Fachsprache), lebt von dieser gemächlichen Erzählweise, und dass nun der dicke Polizeihauptmeister im Zentrum steht, macht die Sache nicht flotter. Aber das ist auch gar nicht nötig. Womöglich würde es sogar völlig genügen, dem gemütlichen Selbstdarsteller beim Alltag zuzuschauen, denn natürlich hat sich Böhlich (Buch und Regie) für Krauses Biografie was Besonderes ausgedacht: Er lebt in einem kleinen Dorf, trauert einer alten Liebe nach, die einst mit ihrem Zirkus in Schönhorst ihr Winterquartier verbrachte, und erwehrt sich seiner altjüngferlichen Schwestern, die einen Gasthof betreiben. Wenn nicht gerade in der Nähe ein Mord geschieht und das große Besteck aus der Hauptstadt anreist, muss er Kinder davon abhalten, auf dem dünnen Eis des Dorfteichs Schlittschuh zu laufen, oder harmlose Versicherungsbetrüge aufklären. Ausgerechnet einen Tag vor Heilig Abend aber kommt Leben ins Dorf: Eine Berlinerin (Gabriela Maria Schmeide) ist mit Auto und Sohn liegen geblieben, bekommt ein Zimmer im Gasthof und wird fortan von den Schwestern höchst misstrauisch beäugt, denn ihnen entgeht nicht, dass Bruder Horst recht angetan von der Dame ist. Gleiches gilt allerdings für den Einfaltspinsel Liebermann (Dominique Horwitz).

    Es ist eine kleine Geschichte, die Böhlich entsprechend unaufgeregt erzählt. Zu den Höhepunkten gehört schon die Rettung des Riesenrammlers Friedrich, dessen Schicksal als unfreiwillige Hauptfigur des Festtagsbratens eigentlich bereits besiegelt war; oder die Bergung des Berliner Jungen (Enno Trebs), der Krauses Warnung in den Wind schlägt und trotzdem aufs Eis geht. Und dennoch gelingt es Böhlich, seinem Kameramann Peter Ziesche und dem Komponisten Jakob Ilja, eine ganz eigentümliche Atmosphäre zu schaffen. Wie immer in Böhlichs „Polizeiruf“-Filmen wird kein Wort zuviel gewechselt, weshalb die wenigen Dialoge um so treffsicherer sind; schon allein die schnippischen Schwestern (Carmen Maja Antoni, Angelika Böttiger) sind ein Genuss. Am Ende bleibt Krauses Schwärmerei zwar unerwidert, aber trotzdem endet die Geschichte happy; und sogar Liebermann kriegt sein Stück vom Glück. tpg.

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