Filmhandlung und Hintergrund

Jetzt darf auch Ulrike Kriener die Kommissarin geben: als Ellen Lucas ermittelt sie in Regensburg und untersucht in ihrem ersten Fall den Mord an einem kleinen Mädchen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Kommissarin Lucas: Die blaue Blume: Jetzt darf auch Ulrike Kriener die Kommissarin geben: als Ellen Lucas ermittelt sie in Regensburg und untersucht in ihrem ersten Fall den Mord an einem kleinen Mädchen.

    Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen schickte das ZDF am Samstagabend mit Ellen Lucas eine neue Kommissarin ins Rennen. Und sie fügt sich nahtlos in die Riege der Ermittlerinnen beim „Samstags-Krimi“ ein, weil sie ein völlig anderer Typus ist als etwa Rosa Roth oder Eva-Maria Prohacek. Davon abgesehen aber setzt das ZDF nach den beiden herausragenden „Unter Verdacht“-Filmen mit Senta Berger erneut einen Krimi-Glanzpunkt.

    Regisseur Thomas Berger, der mit „Operation Rubikon“ einen der Höhepunkte des Fernsehjahres 2002 inszeniert hat, ist gemeinsam mit der englischen Autorin Barbara Jago ein Kunststück gelungen: Er führt die Figur Ellen Lucas ein, zeigt die typischen Reibungsverluste, als sie ihre neue Stelle antritt, und erzählt gleichzeitig eine jederzeit packende Geschichte. Vor allem aber erzählt er sie punktgenau: In diesem Film ist keine einzige Einstellung überflüssig. Fast dokumentarisch verfolgt Berger die Kommissarin, die gleich an ihrem ersten Tag im malerischen Regensburg mit der Ermordung eines kleinen Mädchens konfrontiert wird.

    Ihren Reiz erhält die von Ulrike Kriener sehr kühl und fast emotionslos angelegte Figur durch ihren privaten Hintergrund: Ellen Lucas‘ Mann liegt nach einem Unfall seit Monaten im Koma. Um mehr Zeit mit ihm verbringen zu können, hat sie sich nach Regensburg versetzen lassen. Die Kommissarin steht daher unter dreifacher Belastung: Als ein weiteres Kind verschwindet, wächst natürlich der Druck von außen; außerdem wird sie in ihrer neuen Abteilung mit offener Feindseligkeit empfangen. Anders als bei vielen anderen TV-Kommissaren sorgt die private Ebene nicht für heitere Entlastung, im Gegenteil; ohnehin ist „Kommissarin Lucas“ emotional wie auch optisch eine ziemlich düstere Angelegenheit.

    Neben der überragenden Ulrike Kriener glänzt „Kommissarin Lucas“ mit weiterer Bestbesetzung. Ihre Team-Mitglieder werden unter anderem von Thure Riefenstein und Tamara Simunovic gespielt, den ehrgeizigen Gegenspieler im Kommissariat verkörpert Michael Roll; die Gastrollen im Auftaktfilm haben unter anderem Ingo Naujoks, Meret Becker und Maja Maranow übernommen. Für ausnehmend hübsche Miniaturen sorgt außerdem Tilo Prückner als Lucas‘ bärbeißiger Vermieter. tpg.

Kommentare