Kolle - Ein Leben für Liebe und Sex

  1. Ø 0
   2002
Kolle - Ein Leben für Liebe und Sex Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Kolle - Ein Leben für Liebe und Sex: Launige Gesellschaftsstudie mit tiefen Einblicken in Leben und Wirken des großen Sexualaufklärers.

Die Bundesrepublik Deutschland, Ende der 60er Jahre. Der Journalist und Filmemacher Oswalt Kolle setzt sich vehement für seine Ideen einer liberalen Sexualaufklärung ein. Obwohl seine Filme große Publikumserfolge sind, schlägt Kolle in der Öffentlichkeit überwiegend Kritik und Abneigung entgegen. Die FSK will seinen jüngsten Streifen nicht freigeben, eine Klage wegen Kuppelei kann Kolles Anwalt erst in letzter Minute abwenden. Auch in der Szene der linken Stundenten hat der „Scheinliberale“ Kolle keine Freunde. Als er hier die Journalistin Christiane kennen- und liebenlernt, wird die offene Ehe mit Frau Marlies auf eine schwere Probe gestellt.

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Kritikerrezensionen

  • „Kolle – ein Leben für Liebe und Sex“ ist – trotz seines etwas plakativen Titels – eine gelungene, launige Studie der deutschen Gesellschaft Ende der 60er Jahre und eine Charakterisierung eines ihrer bis heute berühmten Protagonisten. Das Autoren-Team Eva und Volker Zahn, dem der echte Oswalt Kolle als Berater zur Verfügung stand, unterliegt erst gar nicht dem Versuch, ein „Biopic“ zu erstellen. Vielmehr wird in anschaulichen, zumeist authentisch nachgezeichneten Szenen ein Eindruck der sozialen und politischen Strömungen im Deutschland der späten 60er Jahre gezeichnet. Der Erzählton des von Susanne Zanke inszenierten 90-Minüters ist überwiegend heiter-ironisch, lässt jedoch in der Darstellung der Beziehungskrise des Ehepaars Kolle auch die nachdenklichen Zwischentöne nicht vermissen. Pointiert und mit überzeugenden Dialogen wird der Konflikt des Aufklärers Kolle mit den konservatitven Autoritäten dargestellt. Geschickt eingewobene Original-Ausschnitte aus Werken wie „Deine Frau – Das unbekannte Wesen“ oder „Das Wunder der Liebe“ verdeutlichen noch einmal, wie harmlos – aus heutiger Sicht – die damaligen Steine des Anstoßes wirklich waren. Bei der Darstellung der linken Studentenszene, in die sich Kolle im Zuge seiner Beziehung zu Christiane begibt, greifen die Macher des Films zeitweise arg tief in den Klischee-Topf aus Hasch-Konsum, indischer Musik und Anti-Kapitalismus, ohne damit jedoch den positiven Gesamteindruck zu schmälern. Ein weiterer Pluspunkt für „Kolle“ ist der sorgfältig ausgesuchte Soundtrack, der den Bilderbogen aus den 60ern mit Musik der ganz Großen jener Zeit unterlegt. Zu hören sind u. a. die Beatles, die Rolling Stones, Santana und Steppenwolf. In schauspielerischer Hinsicht überzeugt neben „Kolle“ Sylvester Groth ganz besonders Petra Zieser in der Rolle der selbstbewussten Ehefrau Marlies.

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