Kikujiros Sommer

Kinostart: 18.11.1999

Kikujiro: Entspannter Reisebericht, in dem ein Tunichtgut einen neunjährigen Jungen bei der Suche nach der Mutter durch Japan begleitet.

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Filmhandlung und Hintergrund

Entspannter Reisebericht, in dem ein Tunichtgut einen neunjährigen Jungen bei der Suche nach der Mutter durch Japan begleitet.

Kleingauner Kikujiro wird von seiner Freundin beauftragt, das bei seiner Großmutter lebende Waisenkind Masao in dessen Sommerferien bei der Suche nach seiner Mutter ins japanische Hinterland zu begleiten. Zunächst nutzt Kikujiro die Freiheit, um auf der Rennbahn sein Geld zu verjubeln, doch allmählich wächst mit seiner Freundschaft zu dem Jungen auch sein Verantwortungsbewußtsein.

Der übermütige Kleinganove Kikujiro wird von seiner Freundin beauftragt, den achtjährigen, höchst verschlossenen Masao auf der Suche nach dessen Mutter im japanischen Hinterland zu begleiten. Kikujiro, ein Taugenichts, der sich vor jeder Verantwortung drückt, nutzt die erste Gelegenheit, um beim Fahrradrennen sein Geld zu verspielen. Je weiter aber die Reise geht und je mehr Menschen die beiden treffen, etwa zwei harmlose Rocker, ein hilfsbereites Pärchen oder einen reisenden Poeten, desto mehr wachsen die ungleichen Gefährten zusammen.

Kikujiro, ein Taugenichts, wird von seiner Freundin beauftragt, den achtjährigen, höchst verschlossenen Masao auf der Suche nach dessen Mutter ins japanische Hinterland zu begleiten. Je weiter ihre Reise geht, desto mehr wachsen die ungleichen Gefährten zusammen. Takeshi Kitanos achter Film, bei dem er erneut für Regie, Schnitt und Drehbuch verantwortlich zeichnet, lebt vom locker-leichten Inszenierungsstil, den beiden großartig aufspielenden Hauptdarstellern und kindlich-verspieltem Humor.

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Kritikerrezensionen

  • Kikujiros Sommer: Entspannter Reisebericht, in dem ein Tunichtgut einen neunjährigen Jungen bei der Suche nach der Mutter durch Japan begleitet.

    In seinem achten Film als Regisseur kehrt der japanische Superstar Takeshi Kitano der Welt der Yakuza vorübergehend den Rücken und präsentiert einen verspielten, regelrecht kindischen Travelogue, in dem ein kleiner Junge bei der sommerlangen Suche nach seiner Mutter von einem erwachsenen Tunichtgut begleitet wird. Bei weitem nicht so komplex wie Takeshis Venedig-Gewinner von 1997, „Hana-bi“, wirkt „Kikujiro“ wie eine entspannte Skizze, die man sich zwischen zwei großen Werken gönnt. Gerade die Leichtigkeit der im für den Filmemacher in typisch minimalistischen Tableaus gefilmten Komödie sollte Takeshi allerdings neue Zuschauerschichten sichern.

    Gleich in einer der ersten Szenen verdeutlicht Takeshi Kitano, daß er in friedlicher Mission unterwegs ist: Der neunjährige Masao und ein Freund weichen einer Konfrontation mit Schulrowdys mit den Worten „Nehmen wir einen anderen Weg“ aus und treten den Rückzug an. Was noch in „Kids Return“ zu einer unausweichlichen Keilerei geführt hätte, ist ersetzt worden mit Geduld und Humor. Gezielt greift der Regisseur auf seine Vergangenheit als Mitglied des erfolgreichen Comedyduos The Two Beats zurück: Fast jede Szene seines augenzwinkernden Roadmovies wird in Pointen aufgelöst, wobei der Mann, der Clint Eastwood im Vergleich wie einen liebenswerten Quatschkopf aussehen läßt, zumeist sich selbst auf Kosten seines Tough-Guy-Images zur Zielscheibe der Späße macht. Es ist ebenso ungewohnt wie komisch, wenn Takeshi sich am Slapstick eines Buster Keaton orientiert. Schnell wird klar, daß nicht der neunjährige, todernste Masao das eigentliche Kind im Verbund des ungleichen Duos ist, sondern der ungelenke Kleingauner Kikujiro, der sich vor jeder Verantwortung drückt und eigentlich nur Unsinn im Kopf hat. Als er von seiner Freundin beauftragt wird, das bei seiner Großmutter lebende Waisenkind Masao bei der Suche nach seiner Mutter im japanischen Hinterland zu begleiten, nutzt er die Gelegenheit zunächst, um beim Fahrradrennen sein Geld zu verspielen. Doch je weiter die Reise geht, je mehr Menschen sie treffen, u. a. zwei harmlose Rocker, ein hilfsbereites Pärchen und ein reisender Poet, desto mehr wachsen die Reisegefährten zusammen. Als sie nach zahlreichen, bisweilen bizarren Abenteuern, einigen Enttäuschungen und mit neuen Erkenntnissen wieder nach Hause zurückkehren, hat Masao genügend Eindrücke gesammelt, um seine Hausaufgabe über seine Sommererlebnisse zu verfassen. Deren einzelne Kapitel verleihen dem episodenhaften Trip seine eigenwillige Struktur. Wie „Hana-bi“ gehorcht der Film einer störrischen Lyrik und Zärtlichkeit, wie sie im Kino der Gegenwart nur Takeshi auf die Leinwand zaubert. Wenn in der zweiten Hälfte alle Spannung in endlosen kindlichen Spielen aufgelöst wird, mit denen Kikujiro und Weggefährten den kleinen Masao einen unvergeßlichen Sommer bereiten, kommt das einer liebevollen Umarmung gleich. Dann merkt man auch, wie „Kikujiro“ sich aller Albernheiten und eines etwas zu überschwenglichen Soundtracks zum Trotz doch ins Herz des Besuchers geschlichen hat. Ein Filmerlebnis, das sich im Arthouse-Bereich durchaus zahlen könnte. ts.

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